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Stralsund Klettergerät auf neuem Hainholzspielplatz gesperrt
Vorpommern Stralsund Klettergerät auf neuem Hainholzspielplatz gesperrt
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00:00 20.05.2016
Konrad (7) und Helene (2) sind enttäuscht, dass ein Teil des neuen Spielplatzes am Hainholzteich gesperrt ist. Fotos (3): Marlies Walther

Die Freude hat leider nicht lange angehalten. Erst am 4. Mai wurde der neue Spielplatz am Hainholzteich eingeweiht. Doch nur wenig später war nichts mehr mit Kletterspaß. Das multifunktionale Stahl-Gerät, das den größten Teil der Fläche einnimmt, musste gesperrt werden.

Bereits zwei Tage nach der Einweihung der Anlage wurde festgestellt, dass zwei Schweißnähte gerissen sind / Das Ersatzteil soll bis zum Monatsende eingebaut werden

„Hier kann man ja gar nicht rauf“, wunderte sich gestern der siebenjährige Konrad, als er vor dem Absperrzaun stand. Zusammen mit seinem zwölfjährigen Bruder Linus und der zweijährigen Helene wollte der Junge die neuen Geräte ausprobieren. Gemeinsam mit der Mutti hatten die Kinder aus Stuttgart den Platz angesteuert.

Doch ein Teil der Anlage kann seit dem 6. Mai nicht mehr genutzt werden. „Zwei Tage nach der feierlichen Übergabe musste festgestellt werden, dass an einem tragenden Teil des Kletternetzes zwei Schweißnähte eingerissen waren. In Folge dessen wurde das Spielgerät noch am selben Tag durch Mitarbeiter des Bauamtes gesperrt“, erklärte Peter Koslik, Pressesprecher der Stadtverwaltung.

Nachdem der Schaden festgestellt worden war, habe man noch am selben Tag die Herstellerfirma informiert. Zur Eröffnung war noch ausdrücklich das besondere skandinavische Design des schwedischen Herstellers gelobt worden. Inzwischen ist das Ersatzteil bestellt. In den nächsten Tagen soll der Einbau erfolgen.

„Nicht nur bei den Kindern, auch bei den Mitarbeitern des Bauamtes war die Enttäuschung groß, dass so kurz nach der Eröffnung schon wieder eine Sperrung nötig war“, sagte Koslik. Sei doch der Spielplatz genau dort gebaut worden, wo er benötigt wird.

„Es ist schade, dass wir das Spielgerät jetzt nicht nutzen können. Aber auf der anderen Seite ist es gut, dass der Mangel entdeckt wurde“, sagt die gebürtige Stralsunderin Stephanie Lampart (40), die mit ihrer Familie zurzeit in der Heimatstadt Urlaub macht. Auch für Stephan Kubernus (29) spielt die Sicherheit eine große Rolle. „Besser so, als wenn erst etwas passiert. Dann ist hinterher das Geschrei groß“, meinte der Vater einer einjährigen Tochter.

Die Aufstellung der Spielgeräte auf der Fläche am Hainholzteich war Mitte April beendet worden. Sofort im Anschluss seien die Geräte – außer der Schaukel – bespielbar gewesen. Das hätten die Kinder auch vom ersten Tag an reichlich genutzt, sagte Koslik. Nur wenige Tage darauf sei die Kontrolle durch einen externen Spielplatzprüfer vorgenommen worden. Der habe eine mängelfreie Aufstellung bescheinigt. Wie es zu dem Schaden kommen konnte, dazu gibt es gegenwärtig keine weiteren Angaben. Dass alles bald wieder in Ordnung ist, hofft auch die Stralsunderin Stefanie Mittelstädt, die auf der Facebook-Seite der OSTSEE-ZEITUNG auf das Problem aufmerksam gemacht hatte.

In die Umgestaltung des Spielplatzes am Hainholzteich und einer weiteren Anlage in der Arnold-Zweig-Straße 44, die zeitgleich übergeben wurde, hat die Stadt insgesamt 61 000 Euro investiert. Damit soll ein 2014 durch die Bürgerschaft beschlossenes Spielplatzprogramm weiter umgesetzt werden.

Marlies Walther

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