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Stralsund 51 neue Kunstwerke für das Stralsund Museum
Vorpommern Stralsund 51 neue Kunstwerke für das Stralsund Museum
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11:24 18.10.2017
Petra B. Feyerherd vermacht dem Museum vier ihrer Collagen: Fundstücke aus der Marienkirche. Ihr Mann, Bernd Menger, übergibt aus der gemeinsamen Sammlung 36 grafische Arbeiten von weiteren Künstlern.
Zingst/Stralsund

Die „Segelboote im Hafen“ vor einer Fischerkate schmückten noch vor gar nicht allzu langer Zeit eine private Wohnung in Heringsdorf. Doch weil Mara und Michael von Schmude ihren Zweitwohnsitz auf Usedom nun aufgeben, trennen sie sich von dem Bild, das aus dem Familiennachlass stammt. „Wir freuen uns sehr, dass es einen neuen Platz im Stralsund Museum findet“, sagt Michael von Schmude, der mit seiner Frau in der Nähe von Hamburg lebt, und sich unserer Region sehr verbunden fühlt.

Der Förderverein des Stralsund Museums erhielt am Montag 51 Kunstwerke aus privatem Besitz - darunter Werke von Tom Beyer und Will Haunschild. Er überlässt diese dem Museum als Dauerleihgaben.

Das Ölgemälde des bekannten Stralsunder Malers Tom Beyer (1907 bis 1981) gehört zu insgesamt 51 Schenkungen, die am Montag an den Förderverein des Stralsund Museums übergeben wurden. Der wiederum überlässt die Werke dem Museum als Dauerleihgaben.

Wieviel Emotionen mit jedem einzelnen Werk verbunden sind, macht Angelika Möhr aus Zingst deutlich, die mit ihrem Mann Detlev gekommen war, um zehn Aquarelle und Pastelle ihres Vaters, des bekannten Grafikers und Illustrators Will Haunschild (1911 bis 1999), zu übergeben. „Wir haben früher immer die Geschichten gehört. Damit sind wir groß geworden. Und dann sah ich selbst, wo mein Vater die Bilder gemalt hat“, sagt die Tochter, die aus Bremen stammt und heute in dem Seeheilbad lebt. Angelika Möhr hat mehrfach Ausstellungen mit den Werken ihres Vaters organisiert, so auch zu seinem 100.

Geburtstag in Stralsund. Berührend schildert sie, wie ihr die Menschen auf Hiddensee Orte zeigten, wo er seine Motive entdeckt hat. Will Haunschild hatte seine erste Stellung als Grafiker im Stralsunder Kaufhaus Zeeck angetreten und lebte und malte von 1929 bis 1937 in der Hansestadt. Vor allem Zeesboote hatten es ihm angetan. Eines davon gibt’s nun im Stralsund Museum.

„Es ist ganz toll, solche herausragenden und qualitätsvollen Arbeiten zu erhalten“, sagt die amtierende Museumsdirektorin Claudia Hoffmann. Auch der Vorsitzende des Fördervereins, Rolf-Peter Zimmer, bringt seine große Dankbarkeit zum Ausdruck. „Wir als Verein haben es uns zur Aufgabe gemacht, Kulturgüter zu bewahren“, verspricht Zimmer. Und Vereinsmitglied Petra Thümmel findet es wunderbar, wenn auf diese Weise „etwas an unsere Kinder und Kindeskinder weitergegeben werden kann“.

Für die Besitzer der Kunstwerke ist es vor allem wichtig, dass die Bilder im Museum „sehr gut aufgehoben sind“, wie der Stralsunder Bernd Menger sagt. Er hat insgesamt 40 grafische Arbeiten aus seiner Sammlung ausgewählt, darunter auch Collagen seiner Frau Petra B. Feyerherd – Fundstücke in St. Marien. „Wir sind von Barhöft in die Stadt gezogen. Und da merkt man, dass man nicht alles mitnehmen kann“, begründet die Malerin die Schenkung.

„Von Hause aus sind wir Sammler. Schon zu DDR-Zeiten war ich in der Pirckheimer Gesellschaft“, berichtet Bernd Menger.

Besonders weist Menger bei den von ihm übergebenen Arbeiten auf Grafiken von Walter G. Goes von der Insel Rügen und Klaus Walter aus Berlin hin. „Natürlich hoffen wir, dass das eine oder andere dann auch einmal in einer Ausstellung zu sehen sein wird“, sagt Bernd Menger.

„Sicher werden wir wieder eine Sonderausstellung mit Schenkungen zeigen“, blickt Kuratorin Dorina Kasten voraus. Im Moment sei das allerdings durch die Bauarbeiten im Museum etwas schwierig, muss die amtierende Direktorin, Claudia Hoffmann, noch um ein wenig Geduld bitten.

Marlies Walther

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