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Initiative lenkt Blick auf Wellenbrecher

Ahrenshoop Initiative lenkt Blick auf Wellenbrecher

Küstenschutz zwischen Wustrow und Ahrenshoop hat neuen Favoriten / Genehmigung läuft

Ahrenshoop. Umschwenken für den Küstenschutz zwischen Wustrow und Ahrenshoop: Zwei jeweils maximal 250 Meter lange Wellenbrecher nach Vorbild in Wustrow oder im Ahrenshooper Ortsteil Althagen sollen die Steilküste vor dem weiteren Abbröckeln schützen. Die Wellenbrecher entwickeln sich während der Vorbereitung für einen Bauantrag für den Küstenschutz aktuell zu einer Vorzugsvariante, wie der Vorsitzende der Interessengemeinschaft Hohes Ufer, Jörn Reiche, sagt. Der Verein hat derzeit rund 280 Mitglieder, die für den Schutz des Hochufers in dem rund 2,2 Kilometer langen Abschnitt der Küste einstehen.

Erste Planungen für den privat finanzierten Küstenschutz – das Land hat sich stets mit Verweis auf eine fehlende Bebauung aus der Finanzierung herausgehalten – gingen vom Bau von zehn Buhnen aus.

Rund 1,5 Millionen Euro stehen zu Buche. Eine zusätzliche Unterwasserschwelle hätte die Baukosten mindestens verdreifacht. Jetzt sollen es zwei Steinwälle richten. Über mögliche Kosten will Jörn Reiche noch nicht sprechen, hofft aber auf eine günstigere Lösung als mit dem Bau von Buhnen, für den zusätzliche Gutachten angefertigt werden müssten – Flora-Fauna-Habitat- und Natura

2000-Gebiete machen es notwendig.

Nachdem im Mai dieses Jahres Umweltminister Till Backhaus (SPD) mit seinem Besuch der Initiative deutlichen Aufschwung gegeben hat, wird intensiv am Antragsverfahren gearbeitet. Die nächste Hürde ist erst einmal die Bestätigung des Vorantrags. Das soll Anfang kommenden Jahres geschehen, sagt Jörn Reiche. Der ScopingTermin stelle dann die entscheidende Hürde dar, ob das Vorhaben überhaupt realisiert werden könne.

Als hilfreich für den Umschwung hin zu Wellenbrechern sieht Jörn Reiche Berechnungen des früheren Leiters des damaligen Staatliche Amtes für Umwelt und Natur, Dietrich Weiss. So hätten sich die Strömungsverhältnisse im Bereich der Wellenbrecher nicht wesentlich verändert, zitiert Reiche aus den Berechnungen Weiss’. Demnach würde sich nur ein Sechstel des Abbruchmaterials weiter nördlich an der Küste der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst wiederfinden. Der weitaus größte Teil werde großflächig in der Ostsee verteilt.

Weit fortgeschrittene Planungen für Wellenbrecher vor Sassnitz auf Rügen will Jörn Reiche als Vorbild für die Bauten vor der Küste zwischen Wustrow und Ahrenshoop nehmen. „Das ist ein Äquivalent.“

Mit demselben Planungsbüro und einem Fachbüro an der Seite will der Verein die Genehmigungshürde nehmen. Aufwind verspürten die Aktivisten zuletzt durch den Vor-Ort-Besuch Backhaus’ Anfang Mai dieses Jahres. Damals hatte der Minister gelobt, dass die Interessengemeinschaft überhaupt so viel Durchhaltevermögen bewiesen habe, dass der Küstenschutz in dem Bereich innerhalb des Ministeriums zu einem festen Thema geworden sei.

Der mögliche Bau von Wellenbrechern kommt aber nicht überall gut an. Wie Jörn Reiche sagt, hätten wenige Ahrenshooper im Gespräch ihre Befürchtungen geäußert, dass infolge eines Wellenbrechers die Küstenschutzdüne aufgrund veränderter Strömungsverhältnisse abgetragen würde. Die Berechnungen Weiss’ und des Planungsbüro, so Reiche, sagten allerdings anderes aus. Die früher in dem Bereich vorhandenen Kastenbuhnen würden leider keinen Bestandsschutz genießen, zeigten aber, dass Küstenschutz in dem Bereich betrieben worden sei.

Land hält sich zurück

Zweimal 250 Meter lang dürfen

die inzwischen favorisierten Wellenbrecher zwischen dem nördlichsten Buhnenfeld in Wustrow und dem Wellenbrecher im Ahrenshooper Ortsteil Althagen sein.

280 Mitglieder zählt der Verein

Interessengemeinschaft Hohes

Ufer. Seit Jahren wird um Spenden geworben, um Küstenschutz in dem rund 2,2 Kilometer langen Abschnitt finanzieren zu können. Mit Verweis auf eine fehlende Bebauung hat

das Land bislang die Kostenübernahme für den Schutz des Hochufers in dem Bereich abgelehnt.

Timo Richter

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