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Bürgerkomitee auf Gutshäusertour

Stralsund Bürgerkomitee auf Gutshäusertour

Jahreshauptversammlung des Vereins „Rettet die Altstadt Stralsund“

Stralsund. Das Bürgerkomitee „Rettet die Altstadt“ verband in diesem Jahr seine Mitgliederversammlung im Hansa-Gymnasium mit einer Exkursion zu Herrenhäusern und Parkanlagen auf Rügen. Daran nahmen 100 Vereinsmitglieder teil. Den Auftakt bildete das versteckt gelegene Rittergut und Herrenhaus in Streu bei Schaprode. Das Gebäude ist ein barockes Schmuckstück.

Es befindet sich seit einiger Zeit in privater Hand. Von Streu ging es zu dem Herrenhaus in Kartzitz. Im dortigen großen Park gibt es einen Teich mit einer Insel. Ein Gedenkstein erinnert an den Freitod des damaligen Schlossherren am Ende des Krieges. Bekannter dürfte das Herrenhaus in Boldevitz schon allein wegen der Wandmalereien des Malers Hackert, eines Zeitgenossen von Goethe, sein.

Auch in Boldevitz wird Landwirtschaft betrieben.

Zuletzt stand Pansevitz auf dem Programm, wo von dem großen Herrenhaus und Schloss nur noch zwei Ruinen stehen. Dort wurde eine Stiftung gegründet, die die Anlage und den riesigen Park erhält. Der Park mit seinen großen Bäumen wird als „Friedwald“ genutzt: Man kann dort unter einem Baum eine Grabstelle für sich und die Familie kaufen, auf die dann nur mit einer kleinen Tafel an dem Baum hingewiesen wird. Die Vorsitzenden des Vereins führten engagiert durch den großen Park mit einem kleinen See. Zum Abschluss der Rügentour musizierte Kantor Rost für uns auf der Orgel der Kirche in Gingst.

Seit einiger Zeit arbeitet das Bürgerkomitee und die von ihm gegründete Herbert-Ewe-Stiftung auch an der Restaurierung der Jakobikirche und ihrer Orgel. Die Sanierung betrifft drei große Bereiche. Das ist zunächst das Kirchenschiff einschließlich der Gewölbekappen und des Fußbodens mit der vorgesehenen Temperierung. Hier stehen die Arbeiten kurz vor dem Abschluss, der noch im Jahre 2016 erwartet wird.

Der zweite Arbeitsbereich ist die Wiederherstellung des barocken Rahmens der Orgel von 1730. Bekanntlich hat der Stralsunder Orgelbauer Mehmel seine Orgel in diesen barocken Rahmen eingebaut, der eigentlich für eine andere Orgel bestimmt war. Hieran wird mit Hochdruck gearbeitet. Letzter Höhepunkt war die Aufstellung des Engels mit der Gambe in etwa 15 Meter Höhe. Für diese Arbeiten spendeten Bürgerkomitee und Ewe-Stiftung 70000 Euro.

Noch während an der barocken Fassung gearbeitet wird, kann man schon die Wiederherstellung des Orgelwerkes in Angriff nehmen. Das ist der wichtigste und teuerste Arbeitsbereich. Man rechnet mit Kosten von 2,8 Millionen Euro. Eine Orgelkommission soll die Reparatur und Restaurierung des Orgelwerkes begleiten.

Rupert Eilsberger

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