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Stralsund Isabell Schmidt singt in Greifswald
Vorpommern Stralsund Isabell Schmidt singt in Greifswald
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04:49 15.04.2013

Jetzt steht es fest: Isabell Schmidt, Zweitplatzierte der Casting-Show „The Voice of Germany“ 2012, wird in ihrer Heimatstadt Greifswald ein Konzert geben. Am 4.

September, dem diesjährigen Präventionstag, singt sie auf dem Markt. Eine Stunde zuvor besteht für alle Fans die Möglichkeit, sich in der Caspar-DavidFriedrich-Filiale der Sparkasse ein Autogramm zu holen. Isabell löst damit ein Versprechen ein, das sie Oberbürgermeister Arthur König (CDU) im Dezember während ihrer Eintragung ins Ehrenbuch der Stadt gegeben hatte.

Eine Stunde dauert das Konzert mit Isabell Schmidt. Damit nicht genug: Im Anschluss wird die Gruppe Rockhaus auftreten. Die Band um Sänger Mike Kilian war einst in der DDR angetreten, die Puhdys abzulösen. Das gelang nicht. Dennoch etablierte sich Rockhaus in der Musikszene Anfang der 1980er-Jahre sehr schnell und war auch nach der Wende aktiv. Erst 2011 legte die Formation ihr neues Album „Treibstoff“ vor, aus dem natürlich Hits in Greifswald erklingen werden. Neben den Rockhaus-Gassenhauern singt die Band auch beliebte Klassiker wie „Ich liebe dich“ oder „Disco in der U-Bahn“.

Eintritt ist frei.

„Die Verträge für beide Konzerte haben wir unter Dach und Fach“, erklärte Hans-Jürgen Dabels. Der 60-Jährige ist für weitere drei Jahre als Vorsitzender des Präventionsvereins wiedergewählt worden.

Bereits seit der Vereinsgründung vor 13 Jahren übt er diese Funktion aus. In Mecklenburg-Vorpommern gibt es zwei Präventionsvereine, die erfolgreich arbeiten. Neben dem Greifswalder ist auch einer in Stralsund aktiv. Dieser besteht sogar schon seit 15 Jahren. Sein Ehrenvorsitzender Walter Tauchmann war 2000 Pate bei der Gründung in Greifswald. Bei der Vorstandswahl letzte Woche war er von Dabels herzlich begrüßt worden.

Ziel beider Präventionsvereine ist es, Projekte zu fördern, die sich gegen Gewalt und Ausgrenzung richten. Dafür werden alljährlich nicht unbeträchtliche Summen bei Unternehmen der Region eingeworben. Zu den in Greifswald geförderten Projekten gehörte in der Vergangenheit unter anderem das Jugendstück „Livia 13“ vom Studententheater. Auch das von den Kunstwerkstätten initiierte „Greifswald ist bunt“ sowie eine Reihe von Maßnahmen an Schulen — wie das Antiraucherprojekt der ArndtSchule — freuten sich bereits über finanzielle Zuschüsse des Präventionsvereins. Insgesamt gab es 2012 sechs geförderte Einrichtungen.

Auch 2013 will der Verein sein Engagement fortsetzen. „Dazu erwarten wir neue Anträge“, sagt Christine Dembski, Präventionsbeauftragte von Greifswald. Auch sie arbeitet wieder im Vereinsvorstand mit. Wichtig sei es, sagt sie, dass die Nachhaltigkeit bei solchen Projekten nachgewiesen wird. Außerdem sollten sie aus normaler Vereinsarbeit herausragen.

Was den Präventionstag 2013 betrifft, so wird es vor den Konzerten Präsentationen zu den Themen „Alkohol — wenig ist besser“ und „Sicher im Sattel“ des Landeskriminalamtes geben. Derlei Aktivitäten haben Tradition auf dem Greifswalder Markt. Der zurückliegende Präventionstag im September 2012 stand unter dem Motto „Coole Schule“ und lotste viele junge Leute aufs historische Pflaster.

Im letzten Jahr hatte der Verein allerdings auf ein Konzert verzichtet und die eingeplanten Mittel jenen Jugendinitiativen zugedacht, die aufgrund der Kreisgebietsreform kein Geld mehr vom hochverschuldeten Landkreis Vorpommern-Greifswald überwiesen bekamen. Reinhard Amler

Präventionsverein
der kommunalen Prävention wurde am 13. April 2000 in Greifswald gegründet. Ziel der zurzeit 25 Mitglieder ist es, Projekte zur Vorbeugung, vor allem gegen Gewalt, zu fördern.

Auch 2013 soll das wieder geschehen: Wer ein interessantes Präventionsprojekt plant und dafür finanzielle Unterstützung benötigt, kann unter Angabe von Förderzweck und -ziel sowie einem Kostenplan unter praevention@greifswald.de anfragen.

Beim Präventionstag in Greifswald ist der Eintritt zu allen Konzerten grundsätzlich frei.

OZ

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