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Hamburgs einstige musikalische Pracht

Stralsund Hamburgs einstige musikalische Pracht

Martin Rost spielte zum Auftakt der Friedrich-Stellwagen-Orgeltage in St. Marien.

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Kantor Martin Rost an der Stellwagen-Orgel in St. Marien.

Quelle: privat

Stralsund. Nicht einmal ein halbes Jahr ist vergangen, seit Organist Martin Rost im Mai seine Aufnahmeserie zur norddeutschen Orgelkunst für das mit dem Echo Klassik ausgezeichnete Label MDG fortgesetzt hat. Dabei spielte der Kantor an seinem Instrument in St. Marien Werke Hamburger Kirchenmusiker des 16. bis 18 Jahrhunderts ein.

Zum Auftakt der diesjährigen Friedrich-Stellwagen-Orgeltage stellte er Mittwochabend an gleicher Stelle die einstige musikalische Pracht Hamburgs vor und hatte auch die neue CD im Gepäck.

Im Zentrum der abendlichen Auswahl stand das 350. Jubiläum Heinrich Scheidemanns. Anders als viele andere Städte in Europa war Hamburg nicht nur ohne Verluste, sondern sogar mit Gewinn aus dem Dreißigjährigen Krieg gekommen. Viermanualige Orgeln entstanden für die großen Kirchen der Stadt. Von Friedrich Stellwagens Grundgedanken beim Umbau von Heinrich Scheidemanns Hamburger Orgel profitierte der damalige Neubau von St. Marien in Stralsund. Wie sehr Hamburg der einstige musikalische Brennpunkt war, verdeutlichte Martin Rost den über 100 Zuhörern mit Werken von Matthias Weckmann, Jacob Praetorius, Johann Decker, Johann Adam Reincken, einem Auszug aus Georg Philipp Telemanns in der Hafenstadt gedruckten „20 kleinen Fugen“ sowie Vincent Lübeck.

Als üppigstes wie anspruchvollstes Klangbeispiel stellte sich Johann Adam Reineckes Choralfantasie „An Wasserflüssen Babylons“ heraus. „Die Stellwagenorgel musiziert. Sie klingt im Vergleich zu anderen Instrumenten so schön verhalten“, schwärmte Jürg Wichsen. Der Schweizer ist einer der Stammgäste des Festivals und Mitglied des Baltischen Orgelzentrums. „Es ist ein anderes Erlebnis“, meinte der Pfarrer zu Martin Rosts Vorstellung des Hamburger Repertoires in St. Marien im Vergleich zur CD-Aufnahme. Über beides freute er sich sehr und ist gespannt auf die kommenden Konzerte, die die weniger bekannte Musikkultur Danzigs präsentieren.

 

Uwe Roßner

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