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Kita-Platzmangel wird Chefsache

Kita-Platzmangel wird Chefsache

CDU-Antrag heute in der Bürgerschaft: OB soll gemeinsam mit Jugendamt Platzvergabe verbessern

Stralsund. Wer sein Kind in Stralsund in einer Kindertagesstätte anmelden möchte, muss schnell sein und braucht obendrein einen langen Atem: Die Kitas rund um die Altstadt sind ausgebucht, haben lange Wartelisten. Wenn man Glück hat, ergattert man noch einen Platz in Knieper West (die OZ berichtete). Für junge Familien ein brennendes Problem, das schon mehrfach im Jugendhilfeausschuss angesprochen wurde.

Doch eine Lösung ist bisher nicht in Sicht. Die vom Kita-Platzmangel besonders betroffene Hansestadt und das zuständige Jugendamt in der Kreisverwaltung schieben sich den Schwarzen Peter gegenseitig zu. Man sei im Gespräch, heißt es immer wieder.

Nun ist das Problem auch bei der regierenden CDU in der Hansestadt angekommen. Die will heute einen Antrag in die Bürgerschaft einbringen. „Wir sehen die Möglichkeit, die Platzvergabe zu optimieren.

Zum Beispiel könnte die Platzvergabe ähnlich wie bei der Schulanmeldung über eine zentrale Datenbank koordiniert werden. Wir möchten die Verwaltung in der Bürgerschaftssitzung beauftragen, gemeinsam mit den Kindergartenträgern und dem Landrat das Gespräch zu suchen, um die Platzvergabe zu verbessern. Unser Ziel ist es, für Eltern und Kitabetreiber Planungssicherheit zu schaffen“, begründet CDU-Fraktions-Chef Ronald Zabel den Antrag.

Gespräche zur „Platz-Optimierung“ sind eine Seite der Medaille. Doch wie unterstützt die Stadt jene Träger, die ihr Angebot erweitern oder eine neue Kita bauen wollen? Oberbürgermeister Alexander Badrow (CDU) sagt auf OZ-Anfrage: „Erst vor wenigen Wochen habe ich ja betont, dass wir mehr Mittel brauchen, die wir im Rahmen der Stadtentwicklung zielgenau bei Kitas und Schulen einsetzen können.

Wir arbeiten jetzt daran, wie der Fahrplan für die nächsten Jahre aussehen soll, damit alle Mütter und Väter ihre Kinder in Krippe, Kindergarten und Hort nach Bedarf unterbringen können. Schließlich wollen wir bis 2030 etwa 70000 Stralsunderinnen und Stralsunder sein.“

Die Stralsunder Bürgerschaft tagt heute ab 16 Uhr im Löwenschen Saal des Rathauses.

Ines Sommer

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