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Kosten für Straßenreinigung sinken

Stralsund Kosten für Straßenreinigung sinken

Gebühren für Mieter und Eigentümer sollen in den Jahren 2018 und 2019 deutlich günstiger sein

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Der Winterdienst in Stralsund wird nur geringfügig teurer.

Quelle: Foto: Oz

Stralsund. Gute Nachricht für Mieter und Immobilienbesitzer gleichermaßen: In der Hansestadt Stralsund sollen ab nächstem Jahr die Kosten für die Reinigung der Straßen deutlich sinken. Dies kündigte die Stadtverwaltung an. Demnach sollen sich die Gebühren für die Sommerreinigung um 22,5 Prozent verringern, während die Kosten für den Winterdienst um lediglich fünf Prozent ansteigen sollen.

Zudem sollen einzelne Straßen in der Hansestadt in einem anderen Rhythmus gereinigt werden, was sich ebenfalls auf die anfallenden Kosten auswirkt.

Ein Beispiel: Die Bauhofstraße ist seit Monaten eine Sackgasse, weil der Gleisanschluss für den Frankenhafen über sie hinwegführt. Sackgassen werden von Autofahrern nur selten benutzt, weshalb die Straße künftig deutlich seltener gereinigt werden muss. Die Häufigkeit, in der gekehrt wird, gibt die jeweilige Reinigungsklasse an. Von null bis sieben reicht die Skala. Eine Drei steht für dreimal Straße reinigen und Winterdienst pro Woche. Die Bauhofstraße ist von der Klasse eins in die Klasse null eingruppiert worden und wird somit nur noch alle 14 Tage gekehrt.

Die Höhe der Beiträge berechnet sich aus der jeweiligen Reinigungsklasse und der Breite des Grundstückes, das an die Straße grenzt. Danach müsste der Eigentümer eines zehn Meter breiten Grundstückes ab 2018 jährlich nur noch 78 Euro für die Straßenreinigung bezahlen statt zuvor 100 Euro, wenn die Straße dreimal pro Woche gekehrt wird (Reinigungsklasse 3). Für den Winterdienst wären in diesem Fall 80 Cent mehr pro Jahr fällig: 16,40 Euro statt wie bislang 15,60 Euro.

Wie der zuständige Abteilungsleiter im Rathaus, Stephan Bogusch, sagte, sei die nun folgende Vergünstigung auch darauf zurückzuführen, dass aus den eingezogenen Gebühren für die Jahre 2016 und 2017 noch Geld übrig sei. Grund dafür seien laut Bogusch auch die zwei vergangenen recht milden Winter, weshalb die Stadtverwaltung weniger Geld in den Winterdienst stecken musste, als geplant war. Dieses Guthaben ist in die Kalkulation für die kommenden zwei Jahre mit eingeflossen.

Insgesamt stand für die Jahre 2016 und 2017 eine Summe von rund 1,1 Millionen Euro für Straßenreinigung und Winterdienst zur Verfügung, für 2018/19 soll indes ein Betrag von 940000 Euro genügen.

Die Kosten für Winterdienst und Straßenreinigung können von den Hauseigentümern auf die Betriebskosten umgelegt werden, weshalb auch Mieter von der Vergünstigung profitieren.

bfi

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