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Stralsund Kaum Wartezeit auf Pflegeplatz am Sund
Vorpommern Stralsund Kaum Wartezeit auf Pflegeplatz am Sund
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00:00 16.06.2016

Im Landkreis Vorpommern-Rügen gibt es für pflegebedürftige Senioren 27 vollstationäre Pflegeeinrichtungen mit insgesamt 2352 Pflegeplätzen und 53

Schwankungen bei der Länge der Warte-

listen sind nicht ungewöhnlich.“Stefan Brunke, KerVita

Kurzzeitpflegeplätzen.

Diese Zahlen nutze der Fachdienst Soziales des Landratsamtes für seine Planungen, wie Stefan Brunke, Fachdienstleiter, erklärt. Den Schwerpunkt bildet dabei die Hansestadt Stralsund. Dort haben acht der 27 Pflegeeinrichtungen ihren Standort, und dies mit einer Kapazität von insgesamt 750 Pflegeplätzen und 22 Kurzzeitpflegeplätzen. Gute Voraussetzungen also für jene, die einen Pflegeplatz am Sund suchen. Sabine Schwanz kann das für ihre Einrichtungen bestätigen. „Wir haben im Prinzip keine Wartezeiten, können in etwa drei bis 14 Tagen reagieren, wenn ein Pflegeheimplatz benötigt wird“, sagt die Geschäftsführerin der Stralsunder Wohlfahrtseinrichtungen (WFE). Immerhin verfügen die WFE über fünf Pflegeeinrichtungen mit 464 Plätzen. „Klar können da auch besondere Wünsche geäußert werden für einen Platz in einem der Heime“, sagt Sabine Schwanz. Immer wieder gern nachgefragt werde da unter anderem das Alten- und Pflegeheim „Rosa Luxemburg“ in der Hafenstraße.

Eine Warteliste gibt es bei den WFE nur, wenn aus einem Zweibettzimmer heraus der Wunsch nach Verlegung in ein Einzelzimmer geäußert wird. Die Doppelzimmer gibt es im Heim „Am Stadtwald“ und im Seniorenhaus Brunnenaue“. „Diese sind nach der Wende mit Fördermitteln gebaut wurden, da mussten Vorgaben des Landes bei der Raumplanung beachtet werden“, erklärt die Geschäftsführerin. Aber auch hier werde versucht, wenn es die Möglichkeiten erlauben, alle Wünsche unter einen Hut zu bekommen.

Bei 22 Doppel- und 51-Einzelzimmern kommt es auch im Caritas-Seniorenzentrum St. Josef im Jungfernstieg zu einer Warteliste bei Verlegungswünschen, berichtet Zentrumsleiter Marcus Beyer. Aber auch, wer zunächst um Aufnahme bittet, muss bis zu einem halben Jahr auf ein Einzelzimmer oder drei Monate auf einen Platz im Zweibettzimmer warten. Wer schneller auf Hilfe angewiesen ist, sollte laut Beyer auf die Möglichkeiten der Kurzzeitpflege zurückgreifen.

Die Ursache nach dieser offensichtlichen Beliebtheit sieht Beyer durchaus zweigeteilt: „Wir leben natürlich von unserem guten Ruf. Doch auch der Glaube kann durchaus eine Rolle spielen.“ Das Seniorenzentrum steht allen Interessenten offen. Es arbeitet aber auch eng mit der katholischen Gemeinde der Hansestadt zusammen. So mancher Katholik möchte das im Alter nicht missen.

Gar keine Wartezeiten auf einen Pflegeplatz gibt es im Augenblick im evangelischen Altenzentrum Schwesternheimathaus in der Großen Parower Straße. „Das kann aber bald schon wieder anders aussehen“, weist Heimleiterin Christine Wawrsich darauf hin, dass sich die Länge der Warteliste von Zeit zu Zeit ändert.

Auf einen der 107 Plätze im KerVita Seniorenzentrum „Am Tierpark“ in der Barther Straße gibt es derzeit offenbar eine größere Nachfrage. Man habe eine gut gefüllte Warteliste, hieß es auf Nachfrage.

Und dazu eine kleine Ergänzung: Die Aufnahme über ein Zweibettzimmer ginge in der Regel etwas schneller. Für Fachdienstleiter Stefan Brunke sind solche Schwankungen aber nicht ungewöhnlich: „Die Gründe liegen nicht generell in fehlender Platzkapazität. Mitunter warten Pflegebedürftige auf einen Platz in einer bestimmten Einrichtung, oder sie haben sich vorsorglich in mehreren Einrichtungen angemeldet.“

Über 2300 Plätze in Pflegeheimen des Kreises

27 vollstationäre Pflegeeinrichtungen gibt es im Landkreis Vorpommern-Rügen. Diese Einrichtungen verfügen über 2352 Plätze. Dazu kommen noch 53 Kurzzeitpflegeplätze.

750 Pflegeheimplätze verteilen sich in Stralsund auf acht Seniorenheime. Damit bildet die Hansestadt den Schwerpunkt bei der Altenbetreuung im Landkreis.

Die Heime im Landkreis Vorpommern-Rügen gehören zu den besten in Mecklenburg-Vorpommern. Nach einer Analyse des Recherche-Teams Correctiv schnitten sie mit Platz zwei in Land ab.

Die Gruppe hat dafür Prüfberichte des medizinischen Dienstes der Krankenkassen (MDK) für Pflegeheime ausgewertet.

Jörg Mattern

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