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Stralsund Kreis will Verwaltung in Stralsund vereinen
Vorpommern Stralsund Kreis will Verwaltung in Stralsund vereinen
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00:00 11.09.2018
Hauptsitz der Kreisverwaltung Vorpommern-Rügen ist dieses Gebäude am Carl-Heydemann-Ring. Der Standort, der erst kürzlich ein neues Bürgerservice-Gebäude bekam, soll künftig durch einen Neubau für rund 200 Mitarbeiter ergänzt werden. Der könnte hinter dem jetzigen Parkplatz entstehen. Quelle: Fotos: Elisabeth Woldt (1), Ines Sommer (4)

Stralsund. Große Umzugspläne beim Landkreis Vorpommern-Rügen: Vier Verwaltungsstandorte in der Kreisstadt Stralsund sollen bis 2024 zusammengelegt werden. Weil eine Sanierung der Außenstellen mit fast neun Millionen Euro zu teuer wäre, der Platz im jetzigen Hauptsitz am Carl-Heydemann-Ring 67 aber nicht für alle ausreicht, ist ein Neubau geplant. Geschätzte Kosten für das Projekt hinter dem jetzigen Parkplatz der Kreisverwaltung: 15 Millionen Euro.

Vorpommern- Rügen will seine vier Standorte in Stralsund bis 2024 aufgeben und die Verwaltung am Heydemann-Ring zentralisieren. Dafür ist ein Neubau geplant. Die Kosten: 15 Millionen Euro.

„Es geht darum, die Kernverwaltung an einem Standort zu zentralisieren“, sagt Olaf Manzke, Sprecher des Landkreises, und ergänzt:   „Die Außenstellen in Ribnitz-Damgarten, Grimmen und Bergen sind davon nicht betroffen, die werden erhalten und sogar noch aufgewertet. Denn in Bergen und Grimmen sind Modernisierungen geplant, die das Ganze barrierefrei machen und eine wirtschaftliche Nutzung ermöglichen.“

Die Kreisverwaltung Vorpommern-Rügen ist in Stralsund bisher an sieben Standorten für den Bürger präsent. Drei bleiben unverändert, wie der Vorlage für den Finanzausschuss zu entnehmen war. Das sind: Der Hauptsitz Carl-Heydemann-Ring 67 mit Landrat, Kommunalaufsicht, Finanzen, Gebäudemanagement, Gesundheit und Schulen bleibt. Hier arbeiten 225 Beschäftigte.

Am Umspannwerk findet sich der Rettungsdienst mit Katastrophen- und Brandschutz. Hier wurde in den letzten Jahren viel investiert, um eine moderne Leitstelle zu schaffen. Deshalb soll dieser Standort mit 35 Arbeitsplätzen so erhalten bleiben.

Rostocker Chaussee 46 mit dem Gebäudemanagent bleibt eine Außenstelle mit drei Mitarbeitern.

Vier weitere Außenstellen sollen sich langfristig in dem Neubau wiederfinden. So das 28-köpfige Team vom Knieperdamm 3 mit den Fachdiensten Veterinärwesen und Soziales. Die Villa soll dann an die Hansestadt zurückgegeben werden. Die Verhandlungen dafür soll der Landrat führen, heißt es in der Beschlussvorlage. Anderenfalls muss hier für 1,5 Millionen saniert werden.

Am Tribseer Damm 1 (ehemaliges Landratsamt des Kreises Stralsund hat Sanierungsbedarf von 4,15 Millionen Euro) befindet sich der Fachdienst Kataster und Vermessung. Die 63 Mitarbeiter sollen umziehen, wenn der Neubau fertig ist.

In der Marienstraße 1 sind derzeit 46 Mitarbeiter der Fachdienste Soziales, Ausländer- und Asylrecht sowie Gebäudemanagement/Schulen untergebracht. Sie sollen in den Neubau wechseln, weil die Modernisierung mit drei Millionen Euro zu Buche schlagen würde.

In der Lindenallee 63 (Parkhotel) hat der Fachdienst Jugend sein Domizil. 48 Mitarbeiter sind hier beschäftigt und sollen später am neuen Standort im Heydemann-Ring arbeiten.

„Wir müssen die Zersplitterung beenden. Die kostet Bürger und Mitarbeiter viel Zeit. Aber wir müssen auch garantieren, dass Gebäude barrierefrei erreichbar sind, und da gibt es im Moment große Defizite. Die Parkplatz-Situation ist an vielen Außenstellen schlecht. Hinzu kommt der Modernisierungsstau mit über acht Millionen Euro“, erklärt Manzke, warum die Verwaltung dem Kreistag zur Sitzung Anfang Oktober einen Neubau für rund 200 Mitarbeiter vorschlägt. Der koste zwar 15 Millionen, würde sich nach 13 Jahren rechnen.

Diese Bereiche ziehen um

4 Bereiche sollen bis 2024 im Neubau am Carl-Heydemann-Ring 67 Platz finden: Jugendamt (jetzt Parkhotel Viermorgen), Fachdienst Soziales und Asyl (jetzt Marienstraße 1), Kataster und Vermessung (jetzt Tribseer Damm 1) und Veterinäramt (jetzt Knieperdamm 3).

8,7 Millionen Euro müssten investiert werden, um die vier Standorte zu sanieren. Der Kreis will lieber einen Neubau für 15 Millionen, der sich nach 13 Jahren rechnen soll. Der Kreistag soll am 1. Oktober darüber entscheiden.

Ines Sommer

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