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Kulturtreff bringt neues Helmerich-Kapitel auf die Bühne

Richtenberg Kulturtreff bringt neues Helmerich-Kapitel auf die Bühne

Der 16. Teil der Sage führt zu den Tempelrittern / Aufführungen starten am 23. und 24. September auf der Richtenberger Freilichtbühne des Vereins

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Die letzten Proben für Luisa Dethloff (14), Simon (6) und Arjan van den Berg (8, v. l.) laufen auf Hochtouren. Am kommenden Freitag ist Premiere für die neue Helmerich-Geschichte.

Quelle: Fotos: Jan Zipperling

Richtenberg. Es ist wieder Lampenfieber-Zeit in Richtenberg. Bereits zum 16. Mal bringt die Theatergruppe des Kulturtreff-Vereins der Stadt eine Helmerich-Geschichte der gleichnamigen Sage auf die Bühne. Die Aufführungen finden am 23. und 24. September, jeweils um 20 Uhr, auf der Freilichtbühne des Vereins statt.

OZ-Bild

Der 16. Teil der Sage führt zu den Tempelrittern / Aufführungen starten am 23. und 24. September auf der Richtenberger Freilichtbühne des Vereins

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In diesem Jahr wird das aus eigener Feder entstandene Theaterstück „Helmerich und die Templer“ aufgeführt. Die Geschichte stammt aus der Feder von Angelika Meier, das Drehbuch hat Martina Graumann geschrieben. Und umsetzen wollen das Stück 30 Mitglieder des Kulturtreffs.

18 Kinder und 12 Erwachsene schlüpfen dabei in die Kostüme oder sorgen hinter den selbst gebauten Kulissen für Licht, Ton oder Umbauten. Zur diesjährigen Geschichte möchte Angelika Meier nicht allzu viel verraten. „Klar geht es um einen Schatz, und den holen wir natürlich zu uns nach Richtenberg. Schließlich haben wir am Papenberg Gewölbe, die sich prima in die Geschichte einbringen lassen.“

Ob bei uns in Richtenberg damals auch Templer gelebt haben, ist offen. „Zumindest waren die Templer fast überall im Land verstreut, und man erkannte sie auch nicht gleich als solche. Sie waren eine verschworene Ordensgemeinschaft mit vielen Geheimnissen“, weiß Angelika Meier und ergänzt: „In unserer Geschichte fallen am Ende die Tempelritter einer Intrige von König und Kirche zum Opfer. Was aber mit dem Schatz der Templer geschieht und was es mit Helmerich und den Wurzelwesen auf sich hat, wird noch nicht verraten. Das zeigen wir auf der Bühne.“

Seit Mai sind die Mitglieder der Theatergruppe Helmerich beim Schreiben, Rollenverteilen und Proben, Basteln, Werkeln, Malern und Nähen. Neue Bühnenbilder, Requisiten und Kostüme mussten fertiggestellt und dafür jede Menge Naturmaterialien gesammelt werden. Nur für das Markttreiben konnte man auf alte Kostüme zurückgreifen.

Richtig zur Sache ging es im Probenlager am vergangenen Wochenende. Da war eine Abenteuer-Reise durch den Urwald angesagt – und der befand sich im Haunerloch gleich hinter dem Richtenberger Gewerbegebiet. Nachts ging es durch das urwüchsige Gelände, da tauchten im nächtlichen Bäumerauschen plötzlich die Stimmen der Wurzelwesen auf. „Das waren Passagen aus dem Text, so konnte noch einmal hautnah geprobt werden, nur in anderer Rollenverteilung“, berichtet Angelika Meier. Und wer die rührige Kulturfrau kennt, weiß, dass sie auch immer ein Stück Heimatgeschichte in Szene setzt.

So mussten sich die kleinen Schauspieler – der Jüngste ist sechs Jahre alt – auf Schnitzeljagd begeben. Sie mussten auf dem kirchlichen Friedhof das Grab von Günter Reimer finden. Der Richtenberger, der später in den Schwarzwald zog, hatte dem Kulturtreff einst eine Spende zukommen lassen, für die der Verein am Richtenberger See eine Sitzgruppe aufstellte. Beerdigt werden wollte der Mann dann in seiner alten Heimat. Eine andere Aufgabe führte die Kinder während der zweistündigen Nachtwanderung auch auf den städtischen Friedhof. Hier wandelten sie auf den Spuren des in Richtenberg geborenen Biologen Johannes Holtfreter.

Auch wenn jetzt jeder noch mal seine Rolle paukt – die Aufregung vor der neuen Premiere steigt Tag zu Tag...

Kulturtreff

Der Verein Kulturtreff Richtenberg wurde vor 18 Jahren gegründet und hat sich immer der Jugend- und Kulturarbeit in der Kleinstadt verschrieben. Er hat sein Domizil in Richtenberg, Am Markt 11 (ehemals „Ente“).

44 Mitgliede r zählt der Verein, der sich auch um die Touristen-Information kümmert und ein kleines Museum zur Stadtgeschichte betreibt. Viele Veranstaltungen stehen auf dem Kalender – vom Sommerfest über die Märchenspiele bis hin zu Freilichtkino. Außerdem gibt es eine Theater- und eine Plattdeutsch-Gruppe.

Helmerich-Karten gibt es an der Abendkasse. Erwachsene zahlen fünf, Kinder von 6 bis 13 Jahren 2,50 Euro. Weitere Infos: ☎ 038322/589761.

Ines Sommer

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