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Stralsund Kirchengemeinde kämpft um neue Glocke für Niepars
Vorpommern Stralsund Kirchengemeinde kämpft um neue Glocke für Niepars
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00:01 13.12.2017
Nach 57 Jahren ist die große Nieparser Glocke (unser Bild) verstummt, jetzt läutet nur noch eine kleine aus Bronze. Das Eisenhartguss-Exemplar ist still- gelegt worden. Die verlaufene Spur auf der Glocke – das ist Oxid, das aus den Rostlöchern läuft. Die Schäden sind zu groß, deshalb wurde ein Läuteverbot ausgesprochen. Quelle: Foto: Stefan Busse
Niepars

Seit einem guten Jahr ist es leiser in der Nieparser Kirche, nur ein kleines Glöckchen läutet noch. Die große Kirchenglocke schweigt, denn sie musste wegen sehr starker Rostschäden stillgelegt werden. Seit dem 25. Oktober 2016 besteht absolutes Läuteverbot. Der Förderverein der evangelischen Kirchen Pütte und Niepars will das möglichst schnell beenden und hat einen Spendenaufruf für eine Glocke gestartet.

10000 Euro kostet eine neue Glocke. „5000 Euro hatten wir schon zusammengetragen. Jetzt haben ganz viele Menschen gespendet, auch Leute, die nicht in den Gottesdienst kommen, denen aber trotzdem die Kirche als Kulturgut am Herzen liegt“, sagt Irene Martschei vom Förderverein, die nun noch einmal 1300 Euro aufs Spendenkonto überweisen konnte. Die 68-Jährige betont, dass der Förderverein natürlich gern auch die nötigen Spendenquittungen ausstellt.

Der Förderverein der beiden Kirchen hat sich für seine Spendenaktion noch etwas Besonderes einfallen lassen: Am Freitagabend wird zu einem Konzert eingeladen. Die Singakademie aus Stralsund bringt ein weihnachtliches Ständchen. Lieder von John Rutter, Heinrich Suso/Peter von Dresden, Gustav Holst, Sylke Zimpel und neue arrangierte Werke des Calmus Ensembles oder des Stralsunder Chorleiters Benjamin Saupe werden in der Nieparser Dorfkirche zu hören sein. Der Eintritt zu diesem Konzert ist frei, am Ausgang wird um eine Spende gebeten, die dem Glockenkauf dienen soll. Auch die zur Veranstaltung durch den Förderverein angebotenen Getränke sollen zu Gunsten der Neuanschaffung verkauft werden. Das Konzert beginnt um 19.30 Uhr.

57 Jahre hat die alte, gusseiserne Glocke mit der Inschrift „O Land, Land, Land, höre des Herrn Wort“ ihre Dienste getan. 1959 wurde sie vom Bahnhof in Martensdorf abgeholt und in einem bunt geschmückten Wagen bis zur Kirche gebracht. Am 19. Juli 1959 feierte die evangelische Kirchengemeinde die Glockenweihe. Die wird es auch geben, wenn diesmal die nagelneue eiserne Glocke in Niepars anrollt. Und dann hoffentlich auch ohne Pannen. Musste die Glockenweihe kürzlich in Pütte doch ohne Glocken in Angriff genommen werden, weil die Laster-Lieferung einfach nicht in der Kirche ankam, sondern übers Wochenende im Auslieferungsdepot schmorte...

Förderverein sehr aktiv

17 Jahre gibt es den Förderverein der evangelischen Kirchen Pütte und Niepars nun schon. Vorsitzender ist Thomas Götze.

10 Mitglieder hat der Verein. Doch die haben mit Hilfe von vielen Spendern viel erreicht. So wurden 2007/2008 die Fenster in der Westhalle der Nieparser Kirche saniert. 2015 hatte der Verein seinen Anteil an der Sanierung der Buchholz-Orgel in der Pütter Kirche. Letztes Jahr konnte der Verein helfen, die Pastorentafel in Pütte zu rekonstruieren. Aber auch Wetterhähne, Gestühl und Dach wurden gerettet oder ersetzt, Gutachten erstellt, Wandmalereien freigelegt oder Schimmel beseitigt. Darüber hinaus organisiert der Verein Kulturveranstaltungen in beiden Kirchen.

Spendenkonto: Förderverein Pütte/Niepars, Zweck: Glocke Niepars, IBAN: DE15 1505 0500 0575 001062, BIC: NOLADE21GRW, Sparkasse Vorpommern.

Ines Sommer

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