Volltextsuche über das Angebot:

17 ° / 8 ° wolkig

Navigation:
Buch über Zwangsarbeit in Pommern

Greifswald Buch über Zwangsarbeit in Pommern

400 Seiten stark ist das Gemeinschaftsprojekt, dessen Inhalt einmalig sein soll.

Voriger Artikel
Pegida: Marsch-Verbot in Sachsen – Demos am Sund geplant
Nächster Artikel
Achtung, Kontrolle: Wenn die Polizei im Auto Drogen findet

Wlodzimierz Stepinski (l.) und Greifswalds OB Arthur König (CDU) blättern im neuen Buch über die Zwangsarbeit in Pommern.

Quelle: Reik Anton

Greifswald. „Das wichtigste ist, dass wir überlebt haben“, schreibt die ehemalige Zwangsarbeiterin Wanda Berg in einem Brief anlässlich der Vorstellung des Buches „Zwangsarbeit in Pommern von 1939 bis 1950“. Es wurde diese Woche im Beisein einer Stettiner Delegation im Greifswalder Rathaus vorgestellt.

Das Besondere an dem zweisprachigen 400-Seiten-Werk: Auch das Schicksal der Deutschen, die nach dem Zweiten Weltkrieg in Gebieten lebten, die nun zu Polen gehörten, wird beleuchtet. „Diese erweiterte Perspektive über 1945 hinaus fehlte bisher in den Veröffentlichungen zu diesem Thema“, schilderte Wlodzimierz Stepinski, Inhaber des Lehrstuhls für Deutschlandstudien an der Universität Stettin. Er führte die Zeitzeugengespräche für das Buch, unter anderem mit Wanda Berg. „In den letzten Jahren habe ich mich immer weniger an diese Zeit erinnert“, schreibt die Autorin weiter. Ihr Mann, der gleichfalls zur Zwangsarbeit verpflichtete wurde, starb — wie auch viele Bekannte, die dieses Schicksal ebenfalls erlitten. „Gut, dass es dieses Buch gibt. Ich bin stolz, dass ich meine Geschichte erzählen konnte“, sagte die 89-Jährige.

Neben Berichten von Zeitzeugen fasst das Buch Referate zusammen, die während der Deutsch-Polnischen Tagung zum selben Thema im Jahr 2012 in Greifswald gehalten wurden.

Außerdem gibt das Buch einen Überblick über den neuesten Forschungsstand zum Thema. Herausgeber des Buches sind das Kulturamt und das Stadtarchiv Greifswald sowie das Staatsarchiv Stettin. Die Herausgeber verbinden mit der Publikation die Hoffnung, dass es „Anstoß für weitere historische Forschungen und Aktivitäten im Bereich der historisch-politischen Bildung“ sein möge. „Zwangsarbeit in Pommern“ ist in einer Auflage von 500 Exemplaren erschienen und ist ab sofort im Staatsarchiv Stettin und im hiesigen Stadtarchiv zu haben.

„Zwangsarbeit in Pommern“: ISBN 978-3-9810677-7-4, fünf Euro Schutzgebühr.

 



ran

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Stralsund
Verlagshaus Stralsund

Apollonienmarkt 16
18439 Stralsund

Öffnungszeiten:
Montag bis Freitag
10.00 bis 18.00 Uhr

Leiter Lokalredaktion: Benjamin Fischer
Telefon: 0 38 31 / 20 67 40
E-Mail:  stralsund@ostsee-zeitung.de

Beilagen
Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
RSS-Feeds

Wissen, was in Rostock und der Welt los ist

Benjamin Barz Ostsee-Zeitung Ostsee-Zeitung Lererbriefe, Meinung, Teaser der den User auf die Seite "Leserbriefe" führen soll image/svg+xml Image Teaser „Leserbriefe“ 2015-09-23 de Meinung Ihre Leserbriefe Über unser Kontaktformular können Sie uns gern Lob, Kritik, Ideen oder andere Anmerkungen zu aktuellen Themen aus Ihrer Region, MV und der Welt zusenden. Wir freuen uns auf Ihre Meinung. Hier geht es zum Formular.