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Krebspatient kämpft um Nachsorge-Therapie

Stralsund Krebspatient kämpft um Nachsorge-Therapie

Die Krankenkasse lehnt eine Kostenübernahme ab. Jetzt macht der ehemalige Stralsunder Ronny Mikolajtschik sein Schicksal öffentlich.

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Der ehemalige Stralsunder Ronny Mikolajtschik ist schwer an Krebs erkrankt. Jetzt macht er sein Schicksal öffentlich.

Quelle: privat

Stralsund. Es ist ein schweres Schicksal, das den 37-jährigen Familienvater Ronny Mikolajtschik getroffen hat. Und weil sich der ehemalige Stralsunder anders keinen Rat mehr weiß, macht er seinen Leidensweg öffentlich.

Bis zum Jahr 2000 lebte Ronny Mikolajtschik in Stralsund. Aus beruflichen Gründen zog er nach Buchholz im Landkreis Schaumburg in Niedersachsen. „Mich verbindet noch sehr viel mit Stralsund, und es wird auch immer meine Heimat bleiben“, sagt der gebürtige Hansestädter.

Was ihm das Leben so schwer macht ist ein bösartiger Tumor der 2007 am Hals, im Rachenbereich, diagnostiziert wurde. Genau in dem Jahr, als sein erster Sohn Justin geboren wurde. Es erfolgte zunächst eine erfolgreiche Behandlung. Durch die Chemotherapie hatte sich zwar seine Halsmuskulatur stark verformt. Dennoch spricht Ronny Mikolajtschik von drei glücklichen Jahren. Bis der Krebs erneut ausbrach. Diesmal waren Lymphknoten befallen. Erneut erfolgten schwierige Behandlungen. „Durch die sehr hohe Bestrahlung habe ich meinen Speichelfluss im Mund verloren und eine Kopfschiefhaltung als Spätfolge“, beschreibt der gelernte Stahlbauschlosser. Im selben Jahr erlitt der Patient noch einen Schlaganfall und eine Lungenembolie.

Der Leidensweg ging weiter. Mehr als zwölf Operationen liegen hinter dem Mann, der inzwischen Vater eines zweiten Sohnes wurde. Toni ist jetzt sieben Monate alt.

„Leider bekommt man als Nachsorge kaum Behandlungen von der Krankenkasse erstattet, obwohl sie von Ärzten empfohlen werden“, begründet der Buchholzer, was ihn nun zu seinem Hilferuf veranlasste. Im Fall von Ronny Mikolajtschik geht es um eine spezielle ASS-Therapie, die im Tumorzentrum Tübingen angeboten wird. Diese Misteltherapie wurde ihm von ärztlicher Seite angeraten. Von seiner Krankenkasse bekam er aber eine Ablehnung. Es geht um einen stationären Klinikaufenthalt von fünf Wochen. Kostenpunkt 13 000 Euro. Finanzierbar nur als Privatleistung.

„Ich bin noch in einem sehr jungen Alter. Allein kann ich die Therapiekosten nicht tragen“, bittet der Mann, der derzeit in einem Fleischbetrieb arbeitet, um Unterstützung. Der Weg an die Öffentlichkeit sei ihm nicht leicht gefallen, bedeute ihm aber sehr viel. „Ich mache das auch für meine Kinder“, wirbt er um Verständnis. In der Hoffnung, sich doch noch der Spezialtherapie unterziehen zu können, hat er in Geschäften und Unternehmen seines Wohnortes Zettel ausgehängt, wo er detailliert schildert, was er bisher durchgemacht hat. Mehrere Zeitungsberichte in drei Tageszeitungen sind erschienen.

Ausdrücklich weist Ronny Mikolajtschik darauf hin, dass er den Spendern gern Kopien aller ärztlichen Berichte zukommen lassen möchte. Natürlich würde er auch weitere Auskünfte erteilen, damit sich die Spender ein eigenes Bild von seinem Gesundheitszustand machen können.

Bisher gingen auf dem Spenden-Konto 5500 Euro ein. Das reicht aber noch nicht. Deshalb bittet der Ex-Hansestädter um weitere finanzielle Hilfe und hofft, dass die auch aus seiner alten Heimat kommt. Um zu überleben.Kontakt: Wer mit Ronny Mikolajtschik in Verbindung treten möchte, erreicht ihn unter ☎ 05751/705 41 08 oder 0176/46503943.

mw

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