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Die Hüter des Welterbes zu Gast in Stralsund

Stralsund Die Hüter des Welterbes zu Gast in Stralsund

Experten sprechen über Formen der Bürgerbeteiligung / Die Hansestadt geht im deutschen Vergleich mit guten Ideen voran

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Teilnehmer aus 19 Welterbestädten aus elf Ländern trafen sich zu einer Regionalkonferenz am Sund.

Quelle: Christian Rödel

Stralsund. In Stralsund beraten bis heute rund 60 Experten aus elf Nationen und 19 Welterbestädten über verschiedene Formen der Bürgerbeteiligung.

OZ-Bild

Experten sprechen über Formen der Bürgerbeteiligung / Die Hansestadt geht im deutschen Vergleich mit guten Ideen voran

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Zwei Städte – ein Erbe

2002 sind die „Historischen Altstädte Stralsund und Wismar“ in die Welterbeliste der Unesco aufgenommen worden.

Seit dem Jahr 2003 sind beide Städte Mitglied in der Organisation der Welterbestädte.

1993 wurde die internationale Vereinigung gegründet. Sie hat ihren Sitz in Québec in Kanada.

Wie in Stralsund mit dem Status Welterbe umgegangen wird, sei exemplarisch, erklärte Matthias Ripp, Regionalkoordinator der Organisation der Welterbestädte (OWHC). „Die Hansestädte Stralsund und Wismar sind unter den deutschen Welterbestädten absolute Leistungsträger. Mit dem gemeinsamen Managementplan sind klare Ziele formuliert worden.“ Die Früchte dieser Arbeit könne man sehen, wenn man durch die Altstadt gehe.

Auch das zentrale Thema der Tagung, „Bürgerbeteiligung beim Welterbe“, werde in Stralsund bereits gut umgesetzt. Doch Steffi Behrendt, Welterbemanagerin der Hansestadt, wies darauf hin, dass das ein Lernprozess gewesen sei. So seien beispielsweise für die Planungen zur Neugestaltung des Neuen Marktes drei Bürger-Workshops durchgeführt worden. Im Zuge dieser Veranstaltungen hätten sich die Bürger gegen die Weiternutzung des Marktes als Parkplatz entschieden. „Die Ergebnisse der Workshops fließen nun in die weiteren Planungen ein“, sagte Steffi Behrendt. Wichtig sei, Bürger-Diskussionen ergebnisoffen zu führen. Für Matthias Ripp ist das ein wichtiger Punkt: „Man muss den Konflikten Raum geben, und hinterher an einer gemeinsamen Vision arbeiten“, ist der Regensburger überzeugt.

Oberbürgermeister Alexander Badrow (CDU) bezeichnet Bürgerbeteiligung als einen gemeinsamen Kommunikationsprozess, um für Vorhaben der Stadt die beste Lösung zu finden. „Die Zeiten, in denen Fachleute unter sich über das Welterbe diskutierten, sind vorbei“, ergänzte Ripp. „Die Bewohner einer Stadt wollen mitgestalten und mitbestimmen.“

Die Welterbemanagerin Behrendt wies darauf hin, dass Bürgerbeteiligung facettenreich sei. „Es muss nicht immer auf einen Workshop hinauslaufen, auch Informationsveranstaltungen gehören zu einer Bürgerbeteiligung dazu.“

Mit dem Titel Unesco-Welterbe allein sei es nicht getan – vielmehr sollten in Welterbestädten die Bürger für die erhaltenswerten Bauten begeistert werden. „Das Erbe ist erst bedeutend, wenn es für den einzelnen Bürger bedeutend ist“, sagte Ripp. „In Stralsund haben wir das Glück, dass das Interesse der Bürger an ihrem Welterbe groß ist“, erklärte Behrendt. „Im Vergleich zu anderen deutschen Städten sogar überdurchschnittlich.“ Man habe früh erkannt, dass das Welterbe nicht gegen die Bürger, sondern nur mit ihnen entwickelt werden könne.

Mit dem Treffen bereiten sich die Welterbe-Vertreter außerdem auf den Weltkongress der Organisation der Welterbestädte (OWHC) im Jahr 2017 in Gyeongju in Südkorea vor – wo der Blick auch auf Bürgerbeteiligung in Welterbestädten anderer Kontinente geworfen wird.

Miriam Weber und Martina Rathke

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