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Mordlust im Oktober

Stralsund Mordlust im Oktober

Ab Montag kommt der Stralsund-Krimi von Eberhard Schiel in den Buchhandel

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Julia Mahler vom Verlag Kruse und Autor Eberhard Schiel sind stolz auf die Herausgabe des Krimis „Mordlust im Oktober“.

Quelle: Marlies Walther

Stralsund. Es macht ihm einen Mordsspaß, Bücher zu schreiben. Und obwohl der 74-jährige Eberhard Schiel nach sieben Werken eigentlich Schluss machen wollte, legt er jetzt noch eins drauf: „Mordlust im Oktober“ ist sein erster Kriminalroman. Und „ein Stralsund-Krimi durch und durch“, wie er versichert – Autor, Verlag, Hauptpersonen, Handlungen, die Orte ... alles echt Stralsund eben. Und damit Hilfspolizistin Elfi auch das richtige Platt spricht, zog Schiel sogar den Niederdeutsch-Experten Karl Peplow zu Rate.

In seine Figuren habe er sich beim Schreiben so hineingelebt, „dass ich am Ende dachte, ich bin selbst dabei gewesen“, erzählt Schiel. Die fiktive Geschichte basiert auf realen Ereignissen und spielt in den Jahren 1946 bis 1948. Darauf gestoßen war Eberhard Schiel durch eine Tagebuch-Eintragung des Stralsunder Journalisten Walter Radüge vom 5. Mai 1948.

Es geht um Karl Lewerenz, der eigentlich wegen einer Banalität – er hat Milch verschoben – in den Knast nach Bielkenhagen kommt. „In der Zeit seiner Gefangenschaft wird der aber zunehmend intelligenter. Der lange gegängelte Mann gewinnt im Gefängnis die Lust am Lesen. Schließlich hegt er mehr und mehr Rachegedanken. Am Ende ist er ein Frauenmörder“, erklärt Schiel. „Dieser Weg hat mich so fasziniert, dass ich dafür eine ganze Menge psychologischer Fachliteratur gelesen habe“, beschreibt Schiel seinen Schaffensprozess, der ein Jahr dauerte.

Als Karl Lewerenz wieder freikommt, begeht er seine schrecklichen Verbrechen. Er schlüpft in verschiedene Rollen und ist schwer zu fassen. Mit dem ehrgeizigen Kommissar Uwe Martens, der aus Berlin nach Stralsund strafversetzt wurde, liefert er sich ein Katz- und Maus-Spiel. „Und eine Liebesgeschichte ist auch dabei“, spricht Eberhard Schiel die Beziehung zwischen Martens und der Gerichtsmedizinerin Elke Sommer an.

„Das Buch ist sehr authentisch von den Schauplätzen her und auch sehr spannend“, sagt Julia Mahler vom Digitaldruck Kruse, der „Mordlust im Oktober“ herausgebracht hat. Bei dem Stralsunder Verlag, in dem bereits weitere Bücher von Eberhard Schiel erschienen sind, fühlt sich der Hobby-Historiker bestens aufgehoben. In Julia Mahler habe er eine kritische Begleiterin gefunden, die nicht nur einfach Korrektur gelesen, sondern auch lektorische Hinweise gegeben hat. „So haben wir ein Kapitel, das die Spannung möglicherweise unterbrochen hätte, ganz weggelassen“, verrät Schiel.

Julia Mahler stammt aus Brandenburg und hat in Berlin Kommunikations-Design studiert. Seit drei Jahren lebt sie in Stralsund und ist bei Kruses für Unternehmenskommunikation und Verlagswesen zuständig. Die 28-Jährige, die online ein zweites Studium in Medieninformatik absolviert, schwärmt von einer „herrlichen Atmosphäre“ im Familienunternehmen. Das Buch von Eberhard Schiel kommt Montag in den Handel.

Verlag Kruse

Das Stralsunder Druck- und Verlagshaus Kruse in der Frankenstraße 53 feiert im kommenden Jahr sein 30. Firmenjubiläum. Mit Hilfe des Familienunternehmens können Bücher auch im Selbstverlag herausgebracht werden.

Die Palette der Veröffentlichungen ist breit gefächert und reicht von den Stralsunder Heften für Geschichte, Kultur und Alltag über eine Sammlung von Stralsunder Bürgermeistern bis zu Gutshäusern und Schlössern oder zur „Astronomischen Navigation“ und zur „Endsaison auf Hiddensee“ . Über 60 Titel sind derzeit verfügbar. Besonderer Beliebtheit erfreuen sich bei den Kunden immer wieder die Kalender.

8Bücher hat der Stralsunder Eberhard Schiel bisher geschrieben. Dazu gehören „Die Kinder vom Hühnerberg“, „An der Heimatfront“, „Der Hafen meiner Träume“, „Braune Schatten überm Sund“ und „Die verlorene Kindheit des Alfred M.“

Die Buchpremiere des jüngsten Krimis von Eberhard Schiel findet am 18. Oktober um 16 Uhr im Veranstaltungskeller der Stralsunder Stadtbibliothek, Badenstraße 13, statt. Der Eintritt ist kostenlos.

„Mordlust im Oktober“ gibt es ab Montag für 9,95 Euro im Handel. ISBN: 978-3-95872-035-0.

OZ

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