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Internetdienstleister will am Sund 25 Arbeitsplätze schaffen

Stralsund Internetdienstleister will am Sund 25 Arbeitsplätze schaffen

Das Institut für Software und Hardwareauswahl Hameln plant, ein Rechenzentrum für die Gesundheitswirtschaft aufzubauen / Wirtschaftsministerium stellt Förderung in Aussicht

Stralsund. Ein niedersächsisches Unternehmen will in der Hansestadt ein Rechenzentrum zur Speicherung von Kunden- und Patientendaten errichten. Wie Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU) gestern informierte, würden mit der Ansiedlung 25 wissensbasierte Arbeitsplätze in der IT-Branche geschaffen. Das aus Hameln stammende Unternehmen ISW Institut für Soft- und Hardwareauswahl GmbH plant eine Gesamtinvestition von zehn Millionen Euro. Das Wirtschaftsministerium MV sichert dazu eine Unterstützung in Höhe von drei Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung zu.

Das Unternehmen plant für das künftige Rechenzentrum einen Neubau in der Straße „Am Heizwerk“. Laut Peter Fürst, Leiter des Amtes für Wirtschaftsförderung der Stadtverwaltung, bereitet die Hansestadt derzeit die Ansiedlung des ISW-Rechenzentrums intensiv vor. „Dazu gehören unter anderem die Klärung der infrastrukturellen und baurechtlichen Voraussetzungen sowie der Verkauf des Grundstückes.“ Für diesen Verkauf einer städtischen Fläche werde gegenwärtig die Beschlussvorlage für die Bürgerschaft erarbeitet, die den zuständigen Gremien umgehend zugeleitet werden soll.

Für das ISW ist Stralsund die erste Niederlassung außerhalb Hamelns. Bei der Frage, warum die Wahl gerade auf die Hansestadt am Sund fiel, muss Geschäftsführer Chris-Gilbert König nicht lange überlegen: „Ausschlaggebend waren die sehr gute Unterstützung durch die Stralsunder Wirtschaftsförderung und die zu erwartenden Absolventen der Fachhochschule Stralsund  aus dem Studiengang eHealth.“

König spielt damit auf eine Studienrichtung an, die es an der Hochschule erst seit dem vergangenen Jahr gibt. Eine Weichenstellung, die sich inzwischen nicht nur durch den Zulauf an Studenten, sondern auch durch das Interesse der Wirtschaft als zukunftsträchtig erweist.

„Wir wollen unsere Fachleute größtenteils vor Ort akquirieren“, so der ISW-Geschäftsführer. An Arbeit scheint es nicht zu mangeln. Nach eigenen Angaben verwaltet das ISW in Hameln 17000 Cases (Fälle) im  Rechenzentrum. Das stellt 1035 Terrabyte an Bandspeicherkapazität für das Gesundheitswesen zur Verfügung. Mit dieser Datenbank lassen sich medizinischen Daten und Informationen zu Patienten — wie etwa MRT-Daten und Röntgenbilder — speichern und bei Bedarf, zum Beispiel bei Überweisungen vom Hausarzt zum Facharzt, wieder abrufen.

Mit der geplanten Niederlassung geht die Hansestadt ihren Weg zur Ansiedlung von mehr Informationstechnologie-Dienstleistern am Sund weiter. Bereits 2011 wurde mit der Niederlassung des Internetdienstleisters Adesso AG ein erster Schritt dazu getan.

Unterstützt wird dieses Vorhaben unter anderem auch vom Verein IT-Lagune, einem Zusammenschluss von Unternehmern, Wissenschaftlern und Studenten. Der Verein hat sich das Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2020 in Vorpommern etwa 1000 Arbeitsplätze im IT-Bereich zu schaffen.

Von Jörg Mattern

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