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Der Traum vom eigenen Buch

Stralsund Der Traum vom eigenen Buch

Paula Becka braucht nur eine Idee für eine Geschichte und einen Laptop. Dann gibt es für die Nachwuchsautorin kein Halten mehr.

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„Das beste Gefühl ist, wenn man das fertige Buch in der Hand hält“, sagt Autorin Paula Becka (16).

Quelle: Isabelle Bendig

Stralsund. Wenn sie ein Buch anfängt, weiß sie schon, wie es ausgehen wird. Paula Becka ist eine junge Autorin, deren Leben selbst ein wenig wie ein Abenteuerroman wirkt.

Autorin zu sein, ist mein Traumberuf.“Paula Becka (16), Jungschriftstellerin

Das Erzählen von Geschichten spielte schon immer eine große Rolle in Paulas Leben. In ihrer Kindheit war es ihr Vater, der oft selbst ausgedachte Geschichten erzählte. Und dann, als die Eltern mit ihr nach Südafrika zogen, begann sie selbst welche zu schreiben. Nach insgesamt neun Jahren in Südafrika wohnt die Familie nun seit 2012 wieder in Deutschland. Verschlagen hat es die Weltenbummler in den hohen Norden nach Stralsund.

Mit neun Jahren griff die nun 16-Jährige zum ersten Mal zur Feder. Ihre schriftstellerischen Anfänge waren per Hand geschriebene Kurzgeschichten. Mittlerweile umfassen Paulas Bücher zwischen 130 und 560 Seiten. Doch was sich von Beginn an nicht verändert hat, ist die Sprache, in der sie schreibt. „Das ist nach wie vor Englisch“, sagt Paula.

Die ersten Bücher handelten von Tieren als Detektiven, die mysteriöse Ereignisse klären mussten. Ihre heutigen Rubriken sind Fantasy und Abenteuer. Wichtige Komponenten sind jedoch auch immer wieder die Liebe, das Leben und der Tod.

14 Bücher hat sie bis heute fertiggestellt, von denen wiederum bereits sieben veröffentlicht wurden. Darunter eine Kindertrilogie, von der bisher zwei Bände erschienen sind. Aber eigentlich schreibt sie für junge Erwachsene ab 14 Jahren. Ihre Bücher gibt es sowohl als Printausgabe als auch für den Kindle.

Paulas Ideen ändern sich während des Schreibens und manchmal kommt die junge Autorin an einen Punkt, an dem sie fünf Versionen des Geschehens im Kopf hat. Dann steckt sie fest, sagt sie. „Da hilft es nur, das Skript erst mal liegen zu lassen und an einem anderen zu schreiben. Manchmal sehe ich dann einiges klarer“, meint sie.

Erzwungene Ideen funktionieren bei der Hansa-Gymnasiastin übrigens nicht. Da ist sie eher etwas aufmerksamer im Alltag unterwegs. Die Idee zu ihrem Buch „When the clouds weep“ („Wenn die Wolken weinen“) hatte Paula, als ihr die Frage gestellt wurde, ob sie schon mal im Regen getanzt hätte.

Wenn die junge Schriftstellerin ein Buch schreibt, arbeitet sie auf bestimmte Szenen zu. Der Rahmen um die Szenen entwickelt sich während des Schreibens und wird von der Autorin nie durchgeplant.

Genauso wenig wie die Seitenanzahl. „Da kann man nichts machen“, erklärt sie. „Es hängt alles davon ab, wie die Geschichte sich entwickelt“, führt sie aus.

Momentan erscheinen ihre Bücher im Selbstverlag von Amazon „CreateSpace“, weswegen sie auch dort nur erhältlich sind. Ihr Traum ist es jedoch, eines ihrer Werke einmal in einem Buchladen zu finden.

Deswegen schreibt sie an literarische Agenten. Diese sollen sie dann an einen Verlag vermitteln. Doch so einfach ist das nicht, denn es gibt mehr Autoren, als man vermuten könnte und die Agenten reichen nur etwa 1 Prozent der Arbeiten an einen Verlag weiter.

Entmutigen lässt sie sich jedoch nicht. Paula Becka bezweifelt, dass sie jemals aufhören wird, Bücher zu schreiben. „Es macht einen Riesenspaß und ist Entspannung pur. Autorin zu sein, ist mein Traumberuf.“Isabelle Bendig (16) besucht die 10. Klasse am Hansa-Gymnasium

• https://sites.google.com/site/paulabeckaauthorpage/

Isabelle Bendig

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