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Mit Dr. Jekyll und Mr. Hyde ins Sommertheater

Ahoi, mein Hafenfestival: Leinen los für das Theater-Open-Air an der Sundpromenade Mit Dr. Jekyll und Mr. Hyde ins Sommertheater

Morgen hat das Musical von Frank Wildhorn Premiere / Bis zum 13. August gehen vier Inszenierungen in zehn Vorstellungen über die Bühne auf der Hansa-Wiese

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Musicalstar und Wagnertenor Chris Murray singt und spielt die Doppel-Titelrolle in „Jekyll & Hyde“. Nach der Vorstellung am Sonnabend gibt der gefragte Künstler eine Autogrammstunde. Fotos (2): muTphoto

Stralsund. Na toll. Der Mittwochshimmel öffnet seine Schleusen, und die Wolken regnen sich kräftig ab. Genau das will niemand haben, wenn das Theater Vorpommern morgen in die Open-Air-Saison an der Sundpromenade startet. „Das Wetter ist die größte Herausforderung für uns“, gibt der Chef der Technik-Crew, Andreas Flemming (38), zu.

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Morgen hat das Musical von Frank Wildhorn Premiere / Bis zum 13. August gehen vier Inszenierungen in zehn Vorstellungen über die Bühne auf der Hansa-Wiese

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Karten gibt es an der Theaterkasse (☎ 03831/2646124) Dienstag bis Freitag von 10 bis 16 Uhr und unter www.ahoi-meinhafenfestival.de. Die Tickets kosten zum Normalpreis 24 Euro, Senioren zahlen 22 Euro, ermäßigt kostet die Karte 15 Euro, Kinder bis 12 Jahre zahlen 10 Euro.

OZ vergibt Freikarten

Für die Premiere des Musicals „Jekyll & Hyde“ morgen um 21 Uhr auf der Open-Air-Bühne an der Sundpromenade hinter dem Hansa-Gymnasium vergibt die OZ zweimal zwei Freikarten.

Anrufer können heute zwischen 15 Uhr und 15.05 ihr Glück bei der Stralsunder OSTSEE-ZEITUNG

unter der Telefonnummer ☎ 03831/206756 versuchen.

Seit Dienstag wird auf der Hansa-Wiese die zehn Meter hohe Bühne für das Sommer-Festival aufgebaut. Davor entstehen die Zuschauertraversen mit 972 Plätzen. Das Material kommt auf sieben Sattelschleppern von Ribnitz, wo die Theaterleute nach Greifswald ihre zweite Station machten.

Zwölf Veranstaltungstechniker der Firma Audio Equipment Nord (AEN) stellen die Bühnenkonstruktion auf. Für alles andere – von den Kulissen über die Beleuchtung und den richtigen Ton bis zu den Künstlergarderoben – sind die hauseigenen Theater-Techniker zuständig.

„Beim Aufbau stört uns der Regen nicht. Aber ansonsten sollte es schon trocken sein, auch wenn wir Regencapes und Decken für die Zuschauer bereithalten“, sagt Flemming. Da kann ihm sein Greifswalder Bühnenmeister-Kollege Patrick Ernst (25) nur zustimmen. Die Männer haben in diesen Tagen den Himmel und sämtliche Wetter-Apps fest im Blick. Gewitter und Sturm ab Windstärke acht sind ihre größten Feinde. „Alles, was wir hier machen, tun wir für das Publikum und die Künstler“, sagt Flemming. „Und wir freuen uns jedes Jahr wieder darauf“, so der Stralsunder.

Voller Vorfreude und mit „hoffnungsvollen Erwartungen“ sieht auch Sänger Chris Murray der morgigen Premiere von „Jekyll & Hyde“ entgegen, wie er uns gestern am Telefon verriet. Als er hörte, dass es am Sund gerade regnete, meinte der launig aufgelegte Gast: „Bei uns in Berlin scheint die Sonne. Da schick ich doch gleich mal was rüber.“ Bei den Aufführungen in Greifswald im Juni hatte der prominente Künstler Standing Ovations geerntet. Das sei aber kein Grund, sich zurückzulehnen, findet der 52-Jährige. „Das Publikum muss jeden Abend neu erkämpft und gewonnen werden.“

Die Rolle als Dr. Jekyll und Mr. Hyde sei eine der schwersten Musicalpartien überhaupt. Bestehe die Herausforderung doch darin, zwei diametral unterschiedliche Menschen – das total Gute und das unbändig Entfesselnde – glaubhaft und mitreißend darzustellen. „Da kann man nicht zwei Wochen auf der Couch sitzen und nichts tun. Ich nehme die Partitur jeden Tag in die Hand und trainiere“, sagt Murray.

