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Stralsund Begegnung mit der eigenen Wahrheit

Theater Vorpommern zeigt „Das Maß der Dinge“ von Neil LaBute / Morgen ist Premiere im Gustav-Adolf-Saal

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Anna Luise Borner und Marvin Rehbock sind als Adam und Evelyn in „Das Maß der Dinge“ von Neil LaBute zu erleben.

Quelle: Gunnar Lüsch

Stralsund. Ja, was ist es denn nun das Maß aller Dinge? „Das haben wir uns im 100. Jahr des Theaters gefragt. Und deshalb sind wir glücklich, dass wir dieses Stück gefunden haben“, sagt Sascha Löschner (45), „denn es ist eine gute Geschichte mit Hintergrund und immer einem psychologischen Ansatz“. Das, was so banal beginne, „geht bis in die Eingeweide, zeigt, wie Menschen ticken, was sie sich warum antun können“, macht der Dramaturg neugierig.

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Theater Vorpommern zeigt „Das Maß der Dinge“ von Neil LaBute / Morgen ist Premiere im Gustav-Adolf-Saal

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„Das Maß der Dinge“ von Neil LaBute, Premiere: 18. März, 20 Uhr, im Gustav-Adolf-Saal der Kulturkirche St. Jakobi. Inszenierung: Matthias Stier, Bühne und Kostüm: Katharina Faltner.

Besetzung: Adam (Marvin Rehbock), Evelyn (Anna Luise Borner), Jenny (Anne Greis) und Philip (Dennis Junge).

Das Werk „Das Maß der Dinge“ des Amerikaners Neil LaBute feiert morgen in Stralsund Premiere. Und alle Figuren werden „ihrer eigenen Wahrheit begegnen“, kündigt Regisseur Matthias Stier (49) an.

Es geht um vier junge Menschen an einer Uni in einer Kleinstadt. „Wir schneien ins Wintersemester rein“, wirft Löschner den Blick auf die ersten Szenen. Da ist Adam, ein Langzeitstudent, sehr belesen, ein Beobachter, der zu jeder Lebenssituation immer das passende Zitat zur Hand hat. Befreundet ist er mit Philip — sein ganzes Gegenteil. Ein Frauenheld, ein Aufreißertyp, eher oberflächlich mit großem Selbstbewusstsein, der immer Action braucht. Befreundet ist Philip mit Jenny.

In dem Museum, in dem Adam jobbt, taucht Kunststudentin Evelyn auf. Und die hat einen Plan. Sie will einer nackten Männerstatue, der nachträglich ein Feigenblatt angegipst wurde, einen Penis aufsprühen. Für Evelyn ist das eine Protestaktion gegen die Zensur. Für Adam ein Regelverstoß...

Dennoch werden die beiden ein Paar. „Evelyn tut Adam gut. Er beginnt sich zu entwickeln“, schildert Gastregisseur Matthias Stier die Liebesgeschichte, in der dann aber doch alles anders kommt. Die Begegnung habe nicht nur Auswirkungen auf Freundschaften, sondern bringe das gesamte Figurengeflecht durcheinander.

„Die Gleichgewichte verschwinden, und alle lernen sich selbst kennen“, sagt Stier. Er ist überzeugt, dass dieses Stück polarisieren wird. Genau darin bestehe schließlich die Aufgabe seines Berufes.

„Wir wollen Kommunikation auslösen. Die Leute sollen sich ihre eigene Meinung bilden.“

Für Marvin Rehbock (Adam) sind es „unfassbar viele philosophische Fragen, die in den ganz alltäglichen Gesprächen aufgeworfen werden.“ In der Konversation würden sehr viele Botschaften stecken, sagt er und dass er fasziniert von der „feinen Klinge“ sei, mit der Autor Neil LaBute arbeitet.

Rehbock stammt aus Offenbach am Main und war in Münster und Trier engagiert, bevor er 2015 nach Vorpommern kam, wo der 30-Jährige unter anderem in Shakespeares „Sturm“ spielt .

Als „große Herausforderung“ bezeichnet Anna Luise Borner (26) ihre Rolle der Kunststudentin Evelyn, weil sie so viele Facetten zeigen dürfe. Und das brauche viel Energie. Die gebürtige Berlinerin ist derzeit als Recha in „Nathan der Weise“, Marina in Kaminers „Russendisko“ und Elaine in „Arsen und Spitzenhäubchen“ zu sehen. Für die beiden Darsteller waren die Proben ein Wiedersehen mit Matthias Stier, ihrem Dozenten an der Schauspielschule in Rostock, auf das sie sich sehr gefreut haben. Stier wiederum findet es wunderbar, seine Studenten nun „als Partner“ wiederzutreffen.

Von Marlies Walther

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