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Konzertvielfalt lässt keine Wünsche offen

Stralsund Konzertvielfalt lässt keine Wünsche offen

In der kommenden Spielsaison trumpft das Philharmonische Orchester mit Stücken aus verschiedenen Musikepochen auf.

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Das Philharmonische Orchester des Theaters Vorpommern freut sich auf die neue Spielsaison.

Quelle: Vincent Leifer/juliane Voigt

Stralsund. Das Konzertprogramm der nächsten Spielzeit steht fest, bevor sich das Musiktheater in den verdienten Urlaub verabschiedet. Golo Berg, Generalmusikdirektor, und die Musikdramaturgin Katja Pfeifer haben die Konzerte bei einer Matinee im Foyer des Theaters vorgestellt.

OZ-Bild

In der kommenden Spielsaison trumpft das Philharmonische Orchester mit Stücken aus verschiedenen Musikepochen auf.

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Musik kam diesmal nur aus dem Lautsprecher, aber so bekam das geneigte Publikum schon einmal vorab einen Eindruck, was da in der nächsten Konzertsaison zu erwarten ist. Und das Programm ist wieder so rund und gelungen, wie die Musikfans der Hansestadt es unter ihrem Generalmusikdirektor gewohnt sind.

Die vergangene Spielzeit war überaus erfolgreich. Die Konzerte in Stralsund sind beliebt, jede Veranstaltung ist fast ausverkauft. In der Jubiläumsspielzeit zum 100. Geburtstag der Theater Greifswald und Stralsund gab es zudem solche Höhepunkte wie das Gustav-Adolf-Oratorium von Max Bruch zur 100-Jahr-Feier des Stralsunder Theaters. Ein Großereignis steht noch bevor: Am 23. Juli spielt das Musiktheater eine Opern-Gala auf dem Gendarmenmarkt in Berlin. Es gibt da nicht direkt eine Fan-Kurve, aber es ist sicher schön, die vorpommerschen Musiker mal unter dem Himmel von Berlin zu erleben.

Berg ist es gelungen, Stücke aus einem quasi musealen Bestand, wie eine Mozartoper, mit etwas Aktuellem zu mischen. Und das Publikum ist bereit, sich damit auseinanderzusetzen. Am 23. September beginnt die Spielzeit mit dem Eröffnungskonzert, gemeinsam mit der Opera na Zamku Stettin. Spielorte sind die Stralsunder Nikolaikirche, der Greifswalder Dom und Stettin mit Musik von Feliks Nowowiejski, einem polnischen Nationalkomponisten des vergangenen Jahrhunderts.

Im Oktober stehen Schweitzer, Mozart, Schönberg auf dem Plan. Eine interessante Menüfolge. Zum Dessert gibt’s „La Mer“ von Debussy. Im November spielt der japanische Pianist Takashi Yamamoto das a-Moll-Konzert von Edvard Grieg. Und nach dem Neujahrskonzert, das mit „Alla salute, Italia!“ mitten im kalten Winter dem Land gewidmet ist, in dem die Zitronen blühen, erklingt dann im Januar auch einmal ein Werk von Bach.

Offenbach´s „Concerto militaire“ verspricht im März glückselige Promenaden-Konzert-Stimmung und Bizet’s melodienselige Sinfonie kündigt so den Frühling an. Das 5. Philharmonische Konzert ist gleichzeitig das Eröffnungskonzert des Festivals „Nordischer Klang“. Im nächsten Jahr steht Schweden im Mittelpunkt. Den schwedischen Tänzen von Max Bruch folgt ein Klarinettenkonzert von Benj

amin Staern, einem zeitgenössischen schwedischen Komponisten. Karin Dornbusch ist die Solistin. Sie hat in der Oper Malmö auch die Uraufführung dieses Werkes gespielt.

Mit Paul Struck wird eine besondere Spezialität geboten. Viele wissen, dass Struck ein Stralsunder Komponist war. Bevor es ihn nach Wien verschlug, hat er am schwedischen Hof ein paar Jahre verbracht. Anton Werner, ein Stralsunder Musiker, der auch in Struck’s Haus in der Mönchstraße wohnt, bereitet die Orchesterpartitur für die Aufführung der verschollen geglaubten Sinfonie in Es-Dur vor. Struck schrieb auch sogar eine Stralsunder Sinfonie. Aber die ist wirklich verschollen. Für die „Manfred-Ouvertüre“, die im Juni erklingt, hatte Robert Schumann sich von Lord Byron inspirieren lassen. Den Dichter und den Komponisten verband ein Hang zu Düsternis und Extremen. Auch Bartholdy hat sich für sein Klavierkonzert G-Moll von England inspirieren lassen. Allerdings eher von der Landschaft denn von der Lyrik. Die 1. Sinfonie von Edward Elgar ist an diesem Abend der Höhepunkt. Am Dirigier-Pult wird Florian Csizmadia stehen, ein ausgewiesener Elgar-Experte und seines Zeichens auch 1. Kapellmeister des Philharmonischen Orchesters Vorpommern.

Die beachtliche und pointierte Auswahl dieser immensen Vielfalt an philharmonischen Werken aus allen Musikepochen ergänzt sich mit außergewöhnlichen Interpreten und Gastdirigenten und zusätzlichen Veranstaltungen. Auf dem Plan stehen eine neue Reihe von Kammerkonzerten, ein Weihnachtskonzert, ein weiterer Klavierworkshop mit Matthias Kirschnereit von der HMT Rostock mit einem Abschlusskonzert, eine Konzertreihe mit Solisten des Orchesters, Schülerkonzerte, ein Konzert der Enthusiasten. Wünsche bleiben da kaum offen.

Golo Berg nimmt Abschied

Das 7. Philharmonische Konzert wird das Abschiedskonzert von Generalmusikdirektor Golo Berg sein, aber auch ein Aufbruch. Denn Berg hat für das Konzert die Neubrandenburger Philharmonie eingeladen.

Die Musiker aus Neubrandenburg und dem Theater Vorpommern werden zusammen arbeiten, so wie es auch künftig nach der Fusion der beiden Theater vorgesehen ist. Konkurrenz nütze gar nichts, sagt Generalmusikdirektor Berg. Man müsse jetzt die Verantwortung übernehmen und Brücken in die Zukunft bauen.

Dafür wird bei diesem Konzert ein Werk aufgeführt, das ein Orchester allein gar nicht bewältigen könnte: „Ein Heldenleben“ von Richard Strauss benötigt einen monumentalen Orchesterapparat.

Auch Wagners „Wesendonck-Lieder“ , orchestral ähnlich ausgestattet, werden an diesem Abend erklingen. Das Konzert wird auch in Neubrandenburg gespielt. Unter der Leitung von Sebastian Tewinkel.

In Greifswald ist das Konzert im Juni zu erleben.

Juliane Voigt

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