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Iren-Spektakel mit Inka-Göttin

Stralsund Iren-Spektakel mit Inka-Göttin

Hunderte Zuschauer waren begeistert von der Show „Night of the Dance“. Die bot nicht nur Stepptanz!

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Clash der Kulturen: Irland trifft auf Südamerika. Die Venezolanerin Christina Lugo übernahm die Rolle einer stolzen Inka-Göttin.

Quelle: Fotos: Christian Rödel

Stralsund. Die grüne Insel Irland und ihre keltische Kultur müssen einen besonderen Reiz auf die Vorpommern ausüben. Anders ist kaum zu erklären, dass Irish-Dance-Veranstaltungen in Stralsund stets einen großen Zulauf haben. Zur irischen „Night of the Dance“ (Nacht des irischen Tanzes) am Freitagabend pilgerten wieder Hunderte Besucher von Rügen, vom Darß und natürlich aus Stralsund in die Vogelsanghalle, um sich von den Stepptänzern verzaubern zu lassen.

OZ-Bild

Hunderte Zuschauer waren begeistert von der Show „Night of the Dance“. Die bot nicht nur Stepptanz!

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Für Ramona Bischoff aus Poseritz auf Rügen ist es fast eine Pflichtveranstaltung, wenn irische Stepptänzer in der Nähe auftreten. „Meine Schwiegermutter und ich machen uns hier einen schönen Frauenabend ohne Männer“, sagte die Rüganerin lachend. Aus Samtens von der Insel Rügen kam Inge Plötzner auf das Festland, um die temperamentvolle Performance des Tanzensembles live zu erleben. „Ich bin vor einem halben Jahr von Sachsen nach Rügen gezogen und bin begeistert von den vielen kulturellen Angeboten hier an der Ostseeküste“, meinte die Neu-Insulanerin und lobte die Professionalität der Tänzer in den höchsten Tönen.

Die Dubliner Broadway Dance Company zählt in der Tat zu den professionellsten Ensembles dieses Genres weltweit und verbindet traditionelle Choreographien des klassischen irischen Stepptanzes mit modernen Elementen. Die schönsten Tanzszenen im klassischen Stil von Riverdance, Lord of the Dance, Celtic Tiger und Feet of Flames verbanden die Dubliner Tänzer mit schwindelerregenden Akrobatikeinlagen der südamerikanischen Artisten des Tanzensembles „Pura Vida“, in dem athletische Tänzer unter anderem aus Argentinien, Venezuela und Mexiko mitwirkten. Ein opulentes Bühnenbild, gepaart mit den geschmeidigen Bewegungen der jungen Artisten, war ein Augenschmaus für das Publikum. Tänze voller hitziger Leidenschaft bestimmten von der ersten Sekunde an das Geschehen.

Frenetischer Szenenapplaus nach jeder Tanz-Episode war da nur selbsverständlich. Sehr reizvoll war die Kombination der keltischen Kultur mit den Riten lateinamerikanischer Urvölker, die fast wie ein Clash der Kulturen wirkten. Da wurde geradezu kämpferisch gerempelt, als Nordeuropa auf Südamerika traf. Unterschiedliche Kulturen bergen schließlich viel Konfliktpotenzial in sich.

Die tragende Tanzrolle in diesem Konkurrenzkampf hatte die aus Venezuela stammende Tänzerin Christina Lugo.Die athletische junge Frau übernahm die Rolle einer stolzen schönen Inka-Göttin, die von ihren Untertanen auf Händen getragen wurde. Als die spärlich bekleidete Latina zwischen den stepptanzenden Iren auftrat, wurde sie verhöhnt und verspottet. Etwas Gesellschaftskritik steckte also auch in diesem ansonsten sehr bunten Spektakel. Das war Unterhaltung auf hohem Niveau!

Christian Rödel

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