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Interkulturelles im alten Milchladen

Tribsees Interkulturelles im alten Milchladen

Von einst 150 Flüchtlingen sind 50 in Tribsees geblieben und freuen sich über den neuen Treffpunkt am Markt

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Die Brüder Kianoush (11 Jahre alt) und Klarsah (7) aus Afghanistan sowie Anna (11) aus Katzenow und Valeria (3) aus der Ukraine beim fröhlichen Spiel mit einem der Pilger.

Quelle: Heiko Kaufmann

Tribsees. Über 150 Flüchtlinge kamen Ende 2015 nach Tribsees, zurzeit leben noch etwas über 50 in der Trebelstadt, und das sind vorwiegend Familien aus Syrien, Afghanistan und der Ukraine.

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Von einst 150 Flüchtlingen sind 50 in Tribsees geblieben und freuen sich über den neuen Treffpunkt am Markt

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Das Treffen mitten in der mittelalterlichen Stadt versprühte Lebensfreude und macht Lust auf mehr.“Heiko Kauffmann, Arbeitskreis Asyl der Kirchengemeinde in Tribsees

Der im Oktober 2015 gegründete Arbeitskreis Asyl der evangelischen Kirchengemeinde bietet den Familien nach wie vor mit vielerlei Aktivitäten Hilfe und Unterstützung an, so zum Beispiel bei Behördengängen, beim Deutschlernen, bei der Kinderbetreuung, beim gemeinsamen Gärtnern oder in der Kleiderkammer. Sehr gerne kommen die Flüchtlinge mit ihren Kindern auch zu den regelmäßigen geselligen Treffen, zu denen der Arbeitskreis seit Herbst vorigen Jahres wöchentlich in das Gemeindehaus eingeladen hatte.

Seit längerer Zeit war aber schon geplant, für diese Treffs den ehemaligen Milchladen in einem Gebäude direkt am Markt zu nutzen. Nach der Sommerpause war es nun auch so weit. Die Mitglieder des Arbeitskreises trafen sich mit Flüchtlingen und Anwohnern zur Neueröffnung des Interkulturellen Treffs mitten in der Altstadt. Mit Blick auf den Markt, die Thomaskirche und das Heimatmuseum ist das Haus gut als Begegnungsstätte zwischen Einwohnern, Flüchtlingen, Pilgern, Touristen und Besuchern geeignet.

Für die Teilnehmer am Eröffnungsnachmittag gab es dann aber noch eine ganz besondere Überraschung: Denn kaum hatten sie an den vorbereiteten Tischen Platz genommen, marschierte unerwartet eine Pilgergruppe mit Heike Götz, der bekannten NDR-Moderatorin an der Spitze, auf den Marktplatz. Sie waren auf dem Jakobsweg von Greifswald nach Doberan unterwegs und hatten in Tribsees für einen Besuch in der Thomaskirche eigentlich nur eine kurze Pause geplant. Der spontanen Einladung, in der gemütlichen Runde an der Kaffeetafel Platz zu nehmen, konnten sie aber nicht widerstehen. Und so wurde aus diesem zufälligen Zusammentreffen eine tolle Stunde mit interessanten Gesprächen zwischen den Mitgliedern des Arbeitskreises, den Flüchtlingen, den Pilgern und Fernsehleuten. Eine seltene Gelegenheit, die von allen ausgiebig genutzt wurde. Besonders freuten sich die drei Tribseeser Seniorinnen Marie Helene Zieris, Hella Palmer und Heidi Beyer, dass sie die ihnen aus der Fernsehserie Landpartie bekannte Moderatorin persönlich kennen lernen konnten. Dabei kündigte Heike Götz an, dass es zu dieser Pilger-Etappe von Greifswald nach Doberan voraussichtlich im Dezember einen Fernsehbeitrag geben wird, in dem dieses zufällige Zusammentreffen in Tribsees sicher auch seinen Platz haben wird...

Silke Tiedemann, Heiko Kauffmann und die anderen Mitarbeiter vom Arbeitskreis freuten sich in ihrer Bilanz, dass durch das zufällige Zusammentreffen mit den Pilgern und Filmleuten die gelungene Neueröffnung des Interkulturellen Treffs noch bereichert und für alle Teilnehmer zu einem besonderen Erlebnis wurde. Das Fazit von Heiko Kauffmann: „Der Interkulturelle Treff im ,Alten Milchladen’

auf dem Marktplatz der Trebelstadt ist ein wunderbarer zentraler Ort für Begegnungen zwischen Alt und Jung, Arm und Reich, zwischen Konfessionen und Menschen verschiedenster Herkunft und auch für Pilger, Touristen und Besucher von Tribsees. Der von Menschen belebte Platz inmitten der Altstadt haucht der einzigartigen mittelalterlichen Atmosphäre dieser Stadt auch wieder Leben ein – und Lebensfreude, mit der wir an diesem Nachmittag reich beschenkt wurden. Das macht auch Lust auf mehr.“

Der Nachmittag mit den Pilgern war auch ein großes Erlebnis für die Kinder: Sie hatten mindestens so viele Fragen an die Gäste wie die Pilger an die Kinder und ihre Eltern. Dabei kam das Spielen nicht zu kurz: „Mensch ärgere dich nicht“ und Memory waren besonders gefragt.

Der Interkulturelle Treff ist vorerst jeden Donnerstagnachmittag ab 15 Uhr geöffnet.

Harry Lembke

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