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Stralsund Kreuzberger Bohème zeigt starke Bilder

Ausstellung „Malverwandtschaften“ mit Arbeiten von sechs Berliner Künstlern im Stralsund Museum

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Malergemeinschaft aus Berlin–Kreuzberg im Stralsund Museum: Stefan Schwarzmüller (v. l.), Mirko Schallenberg, Kathrin Rank mit Sohn David, Claudia Hauptmann, Susanne Maurer und Marc Taschowsky. FOTO: CHRISTIAN RÖDEL

Stralsund. . In der Zossener Straße 50 im Berliner Stadtbezirk Kreuzberg leben und arbeiten unter einem Dach sechs Künstler, deren Arbeiten seit Freitagabend in den Ausstellungskojen des Stralsund Museums zu sehen sind. Unter dem Ausstellungstitel „Malverwandtschaften – sechs Künstler aus einem Haus“ stellen Stefan Schwarzmüller, Mirko Schallenberg, Kathrin Rank , Claudia Hauptmann, Susanne Maurer und Marc Taschowsky ihre Werke erstmals gemeinsam in dieser Zusammensetzung aus. Bis auf Claudia Hauptmann, deren Arbeiten bereits im Jahre 2013 in der obersten Etage des Museums zu sehen waren, haben die anderen fünf Künstlerkollegen noch keine Bekanntschaft mit den Ausstellungsräumen gemacht.

In Anlehnung an Goethes Wahlverwandtschaften haben sich die Künstler den ähnlich klingenden Namen für ihre erste gemeinsame Gruppen-Ausstellung ersonnen. Die Laudatio hielt der mit Claudia Hauptmann zusammenlebende Künstler Hartmut Lindemann, der einen sehr kritischen Blick auf den derzeitigen Kunstbetrieb warf. „Kunst muss die Gesellschaft spiegeln“, so Lindemann, der offensichtlich ein Gegner der Strömung im Sinne der „ l ’art pour l ’art“ (die Kunst für die Kunst) ist, die sich weitestgehend selbst genügt.

Dass sich in den Arbeiten der sechs Künstler die Gesellschaft in all ihren Facetten widerspiegelt, ist zweifelsohne der Fall und auf den ersten Blick erkennbar. Die Deutung der symbolisch aufgeladenen Arbeiten erschließt sich allerdings im besten Fall erst auf dem zweiten Blick. Nach Meinung des Laudators sollte Malerei ein „renitentes Innenleben“ aufweisen und auch dieser Forderung kommen die sechs Künstler hinlänglich nach.

Die Verwendung des Begriffs „Surrealismus“ in diesem Zusammenhang wirkt abgedroschen, obgleich die teilweise fotorealistischen Arbeiten über der Realität zu schweben scheinen. Das traumhafte Unterbewusste in den Bildern von Claudia Hauptmann beispielsweise gibt Rätsel auf, wenn ein Liebespaar über Menschen mit Smartphones im Mund schwebt. Der matte Schein der Displays auf den Gesichtern der Menschen irritiert.

Die großformatigen Bilder von Marc Taschowsky in Popart-Manier mit geradezu knalligen aufgetragenen Farben sind ein Blickfang voller magnetischer Wirkung und die kleinen „Kacheln“ mit Portraits von Promis sowieso – eine Reminiszenz an Andy Warhol. In jeglicher Hinsicht stark sind auch die urbanen Straßenszenen von Kathrin Rank. Die noch bis zum 30. April 2017 laufende Ausstellung bedarf mehrerer Besuche, um ihre Relevanz halbwegs zu erfassen.Christian Rödel

OZ

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