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Krankenakten von Hans Fallada kommen ins Landesarchiv

Stralsund Krankenakten von Hans Fallada kommen ins Landesarchiv

In Stralsund ist die verschollen geglaubte Krankenakte Falladas, der mit bürgerlichen Namen Rudolf Ditzen hieß, wiederentdeckt worden.

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Die undatierte Aufnahme zeigt den Dichter Hans Fallada.

Quelle: dpa/Archiv

Stralsund. Die Krankengeschichte des Schriftstellers Hans Fallada (1893-1947) kann um weitere Facetten ergänzt werden. In Stralsund wurde die verschollen geglaubte Krankenakte Falladas, der mit bürgerlichen Namen Rudolf Ditzen hieß, wiederentdeckt. Neben den Aufzeichnungen über seinen sechswöchigen Aufenthalt im Jahr 1921 in der ehemaligen Provinzial-Heilanstalt Stralsund enthält sie nahezu vollständige Abschriften der Unterlagen der Behandlung in Jena 1911/1912 nach einem als Duell inszenierten erweiterten Suizidversuch, wie das Helios Hanseklinikum am Dienstag in Stralsund mitteilte.

Bei dem Duell hatte Ditzen seinen Freund Hanns Dietrich von Necker getötet. Die Akten sollen am 17. November vorgestellt und zusammen mit mehr als 1000 weiteren Krankenakten aus den Jahren 1912-1939 an das Landesamt für Kultur und Denkmalpflege Mecklenburg-Vorpommern gegeben werden.

Der Neurologe und Psychiater Klaus-Jürgen Neumärker hatte in seinem 2013 erschienenen Buch „Der andere Fallada. Eine Chronik des Leidens“ Fallada-Akten der Nervenklinik der Berliner Charité ausgewertet, wo dieser 1935 sowie 1946/47 stationär behandelt wurde. Zudem wertete er die Unterlagen des West-Sanatoriums in Berlin und der Aufenthalte in den Kuranstalten Westend aus. Er beschreibt Fallada als einen Menschen mit einer Persönlichkeitsstörung. Fallada hatte Phasen mit starkem Alkohol- und Morphiumkonsum und war während seines 53-jährigen Lebens viermal im Gefängnis und über 20 Mal in psychiatrischen Kliniken, Heilanstalten und Sanatorien. Nach Angaben der Stralsunder Helios Klinik hatten Ärzte die Stralsunder Akten bereits 2011 entdeckt.

dpa/mv

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