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Stralsund Kripo ist dem Toilettenspanner auf den Fersen
Vorpommern Stralsund Kripo ist dem Toilettenspanner auf den Fersen
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00:00 25.03.2014
Eingang zum Bowlingcenter am Langendorfer Berg. Auf der dortigen Damentoilette wurden am Sonntag die Kameras entdeckt. Quelle: Christian Rödel
Stralsund

Bei den auf Damentoiletten versteckten Kameras in der Hansestadt geht die Kriminalpolizei inzwischen von ein und dem selben Täter aus. Zuletzt hatte der Toilettenspanner am Sonntagnachmittag im Bowlingcenter am Langendorfer Berg zugeschlagen (OZ berichtete gestern). Das ist nach Strelapark, Milchbar und dem Ostsee-Center der vierte Fall innerhalb kurzer Zeit. Doch diesmal wurden die Kameras schnell entdeckt, so dass zum Glück keine Bilder abgespeichert waren, wie die Polizei gestern auf OZ-Nachfrage bestätigte.

„Wir kontrollieren die Toiletten ständig — nicht erst, seit dem da einer Kameras ins Damen-WC hängt“, sagt Torsten Wolf, einer der beiden Betreiber von Hanse-Bowling. Seit 1997 gibt es die Bahn im Langendorfer Gewerbegebiet. „Wir hatten am Sonntagnachmittag hier gegen 15 Uhr volles Haus. Und trotzdem ist das Teil schnell aufgefallen. Es hing wieder an der Innentür in einem Duftstein“, beschreibt der Stralsunder die Ähnlichkeit zu den bisherigen Spannerattacken. In zwei Damentoilettenräumen hatte man die Mini-Kameras entdeckt. Torsten Wolf ist froh, dass der Datenspeicher keine Dateien enthielt. „Wir werden natürlich auch in Zukunft aufpassen. Aber ich denke, auch die Frauen selbst achten jetzt auf alles Ungewöhnliche.“ Und damit sind nicht nur die Gäste gemeint, die mal ab und zu bowlen, sondern auch die Sportlerinnen des heimischen Bowlingclubs, die in Oberliga und Landesliga auf Punktejagd gehen und auf der Stralsunder Bahn natürlich auch ihre Heimwettkämpfe austragen.

Für Holger Köhn, Leiter des Kriminalkommissariats (KK) der Hansestadt deuten viele Anzeichen darauf hin, dass es sich in den bisherigen Fällen um denselben Täter handelt. Davon zeugen unter anderem Bauart und Verstecke der Kameras sowie Vorgehensweise. „Wir sind guter Dinge, bei dieser Spurenlage zum Erfolg zu kommen“, so der KK-Leiter. Um die Aufklärung des Falls zu beschleunigen, hat das Kommissariat eine kleine Ermittlungsgruppe gebildet, die die Arbeit aufgenommen hat.

Sollen Frauen jetzt öffentliche Toiletten meiden? Holger Köhn verneint das. Er rät jedoch zu etwas mehr Aufmerksamkeit. Da beim Betreten der Toiletten die Aufmerksamkeit ohnehin der Sauberkeit gelte, wäre jetzt vielleicht noch ein weiterer Blick nach dem Ungewöhnlichen nötig.

So etwas sind eben auch Verpackungen von Duftsteinen, die unmotiviert tief an Türen angebracht sind. In solchen Fällen sei es ratsam, sich an das Personal oder gleich an die Polizei zu wenden. Jedoch bittet Stralsunds Kripochef darum, verdächtige Gegenstände, nicht zu berühren, um mögliche Spuren zu erhalten.

Polizeisprecherin Cathleen Kohr fasst zusammen: „Am Sonntag hatten Beamte des Kriminaldauerdienstes zwei Kameras zwecks Spurensicherung und Auswertung gesichert.“ Nun werde geprüft, ob sich entsprechende Fingerabdrücke sichern lassen, die anschließend mit der polizeilichen Datenbank abgeglichen werden.

Nach wie vor werden Hinweise im Polizeihauptrevier Stralsund unter ☎ 28 900 oder im Kriminalkommissariat in der Barther Straße unter ☎ 28 30 278 entgegen genommen.



Jörg Mattern und Ines Sommer

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