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Stralsund Jetzt doch! Erweiterung des Stralsunder Strelaparks rückt näher
Vorpommern Stralsund Jetzt doch! Erweiterung des Stralsunder Strelaparks rückt näher
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17:51 12.02.2019
Der Strelapark Stralsund könnte in den nächsten Jahren nun doch erweitert werden, wenn die Gemeindevertretung von Kramerhof und die Stralsunder Bürgerschaft dem Vorhaben zustimmen. Quelle: Benjamin Fischer
Stralsund/Kramerhof

Nach jahrelangem Ringen um eine Erweiterung des Strelaparks liegt nun ein Vertragsentwurf vor, mit dem eine Vergrößerung des Einkaufstempels in greifbare Nähe rücken könnte. Über das Papier hatten Vertreter der Stralsunder Stadtverwaltung und der Gemeinde Kramerhof monatelang verhandelt. Um den Deal perfekt zu machen, soll am kommenden Dienstag zunächst die Gemeindevertretung Kramerhof darüber abstimmen, anschließend ist die Stralsunder Bürgerschaft dran.

Bis dahin ist aber Vorsicht geboten: Denn bereits im vergangenen Sommer war die schon sicher geglaubte Fusion zwischen Stralsund und der Gemeinde Altefähr, die ebenfalls mit einem Gebietsänderungsvertrag hätte besiegelt werden sollen, von der Gemeindevertretung dort am Schluss überraschend abgelehnt worden.

Wie aus dem Entwurf des Vertrages, der nun zwischen Kramerhof und Stralsund geschlossen werden soll, hervorgeht, muss die Stralsunder Stadtverwaltung 2,5 Millionen Euro an die Gemeinde überweisen. Im Gegenzug würde die Hansestadt verschiedene Flächen mit einer Gesamtgröße von knapp einem halben Quadratkilometer bekommen, die bisher zu Kramerhof gehören – dazu zählen der Hansedom, ein Großteil der Grundstücke direkt am Strelapark-Gebäude sowie das Areal, auf dem vor Jahren der kühne Traum von einer Stralsunder Stadthalle hätte Wirklichkeit werden sollen. Allerdings verpflichtet sich die Stadtverwaltung, zugleich einen Bebauungsplan aufzulegen, auf dessen Grundlage die Erweiterung des Strelaparks umgesetzt werden kann. Der Neubau, mit dem das Einkaufscenter vergrößert werden soll, würde dann auf dem Territorium Stralsunds errichtet werden. Dem Vertragsentwurf zufolge soll die Verkaufsfläche um 5500 Quadratmeter anwachsen und die Anzahl der Parkplätze um 400 erhöht werden.

Das Vorhaben war zuletzt vor acht Jahren von zwei Gerichten mit der Auflage gestoppt worden, dass die Stralsunder Stadtverwaltung zunächst ein Einzelhandelskonzept vorlegen müsse, aus dem hervorgeht, welche Effekte eine Erweiterung des Strelaparks für die Stralsunder Innenstadt hätte. Auch die Auswirkungen auf die Umlandgemeinden müssen darin berücksichtigt werden. Zuvor hatte sich die Stralsunder Bürgerschaft gegen eine Erweiterung des Strelaparks ausgesprochen, um die Innenstadthändler zu schützen.

Nach Ansicht von Torsten Grundke, dem geschäftsführenden Gesellschafter des Media Marktes, der seit der ersten Stunde im Strelapark ansässig ist, hat sich die Stralsunder Innenstadt inzwischen so gut entwickelt, dass eine Erweiterung auf der grünen Wiese kein Problem mehr darstellen würde. „Der Strelapark braucht ein zusätzliches Angebot.“ Beispielsweise fehle eine Kette, die Bekleidung im mittleren Preissegment und verschiedene bekannte Marken in diesem Bereich anbiete, sagte er.

Auf den Land, auf dem einst die Stadthalle gebaut werden sollte, will Badrow dem Vertragsentwurf zufolge ein zusätzliches Baugebiet für Ein- und Mehrfamilienhäuser schaffen. Ein Teil der Kleingärten dort hätte in diesem Fall keine Zukunft. Weitere angrenzende Grundstücke, die ebenfalls für eine Bebauung genutzt werden sollen, gehören bereits seit Langem der Stralsunder Wohnungsbaugesellschaft (SWG), unterliegen bisher aber der Planungshoheit der Gemeinde Kramerhof, die dort keine Wohnhäuser haben wollte.

Benjamin Fischer

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