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Stralsund Besucherrekord in Endingen
Vorpommern Stralsund Besucherrekord in Endingen
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03:45 13.07.2013
Anett Kölpin überzeugte nicht nur mit „Rauchiger Sommer“.

„Mit solchem Andrang haben wir nicht gerechnet", sagt die Ordnerin an der Klosterruine. Wacker werden weitere Parkmöglichkeiten „organisiert“.Währenddessen stimmt sich das Philharmonische Orchester Vorpommern auf den Kammerton ein, probt Bandleader Thomas Putensen noch im kleinen Technikzelt.

Rund 800 Besucher waren Donnerstag gekommen, um das Crossover-Konzert des Putensen-BeatEnsembles und des von Egbert Funk dirigierten klassischen Orchesters in romantischer Kulisse zu genießen. „Sommerhits“ versprach das abwechslungsreiche Programm. Darunter einige bekannte, aber viele neue Songs, überwiegend aus der Feder Putensens. So schwermütig, wie er Storms „Graue Stadt“

vertonte, so leichtfüßig setzte er die Vorfreude auf den Sommer um, weckte mit unrasierter Stimme die kostbaren a-Moll-Menschen Mecklenburgs und machte ihnen raue Liebeserklärungen. Überraschend und humorvoll arrangiert, schlichen sich immer wieder Takte bekannter Melodien ein, die sich zu Ausflügen in andere musikalische Welten entwickeln konnten. Sogar Mozart ließ das Orchester beim

Manne-Krug-Song „Der Tag beginnt“ durchblitzen.

Witzig-frech-nachdenkliche Moderationen wechselten mit mitreißenden Soli, einem Geigen-Duell und einem Bläser-Duett sowie den rauchig-melancholischen Sommer-Balladen von Anett Kölpin.

Johann Putensen, Sohn des Bandleaders, setzte noch einen drauf, als er mit dem Orchester „Highway to Hell“ von AC/DC in einem von ihm bearbeiteten Arrangement vortrug. Die heimlichen Stars des Abends saßen jedoch im Publikum. Denn wer kennt schon die zweite Strophe der „Ostseewellen“ und singt sie aus dem Stegreif oder stellt sich wie Olaf Petters (53) aus Sundhagen auf die große Bühne und trägt mehrere Strophen des Liedes von der Apfelblüte — nicht nur auf Deutsch, sondern auch noch auf Russisch — vor?

Kirsten Tiepelmann (54) aus Niepars jedenfalls nicht. Sie schwärmte über die „tolle Stimmung“. „Super ist da noch zu milde ausgedrückt“, meinte sie. „Es ist eine wunderbare Atmosphäre unter freiem Himmel“, freute sich auch Viola Gebbert (50) aus Preetz, die das Konzert bereits zum zweiten Mal erlebte. Auch vom Philharmonischen Orchester gab es Lob. „Das Publikum hier ist sanges- und textsicher, tippi-toppi“, staunte Bassposaunist Jürgen Schneider (50) und sah auf diesem Gebiet kulturelle Vorteile bei der Landbevölkerung im Vergleich zu Städtern.

Für die Klosterruine gab es einen Besucherrekord. Diese Entwicklung freute vor allem Peter Forchhammer. Der Verwaltungschef des Amtes Niepars, das die Veranstaltung organisiert hatte, war in Begleitung des Bürgermeisters und der Kulturchefin der südschwedischen Partnerstadt Skurup gekommen. Auch die waren begeistert. Das erste Parkkonzert — eigentlich eine Schnapsidee, gestand er — hatten 1997 zwei Musiker bestritten. Am Donnerstag begeisterten eine Band und ein Orchester. „So kann es weitergehen“, meinte Forchhammer. „Schön, dass auch das Wetter mitspielte. Bei Regen hätte der Reit- und Fahrverein Obermützkow seine Halle zur Verfügung gestellt.“

Das Konzert wird am 30. August um 20 Uhr im Theater Stralsund noch einmal aufgeführt. Karten gibt es noch.

Susanne Retzlaff

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