Der Musicalstar und Wagnertenor erhielt seine Ausbildung in New York. Nach seinem Debüt 1997 im „Phantom der Oper“ folgten Engagements an zahlreichen deutschen und österreichischen Bühnen. Murray übernahm die Hauptrollen quer durch die gesamte Musical-Literatur und habe sich schließlich nach über 3000 Vorstellungen in Großproduktionen bewusst für Stadt- und Staatstheater entschieden, wie er sagte.

In Stralsund möchte Murray nun „noch ein I-Tüpfelchen drauf setzen“. Die Stadt hat er nicht nur bei seinen Proben, sondern auch auf kilometerlangen Fahrradtouren lieben gelernt. „Stralsund ist zauberhaft, ein Juwel“, schwärmt der Vater von zwei Töchtern im Alter von zehn und 13 Jahren. Für die Zeit seiner Auftritte hat er gleich eine Ferienwohnung gemietet und kommt mit der ganzen Familie.

Dämonisch und engelsgleich

Das Dämonische auf der einen Seite und das engelsgleich Gute auf der anderen: Das Musical „Jekyll & Hyde“ mit klanggewaltigen Songs und Balladen unterstreicht die Zwiespältigkeit des Menschen. Edward Hyde taucht plötzlich aus dem Nichts auf, um unbemerkt zu morden. Niemand in London ist mehr sicher, seit der Wissenschaftler Dr. Henry Jekyll ein Mittel an sich erprobt. Musicalstar und Wagnertenor Chris Murray singt und spielt die Titelrolle.

„Jekyll & Hyde“: 29. , 30. und 31. Juli, 10. und 11. August, 21 Uhr, Sundpromenade/Wiese Hansa-Gymnasium.

Zum Sound der Rolling Stones

Vor einem Jahr begegneten sich die Ensembles der Balletts aus Vorpommern und der Stettiner Oper erstmals auf der Bühne, um mit den Choreografen Robert Glumbek und Jochen Heckmann ein deutsch-polnisches Rockballett zu erarbeiten. Das Ergebnis riss das Publikum im Sommer 2015 buchstäblich von den Stühlen. Zum Sound der Rolling Stones, Queen, Led Zeppelin, U2, Pink Floyd oder Depeche Mode rocken die 24 Tänzerinnen und Tänzer auch diesen Sommer.

„Rock’n’ Ballet“: 4. und 5. August, 21 Uhr, Hansa-Wiese.

Mit Musicalstar Anke Fiedler

Nach dem großartigen Erfolg des letzten Sommers startet die zweite Runde der „Sternstunden des Musicals“. Entertainer Felix Martin wird gemeinsam mit Musicalstar Anke Fiedler unsterbliche Melodien aus „Der König der Löwen“, „West Side Story“, „Cabaret“, „Evita“, „Phantom der Oper“ oder „Tanz der Vampire“präsentieren. Mit dabei Doris Hädrich-Eichhorn, Katarzyna Rabczuk und Alexandru Constantinescu, Opernchor und Philharmonisches Orchester unter Florian Csizmadia.

„Sternstunden des Musicals“: 6. und 7. August, 20 Uhr, Hansa-Wiese.

Orff im Glanz einer Pyro-Show

Seit seiner Entstehung vor 80 Jahren hat Carl Orffs Chorwerk „Carmina Burana“ nichts von seiner Faszination eingebüßt. Das Werk ist ein universelles Bekenntnis zum Leben – in Wort und Klang mit den Solisten Jardena Flückiger, Johannes Richter, Thomas Rettensteiner, den Opernchören des Theaters Vorpommern und der Opera na Zamku w Szczecinie, der Singakademie Stralsund und dem Philharmonischen Orchester Vorpommern – im Glanz einer Show der Pyromantiker Berlin.

„Carmina Burana“: 13. August, 21.30 Uhr, Hansa-Wiese.

Marlies Walther

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