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Kräftemessen unter jungen Blauröcken

Zarrendorf Kräftemessen unter jungen Blauröcken

Neun Freiwillige Feuerwehren beteiligten sich am Wettkampf beim Amtsfeuerwehrtag des Amtes Niepars

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Die Mitglieder der Feuerwehr Zimkendorf waren einige Sekunden langsamer als ihre Kollegen und belegten Platz neun.

Quelle: Fotos: Wenke Büssow-Krämer

Zarrendorf. Auch wenn es nicht brenzlig wurde, kamen sie mächtig ins Schwitzen. Hunderte Kameraden der Freiwilligen Feuerwehren trafen sich beim Löschangriff, der Knotenkunde und der Kettensägenübung zum sportlichen Wettkampf beim Amtsfeuerwehrtag in Zarrendorf um den begehrten Wanderpokal. Der ging beim letzten Mal wiederholt nach Steinhagen. „Na klar sind wir mit dem Willen zum Siegen angetreten und wollten den Pokal verteidigen“, meinte der Steinhäger Kamerad Malte Melzer. Doch diesem Wunsch machte der Gastgeber selbst einen Strich durch die Rechnung – der Wanderpokal blieb in diesem Jahr in Zarrendorf.

OZ-Bild

Neun Freiwillige Feuerwehren beteiligten sich am Wettkampf beim Amtsfeuerwehrtag des Amtes Niepars

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Manchmal genügt da auch schon ein Stolpern, um beim Löschangriff aus dem Zeitplan zu geraten. „Hier müssen schon 33 Sekunden möglich sein, um vorne mitzukämpfen“, erklärt der 18-jährige Melzer. Dabei wurde das gesamte Programm in den vergangenen Wochen oft geübt. „Zusätzlich zur Ausbildung alle zwei Wochen haben wir jedes Wochenende trainiert, um uns auf diesen Tag vorzubereiten“, so Melzer. Doch mit 39 Sekunden im ersten Lauf landete Steinhagen in diesem Jahr hinter Zarrendorf und Wendorf auf Platz drei beim Löschangriff.

In der Disziplin Seilverbindungen sollten dann mannschaftsweise möglichst schnell vorgegebene Knoten fehlerfrei gefertigt werden. Konzentration war gefragt, denn für nur einen einzigen Fehler bei Kreuzknoten, Mastwurf, Zimmermannsschlag oder Pfahlstich wurden zehn Sekunden draufgerechnet. Fehlerfrei machte hier Zimkendorf mit 31,51 Sekunden das Rennen vor Zarrendorf und Groß Kordshagen.

Die jüngsten Kameraden blieben bei ihren Übungen jedoch trocken und bewiesen Geschicklichkeit und Schnelligkeit auf ihrem Parcour. Die Nieparser Jungs und Mädels der Kinderfeuerwehr hatten hier jedoch eindeutig die Nase vorn. Kriechen und Slalomlauf absolvierten sie mit 1,18 Minuten fünf Sekunden schneller als die jungen Kameraden aus Zimkendorf oder Steinhagen. Voller Stolz nahmen sie am Ende des Tages ihre Medaillen entgegen.

Bei so viel Spaß an der Sache, dürften sich die Feuerwehren über reichlich interessierten Nachwuchs freuen können. Pia Gluch ist seit einem halben Jahr in Niepars dabei. „Dass wir zusammenhalten und ein Team sind, ist das Tolle an der Sache. Jeder achtet hier auf Jeden. Ich möchte nichts anderes mehr machen“, erzählt die zehnjährige Stralsunderin.

Bei den Jugendfeuerwehren sah die Reihenfolge des Zieleinlaufs ähnlich aus. Bei ihrem Löschangriff erreichten die jungen Kameraden aus Niepars zuerst ihr Ziel, gefolgt von Zimkendorf, Zarrendorf und Steinhagen. Doch verhedderten sich die Kameraden aus Zarrendorf bei den Seilverbindungen, sodass sie in der Gesamtwertung den dritten Platz an Steinhagen abgeben mussten.

Der Umgang mit der Kettensäge machte es dann für die Männer nochmal spannend. Hier galt es, möglichst exakt an das Gewicht der Baumstammscheibe heranzukommen, die der Amtswehrführer vorgelegt hatte.

Mit nur zehn Gramm Abweichung schafften das mit Malte Melzer aus Steinhagen und Thomas Höpfner aus Groß Kordshagen. Das Stechen entschied dann Thomas Höpfner für sich.

In der Endwertung änderte dies jedoch nichts mehr daran, dass der Pokal diesmal in Zarrendorf blieb. Die Kameraden dürfen sich dann im September beim Kreisausscheid nochmals beweisen. Über die Landes- und Bundesebene werden solche Wettkämpfe auch bis zur Weltmeisterschaft ausgetragen.

„Dieser Wettkampf ist aber kein Zeichen dafür, wie gut eine Feuerwehr im Einsatz ist“, beruhigt Johannes Zeuner, stellvertretender Wehrführer der Freiwilligen Feuerwehr Stralsund. Diese gehört zwar nicht zum Amtsbereich, freut sich jedoch immer wieder über diese Einladungen. „Solch ein Wettkampf ist aber ein schöner Ausgleich zum Training“, ergänzt Kamerad Sebastian Skupin.

Der Amtswehrführer ist zufrieden. „Das ist ja nicht nur ein Kräftemessen der sportlichen Art, sondern auch eine Möglichkeit, der Öffentlichkeit zu zeigen, dass es uns gibt“, meint Siegfried Krüger.

Wenke Büssow-Krämer

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