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Stralsund Kreis will Datenerfassung bei Notfalleinsätzen verbessern
Vorpommern Stralsund Kreis will Datenerfassung bei Notfalleinsätzen verbessern
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00:00 03.09.2016
Sozialministerin Birgit Hesse (SPD) überreicht Landrat Ralf Drescher (CDU) einen Förderbescheid für das Projekt. Quelle: Benjamin Fischer

Weniger Papierkram, wenn jede Sekunde zählt: Der Landkreis Vorpommern-Rügen hat gemeinsam mit der Fachhochschule Stralsund und dem DRK-Krankenhaus in Bartmannshagen ein Projekt gestartet, mit dem Patientendaten bei Rettungseinsätzen schon an das Krankenhaus übertragen werden können, bevor der Notarztwagen dort angekommen ist. „Bisher schreiben die Notärzte alles auf Papier“, sagt Chefarzt Lutz Ruppert.

Ganz so einfach, dass der Notarzt einfach alle Daten in einen Tabletcomputer tippt und die entsprechende Datei dann einfach an das Krankenhaus rüberschickt, funktioniert die Sache allerdings nicht.

Neben dem Kontostand gehören Patientendaten zu den sensibelsten Fakten. Der Anspruch an den Datenschutz sei besonders hoch und einer der Kernpunkte bei der Entwicklung, sagt Ruppert. Mit der Umsetzung hat der Landkreis die Medizininformatiker von der Fachhochschule Stralsund beauftragt.

Das Projekt kostet insgesamt knapp 210000 Euro. Etwa ein Fünftel der Summe gibt die Landesregierung als Zuschuss hinzu. Das Geld, für das Sozialministerin Birgit Hesse (SPD) am Mittwoch einen Förderbescheid übergeben hat, stammt aus dem Fördertopf innovativer Projekte zur Anpassung an die demografische Entwicklung. Für den ersten großen Entwicklungsschritt seien zunächst 120000 Euro notwendig.

Nachdem das System am Krankenhaus in Bartmannshagen eingeführt worden ist, sollen nach und nach alle weiteren Krankenhäuser im Landkreis folgen. Problematisch sei bislang, dass jede Einrichtung eine unterschiedliche Software zur Datenverarbeitung verwende, sagte Landrat Ralf Drescher (CDU). Deshalb müsste das System in bestimmten Entwicklungsschritten immer neu an die verschiedenen Häuser angepasst werden. Aus dem Rettungswagen übertragen werden sollen neben den auf der Chipkarte der Krankenkasse gespeicherten Daten auch Werte wie Blutdruck und Herzfrequenz und Angaben zu dem Notfall und zu den Medikamenten, die der Patient bereits bekommt.

bfi

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