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Stralsund „Infinity“-Rennwagen fährt allen davon
Vorpommern Stralsund „Infinity“-Rennwagen fährt allen davon
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00:01 20.03.2017

Pfeilschnell ist der kleine Rennwagen unterwegs gewesen und fuhr der Konkurrenz davon. Bei den Landesmeisterschaften des Technologiewettbewerbs „Formel 1 in der Schule“ in Wismar hatte das Team „Infinity“ vom Schulzentrum am Sund die schnellste Zeit eingefahren. 1,132 Sekunden brauchte der Bolide der Schüler für die 20 Meter lange Rennstrecke.

Und auch beim zweiten Stralsunder Team „Chaos“ lief es richtig gut. Doch am Ende haben bei ihnen 0,4 Millimeter über den Sieg und damit die Teilnahme an der Deutschen Meisterschaft entschieden.

Denn genau diese 0,4 Millimeter waren die Räder des Rennwagens zu schmal und das brachte Punktabzug.

Zwei Mannschaften des Schulzentrums haben erfolgreich an den Landesmeisterschaften teilgenommen. Darauf hatten sie sich lange vorbereitet, denn wer am Wettbewerb teilnehmen möchte, muss Zeit und Energie investieren. Schließlich geht es darum, dass die Schüler einen kleinen Rennwagen konstruieren und bauen. Dieser wird dann, angetrieben durch eine Gaspatrone, auf eine 20 Meter lange Rennstrecke geschickt. Entscheidend bei einem Wettbewerb ist jedoch nicht nur die Geschwindigkeit des Boliden, sondern es zählt die gesamte Leistung aus Konstruktion, Fertigung, Reaktionszeit, Fahrzeuggeschwindigkeit, Businessplan und Präsentation. Unterstützung haben die Mädchen und Jungen in den vergangenen Monaten vor allem von den Mitarbeitern der Hochschule Stralsund bekommen.

Anna-Lena Dobke war mit ihrem Team „Chaos“ das erste Mal dabei. „Es hat Spaß gemacht, aber so knapp am Sieg vorbei zu schrammen, war schon bitter“, sagt die 14-Jährige. Doch gemeinsam mit ihren Teamkollegen verbucht sie das unter Erfahrung sammeln und will im kommenden Jahr auf jeden Fall noch einmal neu angreifen. „Jetzt wissen wir, worauf es der Jury ankommt.“

Für die Mädchen und Jungs von „Infinity“ ist hingegen nach diesem Jahr Schluss. „Wir haben zweimal teilgenommen und sind mit unserem jetzigen 2. Platz sehr zufrieden“, sagt Leonie Schwart. „Aber der Druck ist auch jedes Mal sehr groß.“ Doch ganz wollen sie sich nicht aus dem Renn-Zirkus rausziehen: „Wir werden die Leute von ,Chaos’ unterstützen.“

Denn insgesamt nehmen beide Mannschaften viel Positives mit. „Während der Vorbereitungszeit und noch mehr beim Wettbewerb sind wir als Gruppe zusammengewachsen“, sagt Leonie. „Eigentlich sind wir nicht als zwei Teams angetreten, sondern waren ein großes Schul-Team.“ Dem kann Matthias Rose, Lehrer am Schulzentrum, nur beipflichten: „Insgesamt war das ein gelungener Wettbewerb, der für die Schüler viel bringt. Sie müssen als Team zusammenwachsen und bekommen einen Einblick in ganz unterschiedliche Abläufe und Prozesse.“

Während des Wettbewerbs haben „Chaos“ und „Infinity“ die Zuhausegebliebenen über Instagram und mit einem Live-Stream auf dem Laufenden gehalten. So konnten nicht nur Freunde und Familien sehen, wie der Stand war, sondern auch die Unterstützer und Sponsoren. Die werden im Übrigen noch zu einer großen Danke-Sause eingeladen.

Doch zunächst bereiten sich die zehn Achtklässler noch einmal darauf vor, das ganze Projekt und ihre eigenen Teams am 22. April in der Hochschule vorzustellen. „Dann werden wir auch die möglichen Teilnehmer des kommenden Jahres mit einladen“, erklärt Matthias Rose abschließend.

Miriam Weber

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