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Karnin steckt 70000 Euro in Kita-Anbau

Karnin steckt 70000 Euro in Kita-Anbau

Gemeinde kann Investition für die Umgestaltung im „Zwergenhaus“ nur mit Kredit stemmen

Karnin. Die Erweiterung der Kindertagesstätte in Karnin (die OZ berichtete) ist für die kleine Gemeinde des Amtes Barth ein Kraftakt. Denn 70000 Euro muss die Kommune als Eigenanteil auf den Tisch legen. 275000 Euro werden insgesamt investiert.

 

OZ-Bild

Wir haben in den letzten Jahren nie auf fremdes Geld gesetzt. Doch jetzt geht es nicht anders.Diana Billey, Bürgermeisterin

Quelle: Foto: Oz

„Natürlich hat die Gemeinde einen Fördermittelantrag gestellt, dieser wurde auch bewilligt. Im Dezember bekamen wir die Zusage für 206970 Euro“, sagt Bürgermeisterin Diana Billey (parteilos) und betont gleichzeitig, dass man den Eigenanteil nicht schultern könne, ohne einen Kredit aufzunehmen. „Wir haben zwar in den letzten Jahren immer versucht, ohne fremdes Geld auszukommen, aber jetzt geht es nicht anders. Für uns hat die Investition in die Kita absolute Priorität, denn die Kinder sind uns wichtig“, setzt das Gemeindeoberhaupt auf die Familien, die gern in der Gemeinde leben wollen. Die 51-Jährige hofft, dass die Ausschreibungen jetzt gut über die Bühne gehen. Dann könnte ab Mai gebaut werden.

Die kleine Kita Zwergenhaus in Karnin platzt aus allen Nähten. Das hatte auch Tino Borchert vom Verein Lebensräume auf OZ-Anfrage bestätigt. 24 Mädchen und Jungen werden in der Einrichtung des Zarrendorfer Vereins bisher von vier Erziehern und einer Hauswirtschaftskraft täglich betreut und umsorgt, und einige Familien stehen auf der Warteliste.

Bei dem Umbau geht es aber nicht in erster Linie um die Schaffung von mehr Kapazitäten, denn durch den Anbau entstehen nur drei neue Krippenplätze. So werden im „Zwergenhaus“ dann zwölf Lütte bis zum Alter von drei Jahren und 15 Kindergartenknirpse betreut. Mit der Baumaßnahme soll vielmehr die insgesamt beengte Situation im Haus aufgelöst werden.

Krippen- und Kindergartenbereich werden künftig getrennt ihre Gruppen- und Schlafräume sowie ihre Sanitärbereiche haben. Das war im Zuge der Betriebserlaubnis eine wichtige Forderung, um die Plätze langfristig zu erhalten und den Bestand zu sichern.

Während bei der Kita-Umgestaltung nun Gemeinde und Lebensräume-Verein gemeinsam ans Werk gehen, will der Kita-Träger nach Abschluss des Umbaus in Eigenregie unbedingt noch die Außenanlagen auf Vordermann bringen. Ein richtig toller Spielplatz soll da für die Karniner Zwerge gebaut werden, so der Wunsch von Vereins-Geschäftsführer Tino Borchert.

Karnin mit dem Ortsteil Friedrichshof gehört mit rund 200 Einwohnern eher zu den kleinen Gemeinden im Landkreis Vorpommern-Rügen. Im letzten Jahr hat der Ort, der vom Amt Barth verwaltet wird, seinen 775. Geburtstag gefeiert. Beim Festumzug war auch die Kita vertreten. Die Einrichtung wurde 1994 vom Elternverein „An der Uhlenbäk“ – der zählte damals 20 Mitglieder – gegründet und viele Jahre betrieben. Kinder aus Groß Kordshagen und Karnin besuchen seit dem das Haus. Erst 2013 übernahm der Zarrendorfer Verein Lebensräume den Mini-Kindergarten.

Ines Sommer

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