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Berlin schwarz-weiß: Wie aus der Zeit gefallen

Stralsund Berlin schwarz-weiß: Wie aus der Zeit gefallen

Künstler des Bremer Ateliers Blaumeier zeigen in Kulturkirche St. Jakobi außergewöhnliche Straßenfotografie

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Die Fotografen Olaf Schlote (v.l.) und Alfons Römer-Tesar haben die Ausstellung „Berlin, Berlin“ konzipiert.

Quelle: Christian Rödel

Stralsund. Wie aus der Zeit gefallen wirken die außergewöhnlichen Schwarz-Weiß-Aufnahmen des Bremer Ateliers Blaumeier, dessen 15 Künstler ihre Arbeiten seit Samstag in der Kulturkirche St. Jakobi präsentieren. Für ihr Straßenfotografie-Projekt „Berlin, Berlin“ sind Fotoenthusiasten losgezogen, um in der deutschen Hauptstadt analog zu fotografieren. Ja, Sie haben richtig gelesen: Mit herkömmlichen klassischen Negativfilmen DIN 36 der legendären Marke Ilford wurden von den Künstlern, die teilweise über Handicaps unterschiedlicher Art verfügen , ganz erstaunliche Straßenszenen aufgenommen.

Was dabei entstanden ist, lässt einen bei näherer Betrachtung der Bildergebnisse unweigerlich an den grandiosen und wohl einzigartigen französischen Fotografen Henri Cartier-Bresson denken, dessen monochrome Straßenfotografie bis heute unübertroffen ist. Da ist eine mit Smartphones unzählige Selfies produzierende Menschengruppe auf dem Pariser Platz zu sehen und über ihnen ein dunkel dräuender Himmel. Atmosphärisch dicht hat ein Blaumeier-Aktivist diese Szenerie vor dem Hotel Adlon aufgenommen und in nuancierten Grautönen einen aktuellen Trend, in dessen Ergebnis global unendlich viele, leider auch belanglose Bilder um den Erdball geschickt werden, abgebildet.

Die beiden Blaumeier-Fotografen Alfons Römer-Tesar und Olaf Schlote, unter deren Regie die Ausstellung konzipiert wurde, waren am Sonnabend vor Ort in der Jakobi-Kirche, um die Herangehensweise ihrer Arbeit zu erläutern. „Es sollten selbstverständlich keine klischeehaften Ansichtskarten-Motive mit klassischen Berliner Ansichten entstehen, als wir für acht Tage im Juni des vergangenen Jahres von morgens bis abends unterwegs waren“, sagte Alfons Römer-Tesar. Die Menschen und Milieus Berlins legen nach seiner Ansicht den großstädtischen Ton unter die entstandenen Motive. Über Nacht wurden die Negativfilme von einem befreundeten Berliner Fotografen entwickelt, so dass die Aufnahmen am nächsten Tag gemeinsam ausgewertet werden konnten.

Die Fotokünstler des Bremer Blaumeier-Ateliers haben gestern am frühen Sonntagnachmittag noch eine zweite Ausstellung unter dem Titel „Ansichtssache Heimat“ in der Kulturinsel Saalkow bei Gustow auf Rügen eröffnet. Wer von den Fotos der Stralsunder Ausstellung „Berlin, Berlin“ begeistert sein sollte, dem seien auch die unkonventionellen Heimat-Bilder auf Rügen wärmstens empfohlen.

 



Christian Rödel

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