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Kleinod erstrahlt in neuem Glanz

Klevenow Kleinod erstrahlt in neuem Glanz

Klevenower Kapelle wurde für 60 000 Euro saniert / Einweihung ist am 7. Oktober

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Fachwerk wie Putzflächen der Kapelle wurden originalgetreu in einem Rotton gestrichen, was ihr schwedisches Aussehen verleiht.

Klevenow. Als eines der wenigen Kleinode, die die Zeit beinahe unbeschädigt überdauert und jetzt der Öffentlichkeit wieder zugänglich gemacht wurden, bezeichnet Pastor Wolfgang Schmidt die kleine Kapelle in Klevenow. Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz sah das wohl genauso, stufte sie doch das Bauwerk als „nationales Denkmal“ ein und ebnete damit den Weg für die Sanierung des Gotteshauses.

OZ-Bild

Klevenower Kapelle wurde für 60 000 Euro saniert / Einweihung ist am 7. Oktober

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Die Kapelle erhielt einen neuen Verputz, das Fundament wurde erneuert. „Da war alles weggefault“, weiß Schmidt. Im Inneren der Kapelle wurde der Fußboden mit Klinkersteinen ausgekleidet und die farbliche Gestaltung der Bänke originalgetreu wieder hergestellt. Die Fenster bekamen eine Bleiverglasung und lassen sich nach langer Zeit wieder öffnen. Derzeit fehlt nur noch die Beleuchtung, die jedoch in den kommenden Wochen installiert werden soll. „Momentan überdenken wir, ob wir diese so anbringen, dass die Holzdecke mit der Engelsbemalung angestrahlt wird. Durch die Reflexion wird die Kapelle in ein warmes Licht getaucht“, plant Wolfgang Schmidt.

Ganz abgeschlossen ist die Sanierung noch nicht. An der Westseite der Kapelle – deren Fachwerk wie auch der Putz komplett in einem Rotton gestrichen sind und ihr ein schwedisches Aussehen verleihen – stechen noch fünf weiße Felder hervor. „Pro Feld kostet die Sanierung 1500 Euro, Geld, das wir nicht mehr haben“, sagt Schmidt. Er sei dennoch daran interessiert, auch diese letzten Felder originalgetreu wieder herstellen zu lassen. Deshalb werde er sich auch um einen zweiten Bauabschnitt bemühen.

Dieser solle dann nicht nur die äußerliche Farbgestaltung, sondern auch weitere Arbeiten im Inneren beinhalten. Zwar ist die Kapelle in ihrer barocken Reinheit bis heute erhalten geblieben, musste jedoch schon einige Restaurierungssünden über sich ergehen lassen. So wurden beispielsweise an dem Hochaltar einige Stellen mit Farben übermalt, die für solche Zwecke jedoch ungeeignet waren.

Schmidts Wunsch wäre es, dass auch diese Farbgestaltung originalgetreu wieder hergestellt wird.

Dennoch ist er mit dem bislang Erreichten mehr als zufrieden. „Die Kapelle ist ein richtiges Schmuckstück geworden“, findet er. Es sei ein Glück gewesen, dass sich die Stiftung Denkmalschutz dafür entschied, dem Bauwerk größere Bedeutung beizumessen. Zu Recht, wie Schmidt findet. Schließlich habe die Klevenower Kirche die Zeiten unbeschadet überdauert. Gebaut im Jahre 1730, ist die Ausstattung vom Altar über die Marmorierung bis hin zu barocken Verzierungen an den Holzbänken und den Beschlägen der Fenster komplett erhalten. „Das ist schon ungewöhnlich und die Stiftung Denkmalschutz hat mit ihrem Handeln ein Zeichen gesetzt und deutlich gemacht, dass es sich bei der Klevenower Kapelle um ein wertvolles Gut handelt“, so Schmidt.

Demnächst wird in dem kleinen Gotteshaus die Putzkolonne anrücken und Staub, Schmutz und Spinnweben entfernen. Am 7. Oktober soll die Kapelle mit einem Festgottesdienst feierlich eingeweiht werden. Einmal im Monat wird dann in Klevenow ein Gottesdienst abgehalten, für die Adventszeit ist ein weihnachtliches Konzert geplant. Allerdings: „Die Nutzungsmöglichkeiten der Kapelle sind begrenzt“, sagt Wolfgang Schmidt. „Es gibt in der Kapelle keine Heizung, weshalb sie im Herbst und Winter nicht genutzt werden kann, es ist einfach zu kalt darin.“ Für die warme Jahreszeit dagegen sehe er noch Potenzial. „Diese kleine Kapelle hat schon was. Ich könnte mir sogar vorstellen, dass man sie als Hochzeitskirche nutzt“, sagt Pastor Wolfgang Schmidt. Zwar fasse sie keine gewaltigen Menschenmengen, aber bis zu 80 Personen, so schätzt Schmidt, fänden auf jeden Fall in ihr Platz.

Die Sanierung der Kapelle in Zahlen

60000 Euro wurden an Fördermitteln für die Sanierung der Kapelle bereitgestellt.

Die Hälfte der Summe kam vom Bund, je 10000 Euro stellten die

Stiftung Denkmalschutz sowie der

Kirchenkreis bereit.

10000 Euro wurden über Spenden aus der Kirchengemeinde eingeworben.

Derzeit fehlen noch 7500 Euro,

um auch die restlichen fünf Fachwerkfelder an der Fassade der Kapelle

sanieren zu können.

Claudia Noatnick

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