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Junge Förderschüler ziehen an die Vogelwiese

Stralsund Junge Förderschüler ziehen an die Vogelwiese

Das neue Haus II der IGS Grünthal wird eine energetische Sparbüchse.

Stralsund. Die dritten und vierten Klassen des Sozialpädagogischen Förderzentrums werden vom kommenden Schuljahr an in der Vogelwiese 84 unterrichtet. Darüber informierte am Dienstagabend Steffen Grieser, Leiter der Abteilung Schule, Sport und Zentrales Gebäudemanagement, die Mitglieder des Bürgerschaftsausschusses für Bildung, Kultur und Sport. „Die Schulkonferenz hat sich ebenso wie der zuständige Schulrat für diese Lösung ausgesprochen“, betonte er.

Damit ist die Lambert-Steinwich-Schule als Unterrichtsort für die jüngsten Förderschüler in Stralsund vom Tisch. Ausgangspunkt für die Suche nach einer tragfähigen Lösung des Problems war der in den vergangenen Jahren viel diskutierte Gebäudetausch zwischen Montessori-Grundschule und Förderzentrum. Der ist inzwischen teilweise vollzogen.

Neue Heimat der Montessori-Pädagogik ist seit diesem Schulhalbjahr die komplett sanierte Lambert-Steinwich-Schule An den Bleichen. Dort war in den vergangenen Jahren das Sozialpädagogische Förderzentrum zuhause, dessen Schüler während der Bauzeit in den letzten Monaten in einer alten Plattenbau-Schule in der Arnold-Zweig-Straße unterrichtet wurden.

Bis zum Schuljahresbeginn 2013/2014 soll für die Förderklassen fünf bis neun die ehemalige Montessori-Schule (Kleine Parower Straße) hergerichtet sein. Allerdings reichen die Räume dort nicht aus, weswegen auch die Diesterweg-Schule in unmittelbarer Nachbarschaft mitgenutzt wird. Bislang seien auch noch nicht alle Platzprobleme gelöst, erklärte Grieser, man sei aber auf gutem Weg.

Unabhängig davon, dass die dritten und vierten Förderklassen in das Haus an der Vogelwiese ziehen, wo zuletzt Montessori-Hort und -Kita untergebracht waren, die jetzt mit in die Lambert-Steinwich-Schule gezogen sind, strebt das Förderzentrum natürlich eine einheitliche Lösung für ihre Schule an. Vorgeschlagen werden ein Anbau bzw. ein so genannter Container auf dem Gelände an der Kleinen Parower Straße.

Ute Bartel, die für die SPD im Bürgerschaftsausschuss für Bildung, Kultur und Sport sitzt, betonte, dass alles für die Qualität des Unterrichts am Förderzentrum getan werden müsse.

Sie schlug vor, den Oberbürgermeister prüfen zu lassen, ob und unter welchen Bedingungen ein einheitlicher Standort für das Förderzentrum machbar ist. Grieser hatte zuvor informiert, dass die Umsetzung einer Container-Lösung etwa anderthalb Jahre Zeit brauche.

Gerd Riedel (Wählergruppe Adomeit) gab zu bedenken, dass sich möglicherweise die Mädchen und Jungen an der Vogelwiese so wohl fühlen werden, dass sie dort gar nicht wieder weg wollen.

Andererseits gab es im Ausschuss auch Argumente, dass niemand wisse, wie sich das Schulsystem Mecklenburg-Vorpommerns auch vor dem Hintergrund der so genannten Inklusion (gemeinsamer Unterricht von behinderten und nicht behinderten Schülern) in den nächsten Jahren entwickelt. Hinzu kommt die Verantwortlichkeit des Landkreises für die Schulentwicklungsplanung. Letztlich einigte sich der Ausschuss auf den Prüfauftrag für den Oberbürgermeister.

Weit fortgeschritten sind inzwischen die Pläne für das Haus II der Integrierten Gesamtschule Grünthal. Bereits im Herbst soll der alte Plattenbau abgerissen werden. Der Baubeginn für das neue Gebäude ist für den Frühling 2014 geplant. Insgesamt werden 4,7 Millionen Euro investiert.

Die Entwürfe für das dreigeschossige Haus stammen aus der Feder eines Rostocker Büros, das in Stralsund bereits die Schill-Turnhalle entworfen hat. Vorgesehen ist ein Gebäude mit äußerst effizienter Energieausnutzung.

„Die Ingenieure sagen, die Heizungskosten pro Jahr werden bei 2500 Euro liegen. Daran glaube ich zwar nicht ganz, aber wenn es 5000 Euro sind, ist das immer noch enorm. Die Heizkosten vergleichbarerer konventioneller Bauten sind zehnmal höher“, meint Steffen Grieser.

Die Schulkonferenz hat sich ebenso wie der zuständige Schulrat für diese Lösung ausgesprochen.“Srteffen Grieser, Abteilungsleiter Schule, Sport und Zentrales Gebäudemanagement

Jens-Peter Woldt

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An Stelle eines alten Plattenbaus, der abgerissen wird, soll in Stralsund eine „energetische Sparbüchse“ entstehen.

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