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Den Rhythmus im Blut spüren

Stralsund Den Rhythmus im Blut spüren

Sebastian Simon (18) liebt das Schlagzeug und spielt heute Abend öffentlich

Stralsund. Nach Überlieferungen haben schon die Urmenschen erkannt, dass ein Ton erklingt, wenn man zwei Holzstücke gegeneinander schlägt. Im Laufe der Geschichte haben Menschen mit Klängen experimentiert und aus Alltagsgegenständen verschiedene Schlaginstrumente geschaffen.

 

OZ-Bild

Sebastian Simon mit seinem Lieblingsinstrument, dem Schlagzeug.

Quelle: Foto: Sabrina Scholz

Auch der 18-jährige Sebastian Simon war in Kindertagen kreativ und fing an, seine eigenen Instrumente zu bauen. Damals hat er einfach angefangen, mit chinesischen Essstäbchen auf Schuhkartons zu schlagen, weil er den Rhythmus im Blut gespürt hat.

Seit sieben Jahren nun spielt der Abiturient Schlagzeug (Drumset) in der Musikschule Stralsund – und das sehr erfolgreich. Heute legt der Musikbegabte seinen Oberstufenabschluss ab, der dem Aufnahmeprüfungsniveau der deutschen Musikhochschulen gleicht. In einem anspruchsvollen, 22-minütigen Programm mit Titeln von Toto und Avenged Sevenfold, stellt der Schüler von Thomas Görsch sein Können unter Beweis. „Es ist harte Arbeit und ich übe viermal die Woche für 45 Minuten“, erklärt Sebastian. Denn Schlagzeug spielen ist gar nicht so einfach! Sebastian benötigt dafür eine sehr gute Hand-Fuß-Koordination, Kondition und Rhythmusgefühl.

Besonders die Vielfältigkeit gefällt dem Schüler des Hansa Gymnasiums an seinem Instrument. „Es gibt viele verschiedene Rhythmen und Stile, wie Jazz und Lateinamerikanische Musik, die sich auch gut zum Tanzen eignen.“ Der Sinn des Schlagzeuges besteht auch darin, die Musik rhythmisch zu begleiten. Im späten 19. Jahrhundert entstand in Amerika die moderne Form des Schlagzeuges, da die Menschen verschiedene Rhythmusfunktionen versuchten, in einem Instrument zu vereinen. Daraus wurde ein Spieler in sitzender Haltung, der viele verschiedene Schlaginstrumente gleichzeitig bedient. Doch voraus besteht eigentlich so ein Schlagzeug? Sebastian hat das Ganze kurz erklärt: „Aus der Base-Drum, der Snare-Drum, der ersten und zweiten Tom, der Stand-Tom, dem Crash-Becken, der Hi-Hat und dem Ride-Becken.“

So ein Schlagzeug ist auch vielseitig einsetzbar, deshalb spielt Sebastian gleich in vier verschiedenen Bands unter anderem in der Hanse Bigband der Musikschule Stralsund. „Meine größten Auftritte waren bei der Musikernacht in der Alten Brauerei und einem Konzert mit der NDR-Bigband“, berichtet der Drummer. Außerdem hat der 18-Jährige beim Wettbewerb „Jugend musiziert“ teilgenommen, ein Musikwettbewerb für Nachwuchstalente. In der Zukunft möchte Sebastian Medizin in der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald studieren. Aber das Schlagzeug wird er weiter spielen. Als Ausgleich in der Freizeit, wenn es beim Studium mal zu stressig wird. „Für mich hat Musik einen sehr hohen Stellenwert. Rhythmus ist mein Leben.“

Sabrina Scholz (18) legt derzeit ihr Abitur am Hansa-Gymnasium ab.

Konzert in der Musikschule

Die Musikschule Stralsund lädt heute Abend, 17 Uhr, zu einem Konzert mit Schülern der Rock- und Pop-Klassen in den Konzertsaal der Musikschule ein. Neben jungen Schülern, die ihr erstes Vorspiel bestreiten, und Schülern aus den Pop-Klassen, die zum Ende des Schuljahres noch einmal ihr Können zeigen, ist mit dem Konzert von Sebastian Simon ein besonderes Highlight zu erleben. Der Eintritt zu dem Konzert ist frei.

Am 28. Juni wird außerdem ab 15 Uhr zu einem Tag der offenen Tür in die Musikschule Stralsund und zusammen mit Könenkamp Immobilien und der Wohnungsgenossenschaft Aufbau (WGA) zum Hoffest in das Quartier 13 um das Landständehaus eingeladen. Bis 19 Uhr sind Streicherensembles, Gitarrenensembles, verschiedene Rock- und Pop-Formationen, das große Flötenensemble, der Kinderchor der Musikschule, das Akkordeonensemble und die Ministrings zu hören.

Sabrina Scholz

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