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Falafel, Burger und Rhabarber

Niepars Falafel, Burger und Rhabarber

Kulturell-kulinarischer Austausch beim Demokratie-Leben-Fest am Samstag in Niepars

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Die Syrer Abdulkader, Abdulmlek, Mohamad, Mahmoud, Nur und Reem drehten die Falafel-Röllchen für ihr Arabisch-Büfett.

Niepars. Kuchen, Falafel, Burger, Umsonst-Laden, Pflanzenbörse, Verkehrssicherheit und Ideen-Schmiede, Live-Rock mit „Just for Fun“ – wer wollte, konnte auf dem Fest zur offiziellen Eröffnung des „Demokratie-Leben-Hauses“ in Niepars seinen Horizont in viele Richtungen erweitern, Neues probieren und erfahren.

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Kulturell-kulinarischer Austausch beim Demokratie-Leben-Fest am Samstag in Niepars

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„Was ist das?“ näherte sich vorsichtig schnuppernd eine Besucherin dem syrischen Spezialitäten-Büfett. „Falafel, mit Liebe nach Originalrezept und mit Zutaten aus Stralsund frisch zubereitet“, erklärt Abdulkader, der zusammen mit Abdulmlek, Mohamad, Mahmoud, Nur und Reem die Röllchen drehte und seit sieben Monaten in der Hansestadt lebt. „Sehr lecker“, lobt Thomas Heppener, Leiter des Referats Demokratie und Vielfalt im Bundesfamilienministerium, der die Grüße seiner Ministerin überbrachte und sich davon überzeugte, dass die Mittel des Projektes in Niepars sinnvoll angelegt werden.

Die ersten farbigen Linien zieren die Wände im Flur des Umsonstladens. Jeder, der Ware gibt, darf die Kontur seiner Hand dort verewigen. Eine der Konturen gehört zu Kati Siegle, die gleich bei ihrem ersten Besuch etwas für den Laden übrig hatte. Dorothee Seipel betreut den Laden, in dem jeder umsonst Dinge des täglichen Bedarfs – von Büchern bis zur Bettwäsche – bekommen kann, gern gegen Spende.

Dienstags zwischen 16 und 18 Uhr geöffnet, hat der Laden Potenzial, zum Treffpunkt zu werden, an dem nicht nur Waren, sondern auch Neuigkeiten getauscht werden. „Möbel können wir nicht mehr unterbringen“, erklärt Dorothee Seipel Unebenheiten im aktuellen Sortiment, „aber Spielzeug und Kleidung für Kinder zwischen sechs und elf Jahren und Küchen-Besteck nehmen wir gern“.

Besteck brauchten die Bürger für die Burger vom Grill der Nieparser Schützengesellschaft nicht. Damit jeder genussvoll reinbeißen konnte, hatte man sich auf Rindfleisch verständigt. Wie ist das wohl, wenn man alkoholisiert Auto fährt? Der Blick durch die „Rauschbrille“ (simulierte 0,8 Promille) der Stralsunder Polizei war ebenso beliebt wie ernüchternd. Aber Ingo Latwat und Mandy Wolter hatten auch das Grundgesetz und einige Verkehrsregeln auf Arabisch mitgebracht. Doha und ihre Tochter Mona aus Daraa südlich von Damaskus sind seit August in Deutschland und hatten Samstag ein besonders spannendes Programm. Vormittags legten sie ihre Deutsch-Prüfung (B1) ab, danach feierten sie Dohas 20. Geburtstag in Niepars, natürlich mit Kuchen. „Aber was ist eigentlich Rhabarber?“ Die Übersetzungs-App half hier nicht weiter, der Schokokuchen war die Lösung. „Ich hätte nicht gedacht, dass es so toll wird“, freute sich Kristina Freyberger, Projekt-Koordinatorin, in einer ruhigeren Minute über geschätzte 120 Gäste. Auch Simson-Fahrer aus Obermützkow waren dabei: „Die Fete hier ist super“, erklärte Matthias Völschow. Er hatte von Sandra Pöttrich (Projekt Gemeinsam Gärtnern) endlich erfahren, was seinem Buxbaum im Winter gefehlt hat. Dann zog der Mann, der in Niepars für die Gemeinwohlarbeit zuständig ist, seine schwarze Leder-Weste aus und überzeugte sich, dass das gute Stück auch einen Abdulkader Alhashni ordentlich kleidet...

Susanne Retzlaff

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