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Stralsund Ausstellung zu Ehren eines großen Kartografen
Vorpommern Stralsund Ausstellung zu Ehren eines großen Kartografen
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00:00 06.08.2016
Ein Meisterwerk der Kartografie: Eilhard Lubinus brauchte von 1610 bis 1618, um die erste Karte Pommerns zu erstellen. Sie ist jetzt in der Ausstellung in der Thomaskirche zu sehen. Aber auch der Heimatverein der Trebelstadt zeigt einen Foliendruck des Originals. Quelle: Fotos: Ines Sommer

Mit Zirkel, Jakobsstab, Quadrant und Astrolabium ist ein Gelehrter der Universität Rostock vor gut 400 Jahren losgezogen, kletterte auf Kirchtürme und meisterte so manchen Berg. Eilhard Lubinus wollte das Herzogtum Pommern vermessen und alle Daten in einer Karte festhalten.

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Eilhard Lubinus erstellte erste Karte des Herzogtums Pommern / Tribsees zeigt sein Werk

Herzog Philipp II, Herrscher des Ostteils von Pommern, hatte ihm diesen Auftrag erteilt. Acht Jahre brauchte Lubinus – dann lag die „Große Karte des Herzogtums Pommern“ auf dem Tisch. Und sie wurde als eine der großartigsten Werke jener Zeit gesehen. Einen Einblick in seine Arbeit gibt die Ausstellung des Stettiner Schlosses „Städte des Herzogtums Pommern – nach Eilhard Lubin.“ Und die ist seit Donnerstagabend in der Tribseeser Kirche zu sehen. Ergänzend dazu zeigt der Heimatverein der Stadt ebenfalls ein kleine Ausstellung, unter anderem mit einmaligen Karten der Trebelstadt.

Trotz unvollkommener Messgeräte legte Lubinus eine sehr genaue Arbeit vor. „Erstaunlich ist nicht nur die Menge an soliden Informationen, die auf der Karte enthalten sind, sondern auch die wohl überlegte, wunderschöne grafische Form. Die Karte ist für Forscher über die Geschichte Pommerns von unschätzbarem Wert, eine hervorragende wissenschaftliche Errungenschaft der Epoche und ein Kunstwerk zugleich“, heißt es in dem Begleitbuch zur Ausstellung „Auf Lubinus’ Spuren – ein ungewöhnlicher Reiseführer“.

49 Städte der Region sind auf der Karte zu sehen, so auch Tribsees. „Ich freue mich, dass ich heute hier in dieser schönen, prächtigen Kirche stehe. Ich bin ein bisschen neidisch, denn so eine Kirche haben wir in Stettin nicht“, sagte Wioleta Sloka. Die stellvertretende Direktorin des Schlosses der Pommerschen Herzöge in Stettin eröffnete die Ausstellung in der Thomaskirche mit den Worten: „Das, was damals Pommern war, ist heute die Euroregion Pomerania. Pommern zeigt die gemeinsame Geschichte polnischer und deutscher Seite.“

Zuerst wurde die Lubinus-Ausstellung in Stettin, dann in Wolgast, auf Usedom und in Barth gezeigt, nun öffnet sie bis zum 29. September ihre Türen in der Kirche Tribsees. Möglich auch, weil die Bauarbeiten im Inneren von St. Thomas rechtzeitig abgeschlossen waren, wie Pastor Detlef Huckfeldt den Gästen berichtete.

Ergänzend zu den Modellen und Tafeln in der Kirche, zeigt gleich nebenan auch das Heimatmuseum von Tribsees einige Arbeiten von Lubinus. „Wir haben versucht, Eilhard Lubinus etwas näher vorzustellen“, sagt Rainer Pestel vom Heimatverein. Und Bürgermeister Thomas Molkentin ergänzt: „Wir haben uns gedacht, wir zeigen Werke der europäischen Kartenkunst vom 16. bis zum 20.

Jahrhundert. Das soll eine Dauerausstellung bei uns werden.“ Die 60 Gäste am Donnerstagabend nutzten gern die Möglichkeit, nach dem Kirchenrundgang auch im Heimatmuseum vorbeizuschauen, wo die Mitglieder des Vereins einen tollen kleinen Empfang vorbereitet hatten.

Ines Sommer

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