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Ein Rotbäckiger wird gefeiert

Ein Rotbäckiger wird gefeiert

Zum Appeldag wird Sonnabend nach Starkow eingeladen / Gestern wurde in Parow entsaftet

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Ein Spaziergang durch den Starkower Pfarrgarten lohnt sich immer, doch die Apfelpracht lockt jetzt besonders.

Parow/Starkow . Heimisches Obst in den Mittelpunkt zu rücken, ist eine gute Idee. Und da ragt der Apfel wohl als königliche Frucht heraus. Genau deshalb wird in dieser Woche gleich in zwei Dörfern zum Appeltag eingeladen. In Starkow steht der Backstein-Verein für den bunten Trubel, in Parow sorgte zum Tag der Einheit ein Projekt des Storchennest-Vereins für Furore.

 

OZ-Bild

Bevor Saft gepresst werden kann, kommt das abgelieferte Obst erst einmal in den Häcksler. Anschließend wird der Brei dann mit Platten ausgedrückt und gepresst.

Quelle: Fotos: Sandra Pöttrich/privat

Die Apfelsaftpresse stand in Parow gestern im Mittelpunkt. Die „Mostis“ sind eine mobile Mosterei aus Ahrenshagen und verarbeiteten frisches Obst zu fruchtigen Direktsäften. „Durch schonende Erhitzung wird haltbarer Fruchtsaft in bester Qualität vor Ort hergestellt. Jeder erhielt den Saft von seinem eigenen Obst ab Kleinstmengen von 50 Kilo“, erklärt Sandra Pöttrich gegenüber der OZ. Sie ist verantwortlich für das Gartenprojekt im Storchennest-Verein, hat sich unter anderem um die Vernetzung von Angeboten gekümmert. Der Apfelsafttag war eine Zusammenarbeit zwischen der mobilen Mosterei „Mostis“ aus Ahrenshagen und dem Land(auf)Schwung- Projekt „Das grüne Netz der Klein- und Hausgärtner“.

Mit dem Appelsafttag schlägt Sandra Pöttrich natürlich die Verbindung zum grünen Netz, einer Karte von bisher zehn Lebensmittelproduzenten. „Wichtig ist uns, zu zeigen, dass zum Beispiel Streuobstwiesen Kleinode voller Artenreichtum sind, das betrifft nicht nur die Obstsorten, sondern auch die Tier- und Pflanzenwelt. Streuobstwiesen sind schützenswerte Lebensräume“, sagt Sandra Pöttrich und ergänzt: „Fahren Sie gemeinsam raus, naschen oder ernten etwas, um daraus Saft, Kompott, Marmelade oder sowas zu machen.“

Auf alles rund um den Apfel freut man sich am Sonnabend auch in Starkow. Dort öffnet im Jubiläumsjahr der Garten seine Pforten zum 15. Appeldag. Das große Fest des Vereins Backstein – Geist und Garten beginnt wie gewohnt um 13 Uhr. Zahlreiche Marktstände mit regionalen und einheimischen Produkten sind aufgebaut. Die Baumschule Zetelvitz ist ebenso dabei. Und das Highlight wird frischer Saft aus der Pfarrgarten-Apfelpresse. Und der soll jetzt besonders lecker schmecken.

Außerdem bestimmen Experten Apfelsorten, dazu sind drei bis fünf Äpfel mit Blatt mitzubringen. „Uns geht es natürlich in erster Linie um heimische Apfelsorten, und da können wir von unseren Vorfahren einiges lernen“, sagt Dr. Gerd Albrecht vom gastgebenden Verein. Der Pommersche Schneeapfel gehört ebenso in den Starkower Pfarrgarten wie der Gelbe Richard oder Krügers Dickstiel oder Grahams Jubiläumsapfel. Übrigens ist die Ernte in Starkow nicht schlecht ausgefallen. „Das liegt daran, dass wir einige späte Sorten haben wie den Graham, da ist der Frost dann schon durch“, freut sich Gerd Albrecht. Aber auch an den Pfad der vergessenen Früchte will Garten-Experte Albrecht seine Gäste am Sonnabend führen. „Da kann die essbare Ölweide, die aussieht wie Sanddorn, genauso gekostet werden wie die Mispel oder die Vogelbeere. Ja, es gibt essbare Vogelbeeren. Mönchen in Mähren ist es nämlich gelungen, die Bitterstoffe da rauszukriegen. Übrig bleibt eine dicke Vitamin-C-Bombe“, verrät Gerd Albrecht.

Es gibt außerdem eine plattdeutsche Ernteandacht mit Pastor Prophet aus Stralsund. Für die Musik sorgen ein Gartenkonzert mit den Barther Jungs, auch der Velgaster Chor singt ein Ständchen – ebenso wie der Prohner Shantychor.

Deftiger Wildtopf, selbstgebackener Kuchen und duftender Kaffee laden ebenso zum Verweilen ein. „Genießen Sie den wundervollen Herbst in seiner ganzen Pracht zusammen mit Freunden und Familie im Pfarrgarten Starkow. Übrigens gibt es noch Stellplätze für Händler“, sagt Carsten Bergner vom Gastgeber.

Anmeldung: ☎ 038324/65692 oder unter bgg-starkow@gmx.de.

Ines Sommer

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