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Legendär: Staffellauf durch die Stadt

Stralsund Legendär: Staffellauf durch die Stadt

Ehemalige Schüler und Lehrer der Goethe-Schule nutzten den 65. Geburtstag, um viele Erinnerungen auszutauschen.

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Erika Lachmann (links) und Helga Pollakowski (r.) haben sich auf einem alten Klassenfoto wiedererkannt. Fotos (5): Miriam Weber

Stralsund. Sich gemeinsam zu erinnern, das stand zum 65. Geburtstag der Goethe-Schule am Wochenende im Mittelpunkt. Auch Werner Küster war deshalb zu seiner alten Schule gekommen. „Ich habe von 1952 bis 1954 hier gelernt“, sagt der 81-Jährige.

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Ehemalige Schüler und Lehrer der Goethe-Schule nutzten den 65. Geburtstag, um viele Erinnerungen auszutauschen.

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Und mit leuchtenden Augen erzählt er davon, dass die Schule früher für verschiedene Sachen herhalten musste. „Wir haben in den Räumen nicht nur Bandenkämpfe ausgefochten, sondern ich erinnere mich auch, dass hier einmal Zirkustiere untergekommen sind.“ Als nämlich so ein Zirkus in Stralsund gastierte, brauchten die Tiere Schlafplätze für die Nacht. Sie wurden kurzerhand in der einstigen Kaserne einquartiert.

Den Goethe-Tag nutzte Familie Parczyk für einen gemeinsamen Ausflug. Sie alle sind eng mit dem Haus verbunden. Während Vater Bernd und seine Töchter Svea und Berit an der „Goethe“ lernten, war Mutter Monika bis zur Wende dort Lehrerin. „Es hat sich so viel verändert“, sagt Svea, die 1995 ihren Abschluss am damaligen Goethe-Gymnasium machte. „Es ist fantastisch“, pflichtet ihr ihre Mutter bei.

Alles sei jetzt so schön hell und freundlich. „Und trotzdem gibt es noch Sachen, die man wiedererkennt, wie etwa die Treppengeländer“, sagt Berit mit einem Lachen. Woran sich die ganze Familie erinnern kann, das sind die legendären Stadtstaffelläufe. „Das war immer der absolute Höhepunkt im Schuljahr, und die ganze Schule hat dieses Ereignis sehr ernst genommen“, erinnert sich Monika Parczyk. Und ihr Mann Bernd erzählt, dass es bereits zwei Monate vor dem Lauf für die teilnehmenden Staffelläufer immer extra Trainingseinheiten gab. „Wir haben fast immer gewonnen“, sagt Bernd Parczyk nicht ganz ohne Stolz.

„Der Lauf ging damals durch die ganze Stadt, und wenn der Schlussläufer dann am Ende in das Stadion kam, war es fast ohrenbetäubend. Alle waren voller Euphorie.“

An dieses Sportevent kann sich auch Winfried Sagert gut erinnern, der von 1966 bis 1992 Sport und Mathe an der „Goethe“ unterrichtete und am Sonnabend gemeinsam mit seinem Kollegen Jürgen Vorsprach vorbeischaute. „Doch, ich war schon etwas aufgeregt“, sagte Winfried Sagert. „Schließlich bin ich seit 1992 das erste Mal wieder in der Schule.“

Besonders neugierig war er auf die neue Turnhalle. „Denn die alte Halle bot alles andere als gute Unterrichtsbedingungen“, schaut er zurück. „Zu Beginn meiner Zeit als Lehrer war es im Winter sogar manchmal so, dass wir mit den Schülern auf den zugefrorenen Teich zum Schlittschuhlaufen gegangen sind, weil es in der Turnhalle einfach zu kalt war. Das war dann unser Sportunterricht.“

Genau wie viele andere Besucher des Begegnungscafés stürzte er sich auf die Schulchronik. Da wurde geblättert und gekichert, was das Zeug hält.

Am Abend kamen viele Gäste in die Alte Brauerei, um den Goethe-Ball zu feiern. Nach einer kleinen fotografischen Zeitreise durch die Geschichte der Schule gab es für Volkmar Passoth eine ganz besondere Ehrung. Denn der einstige Goethe-Schüler hatte mit 1049 Kilometern die weiteste Anreise zum Geburtstagsball. Volkmar Passoth lebt heute im schwedischen Uppsala und ist dort Biologieprofessor an der Universität.

„Der Tag insgesamt hat unsere Erwartungen übertroffen“, sagte Schulleiterin Regina Landt. „Es ist schön, dass wir so viele interessierte Besucher begrüßen konnten.“

Miriam Weber

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