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Stralsund Junge Leute sind gern in Stralsund
Vorpommern Stralsund Junge Leute sind gern in Stralsund
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00:00 24.03.2014
Das Younior-Hotel in Stralsund gibt es seit 2008. Quelle: Fotos: Wenke Büssow-Krämer
Stralsund

Das Frühjahr ist bevorzugte Reisezeit für Schulklassen. Und da boomt es in Stralsund regelrecht, denn die Hansestadt verfügt gleich über zwei Häuser, die maßgeschneiderte Programme für junge Gäste anbieten. Zum einen ist das die Jugendherberge Devin, zum anderen das Younior-Hotel. Beide Häuser sind mit der derzeitigen Belegung sehr zufrieden.

„Zu uns kommen Gäste aus ganz Deutschland. Auch skandinavische Jugendliche und selbst eine Gruppe aus Amerika haben sich 2014 angemeldet“, berichtet die Leiterin der Deviner Herberge, Christiane Heinichen. Weit über einhundert junge Leute können in der Hochsaison in den meist Vier-Bett-Zimmern unterkommen.

Ebenso zufrieden klingt auch Gerd Marthiens, Geschäftsführer im Younior-Hotel. „Bei uns sind Schüler ab der achten Klasse aufwärts zu Gast“, sagt er. Interessant ist, dass nur ein geringer Prozentsatz aus dem eigenen Bundesland kommt. Meist haben sie eine längere Anreise.

Im Schnitt bleiben Gruppen fünf Tage. Es gibt aber Ausreißer nach unten und oben. Für ein Wochenende oder gleich 14 Tage melden sich vor allem Sportvereine, Chöre oder Theatergruppen an. Marthiens führt die gute Auslastung vor allem auf Programme zurück, die sein Haus gemeinsam mit Einrichtungen der Stadt anbietet. „So machen wir viel mit dem Theater und der Kartenfabrik“, erklärt er. Mit den Theaterprofis studieren Gruppen oft in tagelanger Arbeit Stücke ein, die sie dann in ihrer Heimat präsentieren. „Altersgerechte und thematische Stadtführungen und natürlich Besuche in den Museen werden vor allem bei Kleineren als Highlights empfunden. Das 2008 eröffnete Younior-Hotel punktet auch mit seiner Innenstadtnähe, dem Sportplatz und der Beach-Anlage.

Zurzeit ist dort eine sechste Klasse aus dem brandenburgischen Grünhaide zu Gast. „Hier gibt es einfach tolle Angebote in historischer Umgebung. Deshalb waren aus unserer Schule schon viele Klassen in Stralsund“, schwärmt Lehrerin Silvia Mohrmann. Sie hat sich gern überreden lassen, hierher zu fahren.

Auch in der Jugendherberge erwarten die Gäste natürlich intensive Betreuung. „Unser Angebot reicht von Erlebnisprogrammen für Klassen, Familienfreizeiten bis zu Yoga-Wochenenden. „Es gibt sogar Stralsunder, die sich bei uns eine Auszeit gönnen“, erzählt Heinichen.

Das Hauptgeschäft wendet sich jedoch immer noch an Schulklassen, die Programme mit Strandwanderung, Museumsbesuch, Stadtführung, Lagerfeuer und Diskonacht erwarten. Bis auf Weihnachten hat die Jugendherberge das ganze Jahr geöffnet. Und wenn an Feiertagen und in den Ferienzeiten die Schüler ausbleiben, richtet sich das Angebot gezielt an Familien. Die Silvester-Familienfreizeit hat sich inzwischen zu einem beliebten Treffpunkt von Gästen aus ganz Deutschland etabliert.

Auf dem naturnahen Gelände in Devin rollen übrigens noch in diesem Jahr die Bagger an. Dann soll auch der Plattenbau-Charme des Hauses 8 endlich der Vergangenheit angehören. Entstehen werden bis Ostern 2015 zwei einzelne Gebäude, die optisch den anderen angepasst werden.

Auch in Stralsund verfolgt man natürlich die Entwicklung in Niedersachsen. Dort bedrohen Stundenkürzungen bei Lehrern die Klassenfahrten. „Dies hat bislang für uns in Mecklenburg-Vorpommern nur geringe Auswirkungen“, sagt Herbergsleiterin Christiane Heinichen. „Wenn die Nachbarn nächstes Jahr nicht zu uns kommen, tun es andere.“ Es drohe aber die Gefahr, sagt sie, dass bereits gebuchte Fahrten fürs zweite Halbjahr 2014 abgesagt werden. Die Plätze können dann nicht mehr vergeben werden. Wirklich dramatisch sei die Entwicklung bisher jedoch nur für Niedersachsen selbst, weiß

Heinichen, weil für Fahrten von Grundschulen nur im selben Bundesland stattfinden dürfen. Der Jugendherbergsverband in Niedersachsen hat bereits einen Verlust von 25000 Übernachtungen für 2014 prognostiziert.



Wenke Büssow-Krämer

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