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„Gorch Fock“ soll für weitere 15 Jahre in Stralsund bleiben

Stralsund „Gorch Fock“ soll für weitere 15 Jahre in Stralsund bleiben

Eignerverein will sich verpflichten, mit dem Schiff im Hafen zu bleiben / Im Gegenzug soll er 3,6 Millionen Euro Fördergeld für die Reparatur bekommen

Stralsund. Das Segelschiff „Gorch Fock I“ soll für mindestens weitere 15 Jahre in Stralsund bleiben. „Das ist ein wichtiger Teil des Vertrags, den wir mit der Stadt machen werden“, sagt Wulf Marquard (75), Vorsitzender des Vereins Tall-Ship Friends, dem das Schiff gehört. Im Gegenzug bekommt der Verein demnach 3,6 Millionen Euro Fördermittel, um das Schiff zu reparieren. Weitere 400 000 Euro Eigenanteil muss der Verein selbst aufbringen. Nach dem jahrelangen Ringen um die Bark zwischen Stadtverwaltung und Eignerverein würde der Hansestadt somit eine der beliebtesten Sehenswürdigkeiten erhalten bleiben.

Hintergrund ist, dass die „Gorch Fock“ dringend auf Vordermann gebracht werden muss. Insbesondere das Unterwasserschiff muss erneuert werden. „Wir müssen die ’Gorch Fock’ jetzt langfristig sichern.

Sonst bricht sie irgendwann in der Mitte durch“, sagt Marquard. Weil Tall-Ship Friends das nicht alleine stemmen kann, wollte die Hansestadt das Schiff ursprünglich kaufen. Da dies aber nach jahrelangen Überlegungen offenbar nicht zu funktionieren scheint, wählt man nun einen anderen Weg. Der sieht so aus: Die Landesregierung stellt die Fördermittel bereit, die dann wiederum von der Hansestadt an den Eignerverein weitergereicht werden. Dieses Vorgehen hatte Ordnungsamtsleiter und Vize-OB Heino Tanschus grundsätzlich bereits im Sommer der Bürgerschaft angekündigt. Im Gegenzug verpflichtet sich der Verein, dass Schiff für mindestens 15 Jahre im Stralsunder Hafen als Museum zu betreiben. Die Bürgerschaft und die zuständigen Ministerien in Schwerin müssen den Plan allerdings noch endgültig absegnen. Wulf Marquard rechnet damit, dass der Fördermittelbescheid Anfang des nächsten Jahres übergeben wird.

Eigentlich sollte es seiner Aussage nach bereits in diesem Sommer soweit sein. Für die „Gorch Fock“ habe es sogar bereits einen Reparaturtermin auf der Volkswerft gegeben. Da es aber noch immer keine Unterschrift unter den Verträgen gibt, konnte der Termin nicht gehalten werden. Marquard peilt jetzt den November 2018 an – dann aber nicht mehr in Stralsund, sondern auf der Peenewerft in Wolgast.

Er rechnet mit drei bis vier Monaten Werftaufenthalt.

Wulf Marquard, der regelmäßig auch öffentlich seinen Unmut über die Zusammenarbeit mit den Behörden zum Ausdruck gebracht hat, zeigt sich nun sehr zufrieden mit der Entwicklung. „Dass der Verein die ,Gorch Fock’ behalten kann, ist das Beste, was uns passieren konnte. Da steckt viel Herzblut drin.“

Auch wenn es bei der Reparatur erstmal nur um die Sicherung des Schiffes geht, hat Marquard seinen Traum nicht aufgegeben, eines Tages wieder damit zu segeln. Dafür wären nach seinen Schätzungen weitere vier bis fünf Millionen Euro nötig. Doch Marquard ist überzeugt, dass sich die Investition lohnen würde. „Die Leute würden bei uns Schlange stehen, um mit der ,Gorch Fock’ in See zu stechen.“

Alexander Müller

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