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Backstein-City in Stralsund

Stralsund Backstein-City in Stralsund

Zu den Tagen der zeitgenössischen Kunst werden Werke an vier Orten in der Altstadt ausgestellt

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Der gebürtige Stralsunder Frank Raendchen stellt seine „Backstein-City“ in der Sparkasse am Neuen Markt aus.

Quelle: Marlies Walther

Stralsund. Erstmals wird sich Stralsund an den Tagen der zeitgenössichen Kunst beteiligen. An vier Orten – in der Jakobikirche, in der Stadtbibliothek, im Heilgeistkloster und in der Sparkasse am Neuen Markt – sind ab 30. September die unterschiedlichsten Werke ausgestellt. „13 Künstler wollen mit ihrer Initiative zu einer offenen, anregenden Atmosphäre in der Stadt beitragen und die Notwendigkeit und Bedeutung von Kunst unterstreichen“, sagt Heidemarie Tworke.

Die Stralsunderin gehört zu den Organisatoren der Veranstaltung, die unter dem Dach des Verbandes der Kunstmuseen, Galerien und Kunstvereine in MV sowie des Künstlerbundes stattfindet. Aus Sicht von Tworke verbindet sich damit zugleich der Wunsch, dass die Welterbestadt Stralsund „in der Außenwahrnehmung bald auch als ein lebendiger Raum für Gegenwartskunst erkannt wird“.

Für die Ausstellung haben sich Künstler zusammengetan, die in der Region aufgewachsen sind, hier leben, Stralsund als Wohn- und Arbeitsort gerade erst gewählt haben oder ein besonderes Verhältnis zu den Zeugnissen der Geschichte der Hansestadt pflegen.

Das Ausstellungsspektrum reicht von der angewandten Kunst über Malerei und Grafik bis zur Objektkunst. Und diese Künstler sind mit dabei: Die gebürtige Schwerinerin Barbara Wetzel zeigt Holzschnitte und Künstlerbücher. Mit Malerei sind der 84-jährige Karlheinz Wenzel und Bernhard Schrock aus Neubrandenburg sowie die Stralsunder Wolweber, Grit Piolka und Dagmar Burike dabei. Der Neubrandenburger Bernd Kommnick, der zurzeit in Putbus ausstellt, präsentiert ebenfalls Malerei. Die Stralsunderin Ugi Radeloff zeigt angewandte Kunst aus Metall. Jorinde Gustavs (Stralsund) macht auf eine Installation neugierig, während Monika Bertermann (Neubrandenburg) experimentelle Drucke auf Röntgenbildern mitbringen wird. Und die ehemalige Stralsunder Lehrerin Regina B. Apitz hat Grafiken ausgewählt. Weiterhin sind Skulpturen des Hansestädters Jan Jastram und von Frank Raendchen zu sehen, der in Stralsund geboren wurde.

Gestern hat der Bildhauer bereits begonnen, in der Sparkasse seine „Backstein-City II“ aufzubauen. 1000 Kilometer hat er dafür von Biberach in Baden-Württemberg, wo der Künstler heute lebt, mit seiner Fracht im Pkw-Anhänger zurückgelegt. „Alles für die Kunst“ meinte Frank Raendchen lachend.

Die Backsteine, die er für seine Skulptur verwendet, kommen aus der ganzen Welt – vom australichen Sidney über Havanna in Kuba bis zu den deutschen Städten Ulm, Bremen oder Hamburg... und aus der Heimat Stralsund. Der älteste historische Backstein stammt aus dem 12. Jahrhundert, der jüngste von 1820 aus Raendchens Eutiner Scheune. Im Jahr 2000 hatte Raendchen im Hamburger Hansa-Viertel sein Projekt Backstein-City I verwirklicht. 16 Jahre später habe er bei der Durchsicht seines immensen Backsteinvorrates, den er auch mit Hilfe von Freunden und der Familie zusammengetragen hat, jede Menge Stralsunder Backstein entdeckt. Als die Einladung für die Ausstellung kam, habe er nicht gezögert. Und es sei eine gute Gelegenheit für ein Wiedersehen mit der Familie. Raendchens Eltern, Schwester und Schwager leben in Stralsund und freuen sich auf die Ausstellung.

Kunst heute: Eröffnung am 30. September in St. Jakobi

Zu den Tage n der zeitgenössischen Kunst wird vom 30. September bis 9. Oktober an 70 Orten in Mecklenburg-Vorpommern eingeladen.

In der Stralsunder Kulturkirche St. Jakobi findet am letzten Freitag im September um 16 Uhr die Eröffnung für das ganze Land statt – mit einem Grußwort von Susanne Burmester, Vorsitzende des Verbandes der Kunstmuseen, Galerien und Kunstvereine in MV, und Heidemarie Tworke, der Stralsunder Organisatorin. Von St. Jakobi aus geht es in die Stadtbibliothek, wo ein Kunstgespräch mit Barbara Wetzel stattfindet.

An der Stralsunder Schau „Heute – Kunst in der Altstadt“ nehmen 13 Künstler teil. Die Werke können in der Sparkasse und in der Stadtbibliothek, Badenstraße 13, zu den Öffnungszeiten besichtigt werden. In der Jakobikirche hat die Ausstellung Mittwoch bis Sonntag von 12 bis 18 Uhr, im Heilgeistkloster Montag bis Freitag von 10 bis 18 Uhr geöffnet.

Ein Fahrradkorso führt am 1. Oktober, 10 Uhr, von Starkow über Weitenhagen nach Koitenhagen zu den Ateliers von Anne Hille, Katrin Jacobs und Andrea Hildebrandt. Anmeldung bis 15.

September: ☎ 0162/6512442.

Marlies Walther

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