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Stralsund Coffee to go: Auch Stralsund will keine Pappbecher mehr
Vorpommern Stralsund Coffee to go: Auch Stralsund will keine Pappbecher mehr
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11:15 09.02.2019
Um den Wiedererkennungswert der Becher zu steigern, soll eine spezielle Stralsund-Edition der Recup-Becher entwickelt werden. Quelle: Miriam Weber
Stralsund

Unterstützung gegen die Flut an Pappbechern aus Kaffeeläden: Jetzt plant die Stadtverwaltung ein Projekt zur Verminderung der umweltschädlichen Einweg-Becher. Deshalb soll nun in Stralsund das Pfandbechersystem, das das Unternehmen Recup entwickelt hat, möglichst breit eingeführt werden.

Um die Akzeptanz und die Verbreitung des Pfandsystems rasch zu verbessern, können die ersten 20 Recup-Partner in Stralsund von Mitteln aus dem Förderprogramm des Bundes „Land(auf)Schwung“ profitieren. Daraus soll den Bäckereien, Restaurants und Cafés, die sich zuerst bewerben, die Recup-Systemgebühr von einem Euro am Tag erstattet werden. 7300 Euro an Fördermitteln werden dafür bereitgestellt. Weitere 7300 Euro stehen für 20 Kaffeeläden und Bäckereien auf der Insel Rügen parat. Die Mittel sind vom Tourismusverband Rügen, dem Biosphärenreservat Südostrügen und der Hansestadt Stralsund gemeinsam beantragt worden.

Bis zu 320 000 Einweg-Becher gehen laut der Deutschen Umwelthilfe in Deutschland stündlich über die Ladentheken und landen nach der Benutzung im Müll oder auf der Straße. Vor allem während der Urlaubssaison wird dies regelmäßig auch in Stralsund und auf Rügen zu einem Problem. Recup will das verhindern. Mit einem Pfandzuschlag von einem Euro erhält der Kunde sein gewünschtes Heißgetränk deshalb im Mehrweg-Becher – ähnlich wie beim Glühweinbecher auf dem Weihnachtsmarkt. Im Anschluss kann der Becher bei jedem der Kooperationspartner wieder abgegeben werden. Den Pfand gibt’s dann zurück. In Stralsund ist das System nicht mehr ganz unbekannt. Schon seit geraumer Zeit haben die Cafés „Monopol“ und „Südwest“ in der Altstadt die Mehrwegbecher im Programm. Im Monopol wird seitdem für jeden Pappbecher ein kleiner Aufpreis fällig.

„Zusätzlich zu den Systemgebühren erhält jeder Partnerladen einmalig ein Startset mit 250 Bechern“, sagt Stephan Latzko, der Klimaschutzbeauftragte der Stralsunder Stadtverwaltung. „Es gab bereits einige Anmeldungen von regionalen Unternehmen. Mit denen sind wir nun im Gespräch, einige mussten wir aber ablehnen, denn nicht jede Bäckerei ist für das System geeignet. Werden nicht mindestens zehn bis fünfzehn Tassen pro Tag verkauft, rechnet sich die Umstellung nicht“, sagt Latzko.

Um den Wiedererkennungswert der Becher zu steigern, soll eine spezielle Stralsund-Edition entwickelt werden. Das Design stecke jedoch noch in der Entwicklungsphase. Typische Wahrzeichen wie das Stralsunder Rathaus oder die Rügenbrücke würden sich Latzkow zufolge aber in der engeren Auswahl befinden.

Das Münchener Unternehmen Recup hat bisher nach eigenen Angaben in rund 200 Städten insgesamt eine halbe Million Becher im Umlauf. „Uns war es wichtig, ein weiterer Baustein eines bereits bestehenden Pfandsystems zu werden. Wir wollten keine Extra-Wurst“, sagt Latzkow. Gemeinsam mit Recup hatte es bereits im vergangenen Jahr eine Informationsveranstaltung für die Händler gegeben. „Damals erschienen allerdings nur wenige interessierte Unternehmen“, erklärt Latzko. Auch eine weitere Info-Veranstaltung am vergangenen Donnerstag war extrem schlecht besucht.

Einer der neuen Recup-Teilnehmer in Stralsund ist die Backfactory. Franchisenehmer René Küther ist bundesweit der Erste der Bäckerei-Kette, der in das Pfandsystem einsteigt. Küther: „Es war ein langer Weg, bis wir nun mit unserer Filiale im Recup-System dabei sein können. Wir sind quasi ein Testversuch, bei Erfolg könnte das System durchaus in weiteren Backfactory-Filialen umgesetzt werden.“ Küther kritisierte aber ebenfalls die geringe Teilnahme anderer Händler an der Info-Veranstaltung am Donnerstag.

Erste Erfolge mit Recup gibt es in Vorpommern bereits. In Greifswald läuft das System seit rund drei Monaten. Die Startphase ist dort ebenfalls subventioniert worden. In diesem Fall sogar mit 10 000 Euro. 8500 Becher sind der Stadt bis jetzt im Umlauf. Die Zahl der teilnehmenden Läden stieg dort auf bislang 21, während sich die Anzahl der Einwegbecher halbiert hat. Nicht dabei ist auch in Greifswald weiterhin die Bäckereikette „Junge“, die eigene Mehrwegbecher im Angebot hat.

Rosa Ahrenberg

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