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Stralsund Jede Menge Platz zum Spielen: Mehr Flächen für die Jüngsten
Vorpommern Stralsund Jede Menge Platz zum Spielen: Mehr Flächen für die Jüngsten
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00:00 15.10.2016
Der Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Vorpommern, Ulrich Wolff (l.), übergab gestern Vormittag gemeinsam mit Oberbürgermeister Alexander Badrow an die 272 Schüler der Gerhart-Hauptmann-Schule einen neuen Spielplatz. Fotos (2): Christian Rödel

Schöner spielen am Sund: In den kommenden beiden Jahren investiert die Hansestadt weiter in Spielplätze. 2017 werden es 89000 Euro sein, 2018 noch einmal 172000 Euro. Um Geräte zu reparieren oder ihnen mal einen neuen Anstrich zu verpassen, sind zusätzlich jedes Jahr 50000 Euro vorgesehen.

In den kommenden beiden Jahren investiert die Stadt in weitere Anlagen für Kinder / Derzeit gibt es drei Spielplatzbaustellen / Neues Klettergerät für Hauptmann-Schule

Bereits im Jahr 2014 beschloss die Bürgerschaft eine Spielraumentwicklungsplanung, die auch eine Prioritätenliste für vorrangige Maßnahmen auf verschiedenen Spielplätzen in der Stadt enthielt.

Derzeit laufen drei verschiedene „Spielplatzbaustellen“, eine davon befindet sich in der Smiterlowstraße. Dort hat die aus Klein Luckow stammende Mosaik-Künstlerin Jana Wolf in dieser Woche begonnen, gemeinsam mit Kindern ein Mosaik zu gestalten.

Ein riesiger roter Krake soll entstehen, der mit seinen langen Armen ein Holzschiff gekapert hat. Die Herstellung dieser großen Skulptur ist aufwändig, und die Künstlerin hofft, dass der rote Krake mit seinen Mosaikverzierungen noch vor dem Wintereinbruch offiziell übergeben werden kann. Das aus Streckmetall und Betonstahl bestehende Gerüst steht bereits, so dass an einigen Stellen schon der Beton vergossen werden konnte.

An dieser Betonstelle machten sich Julie Zotner (7), Louisa Haberkorn (9) und Leia Schwetzko gemeinsam mit Jana Wolf daran, die ersten Mosaiksteine zu befestigen.

Die Stadterneuerungsgesellschaft unterstützt dieses anspruchsvolle Spielplatzprojekt mit Fördermitteln. „Jana Wolf hat bereits in Grünhufe auf dem Gelände der Schill-Schule ihre künstlerischen Spuren in Form einer großen Plastik hinterlassen“, sagt Verena Schmidt, die als Quartiersmanagerin für die Frankenvorstadt und Grünhufe zuständig ist.

Auch am Kleinen Wiesenweg haben die Bauarbeiten für einen neuen Spielplatz begonnen. In diesem Baugebiet befinden sich bereits drei Plätze mit einer Gesamtfläche von 5000 Quadratmetern. Doch da sich dieses Wohngebiet noch immer weiterentwickelt, ist der Bedarf für eine weitere Spielfläche vorhanden. Der neue Platz ist vor allem für Kinder zwischen sechs und zwölf Jahren gedacht – allerdings gibt es auch für die Jüngsten ein paar Spielgeräte. Die Gesamtkosten betragen 150000 Euro. Wenn alles nach Plan läuft, gibt es für die Kinder in der Tribseer Vorstadt ein Weihnachtsgeschenk, denn bis Dezember sollen alle Arbeiten abgeschlossen sein.

Im Spielraumentwicklungsplan sind auch Verbesserungen für Kinder und Jugendliche in der Tribseer Siedlung festgehalten – ganz konkret auf dem Platz an der Alten Richtenberger Straße. Dort starten am Montag die Bauarbeiten. Eine Befragung der Schüler der Hermann-Burmeister-Regionalschule im Sommer dieses Jahres hatte ergeben, dass sich die Kinder bessere Spielbedingungen für sportliche Aktivitäten wünschen. Dieser Wunsch wird nun erfüllt.

Während der ersten Phase der Umgestaltung soll eine neue Rasenfläche angelegt werden, außerdem wird ein Bereich für einen Unterstand und eine Tischtennisplatte gepflastert. Vorgesehen ist auch eine Sitzecke unter Bäumen mit Hängematten und mehreren Slacklines. Das sind Seile, die in Bodennähe von Baum zu Baum gespannt werden und auf denen balanciert werden kann. 2017 kommen dann noch eine Asphaltfläche für Basketball und verschiedene Spielgeräte hinzu.

Damit nicht genug der taufrischen Klettermöglichkeiten: Denn ein neues Spielgerät können seit gestern die 272 Mädchen und Jungen der Gerhart-Hauptmann-Grundschule in Beschlag nehmen.

Pläne für weitere Bauarbeiten und Umgestaltungen von Spielplätzen für die nächsten beiden Jahre gibt es bereits. Unter anderem soll es eine Spielplatzerweiterung bei der Alten Zuckerfabrik geben.

Außerdem sind am Amanda-Weber-Ring Sport- und Spielgeräte für die Größeren ab dem 12. Lebenjahr vorgesehen.

Neue Spielplätze am Sund

115 Spielplätze gibt es in der Hansestadt insgesamt, davon sind 76 in kommunaler und 39 in privater Hand.

Für 2017 ist eine Investition von 89000 Euro geplant. Noch einmal 172000 Euro sind es 2018.

50000 Euro pro Jahr werden zur Verfügung gestellt für laufende Wartungs- und Reparaturarbeiten.

3 Spielplatzbaustellen gibt es derzeit in Stralsund.

Am Kleinen Wiesenweg, an der Smiterlow- und der Alten Richtenberger Straße entstehen neue Spielflächen.

Christian Rödel und Miriam Weber

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