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Stralsund Konkurrenz lockt in Polen
Vorpommern Stralsund Konkurrenz lockt in Polen
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07:50 28.02.2018
In Vorpommern wollen zunehmend mehr Unternehmen investieren - vor allem einheimische. Quelle: Stefan Sauer
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Stralsund

In Vorpommern wollen zunehmend mehr Unternehmen investieren - vor allem einheimische. Nach Angaben der Wirtschaftsfördergesellschaft Vorpommern (WFG) gab es im vergangenen Jahr 55 Anfragen nach Neuansiedlungen und damit etwa gleich viele wie 2016. Bei bereits in der Region ansässigen Firmen stieg die Zahl der Unternehmen, die sich von der WFG Unterstützung bei Erweiterungsinvestitionen wünschen, von 11 auf 32. „Wir spüren einen wachsenden Aufbruch in den Bestandsunternehmen“, sagte Geschäftsführer Rolf Kammann. „Unseren Unternehmen geht es gut. Sie investieren.“ Mit Unterstützung der Wirtschaftsfördergesellschaft seien 2017 genau 148 Arbeitsplätze im Ostteil des Landes neu entstanden, knapp 1400 Arbeitsplätze konnten erhalten werden. 

Dass trotz bundesweiten Wirtschaftswachstums die Zahl der Nachfragen bei Neuansiedlungen in Vorpommern nicht gestiegen ist, begründet Kammann so: Das polnische Stettin als nächst gelegene Großstadt zu Vorpommern locke derzeit mit besseren Förderquoten, geringeren Arbeitskosten und Steuervorteilen. In Berlin und dessen unmittelbarem Umfeld gebe es keinen Mangel an Gewerbeflächen - anders als in Hamburg. „Hamburg ist ein Topwirtschaftsstandort in Deutschland. Und Schwerin profitiert von dem Flächenmangel in der Hafenstadt.“ Vorpommern müsse sich deshalb bei Neuansiedlungen auf Sparten konzentrieren. Dabei eröffne vor allem die Digitalisierung kreativen Unternehmen aus der Gründerszene neue Chancen.

Martina Rathke

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