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Stralsund Junge Künstler im Aufwind
Vorpommern Stralsund Junge Künstler im Aufwind
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00:01 23.02.2017
Marie (v.l.), Maja, Tessa, Marisa und Rike gehören bei Robert Anderle in der Fälscherwerkstatt zu den ersten Nutzern des Ofens. Quelle: Fotos: Wenke Büssow-Krämer
Stralsund

Der neue Brennofen läuft bereits auf Hochtouren und die Ernennung zur staatlichen anerkannten Kinder- und Jugendkunstschule in Mecklenburg-Vorpommern ist bestätigt. Mit vielen guten Nachrichten startet die Jugendkunstschule somit ins neue Kurssemester. „Die Bewerbung als staatliche anerkannte Jugendkunstschule wurde bereits im Herbst 2015 in die Wege geleitet, jetzt haben wir es schwarz auf weiß“, berichtet Tanja Pfefferlein. Ausschlaggebend dafür waren sowohl die Qualifikation der Mitarbeiter wie auch das Kursangebot. „Für uns ist es ein Qualitätssiegel, das auszeichnend ist“, sagt die Leiterin der Jugendkunstschule. Mit der Ernennung hofft man nun auf vereinfachte Förderungsprozedere.

Jugendkunstschule erhält staatliche Anerkennung und kann zum Semesterstart den neuen Brennofen in Betrieb nehmen.

Denn wie lange es dauert, bis sich Wünsche erfüllen, zeigt die Geschichte des Brennofens. Bereits 2015 wurden Spenden für ein neues Exemplar gesammelt. Immer wieder fiel das alte, in die Jahre gekommene Gerät aus, sodass die Kurskinder lange auf die Vollendung ihrer Kunstwerke warten mussten. Vor einigen Wochen kam das endgültige Aus. „Das neue Gerät kam da gerade rechtzeitig“, sagt der künstlerische Leiter Robert Anderle. Über 6000 Euro mussten dafür aufgebracht werden.

Nur mit Hilfe vieler privater Unterstützer, des Stralsunder Sängerbunds, des Ökosozialfonds des Bündnis 90/Die Grünen oder des Lions Clubs Stralsund, war diese Anschaffung möglich. Doch stand die Jugendkunstschule mit der höheren Leistungsfähigkeit des Brennofens gleich wieder vor der nächsten Herausforderung, denn die machte eine kostspielige Erweiterung der Elektrik notwendig. Initiiert von Landrat Ralf Drescher sprang hier die Sparkassenstiftung mit 3000 Euro ein. „Kultur, Sport und Jugend sind uns auch in der Sparkassenstiftung wichtig“, erklärte Ralf Drescher, der dann auch gleich den Startknopf für den ersten Brennvorgang drückte.

Zur Ruhe kommen dürfte der Ofen so schnell jedenfalls nicht mehr. Die Werkstatt ist voll mit Exponaten, die auf den letzten Schliff warten. „Drei Mal wöchentlich haben wir hier Kinder zum Kurs „Quatschen und Matschen“, dazu kommt noch die „Fälscherwerkstatt“ und auch das offene Atelier ist auf das Gerät angewiesen“, erklärt Robert Anderle. „Immerhin müssen die Werke nach dem Brennvorgang im Ofen auf Zimmertemperatur abkühlen, was über zwei Tage dauert. So geht er danach gleich wieder in Betrieb.“ Ein Blick lohnt sich aber auch auf die neuen Angebote im aktuellen Programmheft des Sommersemesters.

„Bunte Töne“ oder „Picasso tanzt“ bieten da beispielsweise Möglichkeiten, Tanz, Malerei und Lithografie zu verbinden, beziehungsweise, sich bei dem einen für das andere inspirieren zu lassen. „Wir laden aber auch zu neuen Workshops ein, mit denen wir austesten, wie die Themen ankommen und ob sich daraus ein Kurs etablieren kann“, berichtet Tanja Pfefferlein.

Kurse sind dabei in der Jugendkunstschule für Flüchtlingskinder übrigens kostenlos. Und mit der Galerie „Circus eins“ hat die Jugendkunstschule in Putbus einen weiteren Standort gefunden.

Marktplatz Kultur und Schule

Ausgezeichnet mit dem Förderpreis Marktplatz Kultur und Schule wurde die Schule „Am Burgwall“ in Garz auf Rügen, die sich unter sieben Bewerbern durchsetzte.

Die Nachhaltigkeit und die Beteiligungsorientierung des Projektes überzeugten die Jury, bestehend aus dem stellvertretenden Landrat Manfred Gerth, Kunsthistorikerin Heike Carstensen, Arne Papenhagen, Fachstelle Kultur und Bildung und Antonia Linea Huhn vom Kreisschülerrat.

StreetArt auf dem Schulhof wollen die Schüler hier umsetzen und damit eine lockere Verbindung zwischen der Grundschule und der Regionalen Schule schaffen.

Den Preis in Höhe von 500 Euro verdoppelt der Lions Club Ribnitz-Damgarten, sodass für den Projektstart im Rahmen des Ganztagsunterrichtes 1000 Euro zur Verfügung stehen.

Robert Anderle von der Jugendkunstschule wird Schule und Schüler bei der Umsetzung ihrer Pläne beraten und unterstützen.

Wenke Büssow-Krämer

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