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Junge Leute lassen die Bienen summen

Niepars Junge Leute lassen die Bienen summen

Forum will sich selbst ein Volk zulegen und bringt frischen Wind in den Amtsbereich

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Holger Iffland von der Edis überbrachte jeweils 250 Euro an Amtswehrführer Siegfried Krüger, Bürgermeister Fred Schulz-Weingarten und den leitenden Verwaltungsbeamten Peter Forchhammer.

Niepars. Alle zwei Wochen treffen sich die Mitglieder des Jugendforums, um gemeinsam auszuloten, wie sie sich in ihrem Umfeld einbringen können. Wenn dann Diskussionen um den Einsatz von Insekten- und Unkrautvernichtungsmitteln die Medien dominieren, wollen auch die jungen Leute nicht untätig bleiben. „Da auch immer wieder über das Bienensterben berichtet wird, kamen wir auf die Idee, uns selbst ein Bienenvolk zuzulegen“, erklärte die 16-jährige Cindy Doradzillo. Dieses Vorhaben hat sich das Jugendforum für das kommende Jahr ganz nach oben auf ihre Liste gesetzt.

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Forum will sich selbst ein Volk zulegen und bringt frischen Wind in den Amtsbereich

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Aktive Jugend willkommen

Das Jugendforum ist jederzeit offen für interessierte junge Leute, die aktiv werden und auch ein Wörtchen mitreden wollen. Jeweils am ersten und dritten Samstag im Monat ist der Treff in Niepars angesetzt. Im Haus des „Demokratie leben“-Projektes kommen dann auch politische Themen auf den Tisch oder wird der Graffiti-Workshop weitergeführt.

Spätestens im Frühjahr wollen die Mitglieder mit ihren Vorbereitungen beginnen. „Ein Imkerkurs ist da ein erster Schritt, um unser Projekt zu starten“, betonte Cindy. Den wollen dann auch die Jugendforums-Mitglieder Anabel Zühr, Stella Garnisch und Anna Dettmann gemeinsam mit Kristina Freyberger, Koordinatorin des Projektes „Demokratie leben“, belegen. „Wir hoffen, dadurch auch andere zu motivieren, sich mit diesem Thema zu beschäftigen“, sagte Anabel Zühr.

Denn dass Bienen eine wichtige Aufgabe in der Natur haben, haben die Schülerinnen längst begriffen. „Das Projekt ist wichtig, da viele ein falsches Bild von den Bienen haben“, sagte Stella Garnisch.

„Für die meisten sind sie lästig, da sie stechen könnten.“ Doch weniger Bienen bedeuten weniger bestäubte Blüten und somit fruchtlose Obstbäume. „Die Leute müssten wissen, dass man ohne Bienen nicht überleben kann“, sagt Anabel. Und daher soll ihr Projekt dann möglichst auch über die Grenzen des Amtsbezirkes von sich reden machen. „Der Honig könnte es dann bekannter machen, wenn wir dafür beispielsweise ein schönes Logo entwickeln“, blickte Stella schon mal voraus.

Das Jugendforum hofft nun auf baldige fachkundige Unterstützung. „Bisher wissen wir auch noch nicht, wo wir die Bienen dann aufstellen werden. Auch dazu werden wir uns beraten lassen“, sagte Stella.

Dazu können sich auch gerne Imker melden, die bereit sind, ihr Knowhow zur Verfügung zu stellen. Und natürlich freut sich auch das Jugendforum über weitere begeisterungsfähige Mitglieder. „Jede weitere Hand kann unsere Projekte größer machen“, sagte Anabel.

Derzeit sind die Schülerinnen außerdem in einem Graffiti-Workshop unter professioneller künstlerischer Anleitung von Robert Anderle von der Jugendkunstschule aktiv. Aber auch ein Anti-Gewalt-Projekt für Grundschulen möchten die Jugendlichen im kommenden Jahr auf den Weg bringen.

Der Ehrgeiz des Jugendforums hat auch die Aufmerksamkeit der Edis erregt. „Für uns sind Kinder und Jugendliche besonders wichtig“, begründete Regionalbereichsleiter Holger Iffland. „Nur wenn wir uns jetzt um den Nachwuchs bemühen, können wir die Leute auch in der Region halten.“ Zum Jahresende hat die Edis deshalb nochmals Herz und Spendentopf geöffnet und für jene Projekte, die den Kindern zugute kommen, jeweils 250 Euro ausgeschrieben. Diese Finanzspritze soll nun den Grundstein für das Bienenprojekt des Jugendforums bilden.

Aber auch die Feuerwehr der Gemeinde Groß Kordshagen konnte sich über diese Summe für die Arbeit der Jugendfeuerwehr freuen. „Zehn Prozent unserer Einwohner sind mit der Feuerwehr verbunden“, sagte Amtswehrführer Siegfried Krüger. „Da ist natürlich auch die Jugendarbeit enorm wichtig, um die Kinder an die Feuerwehr ranzuführen.“ So brachte kürzlich, wie immer im Advent, der Weihnachtsmann selbstverständlich mit dem Feuerwehrauto die Überraschungen für die Kinder mit.

Auch die Gemeinde Pantelitz hatte sich für eine Spende bei der Edis beworben. Dort soll im Frühjahr auf dem Sportplatz auch wieder ein Basketballkorb seinen Platz finden und an der Badestelle in Pütte soll ein neues Netz den Beachvolleyballplatz wieder nutzbar machen. Darum wurden 250 Euro dankbar angenommen.

Wenke Büssow-Krämer

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