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Amt Niepars stärkt Jugendarbeit mit neuer Stelle

Niepars Amt Niepars stärkt Jugendarbeit mit neuer Stelle

Kreisdiakonisches Werk als Träger der Jugend-Projekte hat Antrag auf eine Personalförderung aus dem Europäischen Sozialfonds gestellt

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Das Kinderdorf ist ein Vorzeige-Beispiel der Kinder- und Jugendarbeit im Amt Niepars.

Quelle: Ines Sommer

Niepars. Für die zehn Gemeinden des Bereiches Niepars gibt es ab Oktober Verstärkung in der Jugendsozialarbeit. Der Amtsausschuss stimmte am Montagabend einer neuen Stelle zu. Dabei kommt das Gros der Personalkosten bis 2017 aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF). Den Eigenanteil von 22000 Euro stemmt das Kreisdiakonische Werk, und zwar aus Einsparungen bei bisherigen Sachkosten für die Nieparser Gemeinwesenarbeit. Der Stralsunder Verein ist Träger der Gemeinwesen- und damit auch der Jugendarbeit in Niepars.

Der Sozialpädagoge Ingo Felgenhauer (bisher Gemeinwesenarbeit) wird die neue Aufgabe übernehmen. Und dazu zählt in erster Linie die Berufsfrühorientierung. „Bei der ESF-Förderung wird Wert darauf gelegt, dass die jungen Leute in Ausbildung und Arbeit kommen. Das ist meine Hauptaufgabe“, sagt der Sozialpädagoge, der auf dem Papier 30 Stunden in der Woche in den Gemeinden unterwegs ist. Es geht aber auch um den Abbau von sozialen, finanziellen und strukturellen Benachteiligungen. Mit anderen Worten: „Er ist nicht mehr für die Klubbetreuung zuständig, dafür müssen wir andere Lösungen finden“, erklärt die Gemeinwesen-Einsatzleiterin Julia Meiser. So wird zum Beispiel mit Sandra Kamke eine neue Kollegin die bisherigen Aufgaben von Ingo Felgenhauer übernehmen.

Außerdem greift die Nieparser Gemeinwesenarbeit, zu der auch die Jugendbetreuung zählt, auf ein breit aufgestelltes Team von jungen Ehrenamtlichen zurück. „Wir haben beim KDW 67 junge Leute, die die Jugendgruppenleiter-Ausbildung absolviert haben. Viele engagieren sich seit Jahren bei uns, helfen beim Kinderdorf, übernehmen wie in Negast zum Beispiel den Kinderklub“, so Julia Meiser. In Niepars gibt es das Eltern-Kind-Café, in Langendorf einen Kinder- und einen Jugendklub, auch in Groß Kordshagen oder Kummerow kümmern sich Ehrenamtliche um Angebote für den Nachwuchs. So steht in jeder Gemeinde etwas auf dem Veranstaltungskalender. Allerdings wird von den Abgeordneten oft zum Ausdruck gebracht, dass es zu wenig Angebote gibt. „Man kann die einzelnen Bürgermeister ja verstehen. Aber Fakt ist auch, dass jedes Projekt in Dorf A auch von Dorf B oder C genutzt werden kann. Man muss immer den gesamten Amtsbereich betrachten. Kinder und Eltern nehmen das schon gut an.“

Koordiniert wird das alles über die so genannte Gemeinwesenarbeit, einem Bundesmodellprojekt, für das das Amt Niepars den Zuschlag bekam (die OZ berichtete mehrfach). Das Amt – und damit über die Amtsumlage alle zehn Gemeinden – zahlt 160000 Euro pro Jahr für Jung bis Alt, für Projekte, Veranstaltungen oder Kurse. Diese Summe wird sich auch mit der neuen Jugendsozialarbeiter-Stelle nicht ändern.

Gemeinwesenarbeit

Gemeinwesenarbeit heißt das neue Zauberwort. Dabei geht es nicht nur um Kinder- und Jugendarbeit, sondern auch um die Einbindung der Senioren und der Flüchtlingsarbeit mit dem Ziel der Integration. Das Amt Niepars startete letztes Jahr ein Pilotprojekt dazu.

160 000 Euro stellen die zehn Gemeinden des Bereiches über den Amtshaushalt für diese Arbeit zur Verfügung.

Träger der Projekte im Amtsbereich Niepars ist das Kreisdiakonische Werk in Stralsund.

Ines Sommer

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