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Stralsund Informationstechnik: Zahl der Jobs auf 664 gestiegen
Vorpommern Stralsund Informationstechnik: Zahl der Jobs auf 664 gestiegen
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00:00 15.04.2016

Im Jahr 2015 gab es in Vorpommern 664 versicherungspflichtige Arbeitsplätze in Unternehmen der Informationstechnik-Branche — darunter in Stralsund 188 und in Greifswald 332 solcher Jobs. Diese Zahlen nannte der Wirtschaftswissenschaftler Professor Michael Klotz gestern in einem Vortrag zur regionalen Entwicklung des Projekts „IT 1000+“ an der Fachhochschule Stralsund.

Kurz zuvor hatte Schirmherr Oberbürgermeister Alexander Badrow (CDU) die 3. IT-Messe Vorpommern eröffnet, gemeinsam mit FH-Rektor Professor Falk Höhn und dem Mitorganisator der Leistungsschau, Mario Gleichmann, Vorsitzender der IT-Lagune. Wie Badrow erklärte, biete insbesondere Stralsund gute Bedingungen für IT-Experten. Und die sind, da war sich der OB sicher: „Besser als in Frankfurt am Main.“

Das Stadtoberhaupt verwies darauf, dass die Hansestadt in puncto Ansiedlung von IT-Firmen „noch einiges auf dem Schirm habe“. Erst Ende März war bekannt geworden, dass das aus Hameln stammende Unternehmen ISW Institut für Soft- und Hardwareauswahl plant, mit einer Gesamtinvestition von zehn Millionen Euro ein Rechenzentrum für Medizin- und Patientendaten am Sund zu errichten.

Die damit ins Gespräch gebrachten 25 Arbeitsplätze könnten die Bilanz des Projekts „IT 1000+“ weiter verbessern. Dahinter verbirgt sich das Vorhaben, bis zum Jahr 2020 über 1000

Arbeitsplätze in der IT-Branche zu schaffen. Wie Professor Klotz in seinem Vortrag betonte, habe er nur die Zahl 1000 ins Gespräch gebracht. „Das Plus dahinter stammt vermutlich von den Optimisten der IT-Lagune“, so Klotz mit einem Lächeln. Hinter dem Verein verbirgt sich ein Zusammenschluss von IT-Unternehmern und Wissenschaftlern, die das Vorhaben mit ihren Möglichkeiten nach Kräften unterstützen. Und das offenbar erfolgreich, wie der Professor ausführte. „Ganz am Anfang hatte Vorpommern in dieser Branche 346 Arbeitsplätze in 56 Unternehmen vorzuweisen“, berichtete Michael Klotz. Und auch der Professor zeigt sich nun optimistisch, dass mit den im letzten Jahr registrierten 664 Arbeitsplätzen in 76 Unternehmen „IT 1000+“ bis 2020 ein realistisches Vorhaben bleibt und auch diejenigen, die das Plus favorisieren, Recht behalten werden. Klotz macht dies unter anderem an der Firmen-Ansiedlungspolitik Stralsunds fest. Aber auch an den auf den Markt drängenden jungen Start-up-Unternehmen, wie sie auf der IT-Messe vertreten sind. Der Hochschullehrer verspricht sich davon: „Vom Projekt ,IT 1000+‘ werden Synergieeffekte ausgehen, die auf die verarbeitende Industrie Vorpommerns ausstrahlen. Informationstechnik ist heute in jeder Firma wichtig.“

Dazu bedarf es gut ausgebildeter Fachkräfte. Dass diese knapp sind, weiß man am Stralsunder Boreus-Rechenzentrum. „Wir suchen Informatiker vom Bachelor bis zum Master“, sagte Geschäftsführer Holger Lebrecht gestern am Messestand. Bei Boreus versucht man daher erstmals, über ein duales Studium Fachleute zu binden.

Rektor Falk Höhn hatte bei der Messe-Eröffnung bereits darauf hingewiesen, dass sich die Fachhochschule den Herausforderungen stellen werde — unter anderem auch durch neu zugeschnittene Informatik-Studiengänge. Doch die IT-Messe bot gestern nicht nur Chancen, einen der begehrten Fachleute für die eigene Firma zu ködern. Elisabeth Möbius war extra aus Greifswald gekommen, um Kontakte zu knüpfen. „Ich bin dabei, mir mit meiner Agentur Webtimum für Online-Marketing eine Existenz aufzubauen“, sagte die junge Frau, deren Spezialgebiete Suchmaschinenoptimierung und Social-Media- Marketing sind.

Von Jörg Mattern

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